Neue chinesische StudieSchnarchen adieu dank Käse – kein Käse
ai-scrape
3.11.2025 - 21:36
Verschiedene Käseprodukte im Regal eines Lebensmittelladens (Symbolbild).
Imago
Käse als Einschlafhilfe? Eine chinesische Untersuchung zeigt, dass der regelmässige Konsum von Käse das Schnarchrisiko reduzieren könnte – besonders bei Menschen mit Schlafapnoe.
03.11.2025, 21:36
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Eine chinesische Studie mit rund 400'000 Teilnehmenden zeigt, dass regelmässiger Konsum von Käse wie Cheddar oder Camembert das Risiko für Schlafapnoe senken kann.
Der Käse beeinflusst laut der Studie bestimmte Biomarker, etwa Testosteron und Blutdruck, die eine Rolle bei der Entstehung von Schlafapnoe spielen.
Die Forscher betonen das Potenzial von Ernährung zur Vorbeugung und fordern weitere Studien zur Übertragbarkeit der Ergebnisse.
Schnarchen stört nicht nur den eigenen Schlaf, sondern oft auch den des Partners. Kritisch wird es, wenn nächtliches Sägen mit Schlafapnoe zusammenhängt – kurzen Atemaussetzern, die gesundheitliche Folgen haben können. Sie erhöhen unter anderem das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Schweiz sind über 150'000 Menschen an einer Schlafapnoe erkrankt. Das entspricht etwa 10% der Bevölkerung. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, wobei bei Männern zwischen 65 und 70 Jahren bis zu 60% betroffen sein können.
Eine chinesische Studie bringt ein beliebtes Schweizer Lebensmittel ins Spiel: Käse. Laut der im Fachjournal «Sleep Medicine» veröffentlichten Untersuchung kann regelmässiger Käsekonsum das Risiko für Schlafapnoe senken. Die Forschenden werteten Daten von rund 400'000 Personen aus Grossbritannien und Finnland aus und untersuchten, wie sich Käse auf 44 Blutwerte auswirkt.
Die Ergebnisse zeigten, dass der Verzehr von Käsesorten wie Cheddar, Camembert und Gorgonzola durch bestimmte Stoffwechselprozesse die Wahrscheinlichkeit einer Schlafapnoe verringern kann. Besonders sechs Biomarker, darunter Harnstoff, Testosteron und der diastolische Blutdruck, spielten eine entscheidende Rolle. Der Käseverzehr führte zu einem Anstieg des Testosteronspiegels und einer Senkung des Blutdrucks, was sich positiv auf das Risiko einer Schlafapnoe auswirken kann.
Die Forscher betonen, dass diese Erkenntnisse das Potenzial von Ernährungsinterventionen zur Reduzierung von Schlafapnoe und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken unterstreichen. Sie heben die komplexen Zusammenhänge zwischen Ernährung, Biomarkern und Schlafapnoe hervor und fordern weitere Forschung, um die Ergebnisse auf verschiedene Bevölkerungsgruppen zu übertragen.
Schlafapnoe: Auch eine gesunde Schlafhygiene hilft
Neben dem Konsum von Käse gibt es weitere Massnahmen, die das Schnarchrisiko senken können. Eine gute Schlafhygiene ist entscheidend. Dazu gehört das Schlafen in Seitenlage, um Atemaussetzer zu vermeiden, sowie ein ruhiges und kühles Schlafzimmer mit einer Temperatur von 14 bis 18 Grad. Ein leichtes Abendessen und der Verzicht auf Alkohol und Beruhigungsmittel vor dem Schlafengehen können ebenfalls helfen.
Übergewicht abzubauen ist eine weitere effektive Massnahme, da es die Atemwege freier macht. «Jedes verlorene Pfund wirkt wie ein Medikament», so die «HNO-Ärzte im Netz». Auch Hilfsmittel wie Nasenpflaster, Biss-Schienen oder ein Zungenschrittmacher können das Schnarchen reduzieren, berichtet «focus.de»
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