Warum immer mehr Kinder unter Nährstoffmangel leiden

dpa

16.9.2020 - 11:31

Weniger Limonade und Fast Food: Gerade Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung eine ausgewogene Ernährung. 
Source: Getty Images

Hierzulande ist jedes fünfte Kind übergewichtig. Dazu tragen auch zu viel Fast Food und Süssgetränke bei. Die möglichen Folgen: Krankheiten und Entwicklungsstörungen. Wie es leichter geht – die Tipps von Experten.

Ob Chips, Burger oder Limonade: Hochverarbeitete Lebensmittel sind arm an Nährstoffen und machen dick. Das kann gerade bei Kindern schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).

Während in Entwicklungsländern vor allem unterernährte Kinder unter Nährstoffmangel leiden, seien es in Industrieländern immer mehr Kinder mit normalem oder Übergewicht. Dies liegt hauptsächlich an der oftmals einseitigen Ernährung mit hochverarbeiteten Lebensmitteln, heisst es. Die Folgen seien unter anderem Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.

Süssigkeiten sollten eine Ausnahme bleiben 

Die Experten raten deshalb, auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit möglichst vielen unverarbeiteten und frischen Nahrungsmitteln zu achten. Denn auch bei ausreichender Energiezufuhr stünden dem Körper nicht automatisch alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung.

Wichtig seien deshalb vor allem Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, in denen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente im Verhältnis zum Energiegehalt überwiegen. Auf den Teller gehören vor allem vollwertige Getreideprodukte, Gemüse und Obst. Softdrinks, Süssigkeiten und Fast Food sollten eine Ausnahme bleiben, raten die Experten.

Entwicklungsstörungen sind mögliche Spätfolgen 

Gerade in der Wachstumsphase sei eine ausgewogene Ernährung von besonderer Bedeutung: Ein Nährstoffmangel könne Auswirkungen auf das Immunsystem haben und langfristig die neurologische Entwicklung hemmen. Auch eine verzögerte Geschlechtsreife und Wundheilung sowie eine verminderte Knochendichte und geringere Muskelmasse können spätere Folgen sein.

Zurück zur Startseite