Mit diesen Tipps baden Sie diesen Sommer entspannter

Sulamith Ehrensperger

24.6.2020 - 00:00

Mit steigenden Temperaturen wächst bei vielen der Wunsch nach einem Sprung ins kühle Nass. Was aber ist anders beim Abtauchen im Freibad zu Corona-Zeiten?
Bild: Keystone

Warteschlangen, Abstands- und Hygieneregeln, was schon längst Alltag ist, zählt auch beim Baden. Wie es mit dem sorglosen Badebesuch klappt: «Bluewin» hat bei Peter Portmann, Leiter der Bäder von Basel-Stadt, nachgefragt.

Herr Portmann, in den Freibädern gelten Obergrenzen für anwesende Badegäste. Wie finde ich heraus, ob es für mich noch Platz hat?

Jedes der Basler Bäder bietet einen Livestream, der den Eingangsbereich zeigt und wie viele Menschen dort anstehen. Wenn Sie auf dem Bildschirm eine Riesenschlange vor der Kasse stehen sehen, müssen Sie mit Wartezeiten rechnen. Es war aber schon zu vor Corona-Zeiten so, dass es Geduld brauchte, weil alle zur gleichen Zeit reinwollten.

Wie komme ich schneller ins Bad rein?

Ich empfehle, ein 10er-Abo oder ein Saison-Abo online zu kaufen, denn vor dem Drehkreuz gibt es keine Schlangen. Wer dann doch anstehen muss, hält am besten das abgezählte Geld oder die Kreditkarte bereit, dann ist man schneller drin. Die Warteschlange sieht übrigens meist länger aus, als sie tatsächlich ist, denn auch an der Kasse gelten die Abstandsregeln.

Peter Portmann ist Leiter Bäder, Kunsteisbahnen und Gastronomie beim Sportamt Basel-Stadt.
Bild: zVg

Mit einem Abstand von anderthalb Metern sich umziehen – auch in den Garderoben sind sich Badegäste gewöhnlich nahe.  

Daher dürfen sich nur eine gewisse Anzahl Personen gleichzeitig dort aufhalten. Auf vier Quadratmeter ist dies eine Person. Teilweise sind auch Kästli gesperrt, damit die Gäste den Abstand einhalten können.

Kann Covid-19 im Wasser übertragen werden?

Nein, wie alle anderen Viren auch stirbt das Coronavirus, wenn es mit Chlor in Berührung kommt. Chlor wirkt wie ein Desinfektionsmittel.

Hat es im Badewasser mehr Chlor wegen des Coronavirus?

In den Basler Bädern ist dies nicht der Fall. Schweizweit gibt es zum Maximalchlorgehalt im Schwimmbecken ganz klare Normen. Den Wert kontrollieren wir mehrmals pro Tag mittels Technik und auch von Hand.

Was ist mit Attraktionen wie der Rutschbahn oder dem Sprungbrett?

Tatsächlich gilt auch hier anderthalb Meter Abstand, was entsprechend markiert ist. Aufs Sprungbrett kann nur eine Person aufs Mal, dann die nächste Person. Wenn das nicht funktioniert, schliessen wir den Bereich. Bisher hat das bestens geklappt. Ich glaube, die Leute sind dankbar, dass sie wieder baden dürfen, zudem ist der ganz grosse Ansturm bis jetzt ausgeblieben.



Gewisse Bäder haben die Babyplantschbecken gesperrt, weil Abstandsregeln dort nicht eingehalten werden könnten.

Der Kinderbereich ist bei uns nicht gesperrt. Es sind Erwachsene, die da mit ihren Kindern baden. Daher gehen wir davon aus, dass diese Eigenverantwortung und Abstandsregeln wahrnehmen können. Zudem ist die Ansteckung unter Kindern verschwindend klein.

Ihr Geheimtipp, wenn ich das Bad nicht mit Hunderten von weiteren Gästen teilen möchte?

Dies gelingt, wenn Sie Stosszeiten umgehen. An den Wochenenden merken wir, dass es ab 13:30 Uhr an der Kasse anzieht und zwischen 15 und 17 Uhr verzeichnen wir den Peak. Unter der Woche haben Sie am Morgen und ab 19 Uhr mehr Platz im Bad.

Kann ich mit gutem Gewissen und ohne Zeitdruck verweilen?

Auch das ist kein Problem, wenn Sie die 1,5 Meter einhalten. Wir haben keine Zeitbeschränkungen. Aus Erfahrung zeigt sich, dass die wenigsten den ganzen Tag lang in der Badi bleiben. Sie dürfen also sünnele und den Sommer geniessen.

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