Studie erstaunt Frauen – Mütter haben ein höheres Brustkrebsrisiko

rre

14.12.2018 - 12:59

Brustkrebs bei Müttern. Erst im Alter profitieren Frauen, die entbunden haben, von einem niedrigeren Erkrankungsrisiko.
Bild: iStock

Bisher ist man davon ausgegangen, dass Frauen nach einer Geburt seltener am Mammakarzinom erkranken. Forscher aus North Carolina stellen diese Aussage jetzt völlig auf den Kopf.

Frauen erkranken nach der Entbindung seltener an einem Mammakarzinom. Davon ist man bislang ausgegangen. Forscher aus North Carolina stellen diese Aussage jetzt völlig auf den Kopf.

Brustkrebsrisiko nicht niedriger, sondern höher

Mütter geniessen nach der Geburt ihres Kindes einen gewissen Schutz vor einer Brustkrebserkrankung – so viel zur bisherigen, wissenschaftlichen Datenlage. Forscher um Hazel Nichols vom Lineberger Comprehensive Cancer Center in Chanel Hill in North Carolina USA kommen zu einem anderen Schluss: Ihre Untersuchungen belegen, dass Frauen in den ersten fünf Jahren nach der Geburt eines Kindes sogar ein höheres Brustkrebsrisiko haben.

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Für die im Fachmagazin «Annals of Internal Medicine» publizierten Übersichtstudie nahmen Nichols und ihr Team 15 prospektive Kohortenstudien genau unter die Lupe: Als Grundlage dienten die Nachbeobachtungen von 18’826 Frauen, die an einem Mammakarzinom erkrankt waren.

Gene mitentscheidend

Die Morbiditätswahrscheinlichkeit war bei Frauen unter 55 Jahren im fünften Jahr nach der Niederkunft am höchsten. Zu diesem Zeitpunkt lag es um 80 Prozent über dem von Frauen, die nicht entbunden hatten. Insbesondere betraf es eher Probandinnen, bei denen Brustkrebs in der Familie aufgrund einer genetischen Prädisposition häufiger auftrat.

Die gute Nachricht: Frauen, die 25 Jahre alt oder jünger waren, bevor ihr erstes Kind das Licht der Welt erblickte, hatten ein niedrigeres Erkrankungsrisiko, als Frauen jenseits des 50. Lebensjahres.

Wie bei vielen anderen bösartige Tumorleiden korreliert auch das Auftreten des Mammakarzinoms mit höherem Alter. Hier sind Mütter wiederum im Vorteil: Bei ihnen setzt gemäss der Studie 23 Jahre nach der Entbindung ein gewisser protektiver Effekt ein, der die Erkankungswahrscheinlichkeit senkt.

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