Was passiert mit Kaugummis im Magen? Dazu kursieren viele Kindheitsmythen. Einer behauptet, ein geschluckter Kaugummi bleibe sieben Jahre im Bauch. Ein anderer warnt, er könne den Magen verkleben. Beides ist falsch. Zwar kann der Körper Kaugummi nicht verdauen, doch er bleibt nicht im Verdauungstrakt hängen – er wird ganz normal wieder ausgeschieden.
Der alte Mythos, Milch würde bei Gewitter schneller verderben, hält sich hartnäckig. Früher glaubten Menschen, elektrische Ladungen in der Luft machten sie sauer – in Zeiten ohne Kühlschränke eine plausible Erklärung. Tatsächlich war aber wohl die Hitze schuld, die typischerweise vor Sommergewittern liegt und Milch schneller kippen lässt. Heute sorgt der Kühlschrank dafür, dass Gewitter der Milch völlig egal sind.
«Das kann man noch essen, es war ja nur drei Sekunden am Boden.» Solche Sprüche kennen viele aus der Kindheit – und ja, oft sagen wir sie, um den Alltag einfacher zu machen. Wissenschaftlich hält die Regel aber nicht stand. Entscheidend ist nicht die Zeit auf dem Boden, sondern wie dieser beschaffen ist und was da eigentlich heruntergefallen ist. Vor allem feuchte Lebensmittel auf glatten Böden nehmen Schmutz und Keime besonders schnell auf.
Kleine Kinder essen nun einmal Sand und Schmutz – ganz vermeiden lässt sich das kaum. Also entsteht schnell der Spruch: «Dreck macht Speck.» Die Botschaft dahinter: Ein bisschen Schmutz soll das Immunsystem stärken. Ganz so einfach ist es aber nicht. Zwar kann übertriebene Hygiene tatsächlich schaden, dennoch bleibt klar: Sauberkeit ist wichtig – und Schmutz ist kein Gesundheitsbooster.
Wenn es darum geht, Kinder zu gesundem Essen zu motivieren, greifen Erwachsene gern zu kreativen Geschichten. Etwa der Klassiker: Wer Spinat isst, bekommt Muskeln wie Popeye. Spinat liefert tatsächlich viel Eisen – wichtig für die Muskelfunktion. Doch für echte Stärke braucht es mehr: Proteine, regelmässiges Training und eine insgesamt ausgewogene Ernährung.
Lange galten Eier als No-Go für Menschen mit hohem Cholesterin. Heute ist klar: Der Einfluss von Eiern auf den Cholesterinspiegel ist viel kleiner, als früher angenommen. Sie sind weder Hauptverursacher hoher Werte noch müssen sie grundsätzlich gemieden werden. Entscheidend bleibt die gesamte Ernährung – nicht das Zmorge-Ei.
«Nach 18 Uhr essen macht dick» – eine Behauptung, die sich hartnäckig hält, aber wissenschaftlich nicht belegt ist. Entscheidend ist die gesamte Kalorienmenge über den Tag. Wer mehr Energie aufnimmt, als der Körper verbraucht, nimmt zu – unabhängig von der Uhrzeit. Und: Sehr fettige oder süsse Mahlzeiten sind grundsätzlich keine gute Idee, egal ob morgens oder abends.
Viele Eltern sprechen vom Zuckerschock, wenn Kinder nach Süssem überdreht wirken. Zucker liefert zwar Energie, doch ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Zucker und Hyperaktivität existiert nicht. Oft fällt beides einfach zusammen: aufregende Feste – und süsse Snacks.
Viele Verbraucher glauben, Light-Produkte seien automatisch gesünder. Doch oft sind diese Lebensmittel grundsätzlich ungesund – ob light oder nicht. Selbst wenn Fett oder Zucker reduziert wurden, bleiben sie häufig kalorienreich oder sehr süss. Die bessere Wahl sind echte, unverarbeitete Alternativen wie Früchte und Gemüse.
Oft wird behauptet, dass man nur dann leistungsfähig in den Tag starten kann, wenn man vorher gefrühstückt hat. Vielen Menschen ist aber nicht gleich nach dem Aufstehen danach, zu frühstücken. Viele trinken lieber Kafi und essen später – und das ist okay. Wichtig ist, dass die Ernährung insgesamt ausgewogen ist. Nicht jeder braucht einen Zmorge, um morgens fit zu sein.
Viele Menschen waschen rohes Fleisch, bevor sie es zubereiten. Angeblich sollen so Keime entfernt werden. Tatsächlich ist das Waschen eher kontraproduktiv, da die Bakterien durch das Spritzwasser höchstens noch mehr verteilt werden. Das Braten oder Garen tötet die Bakterien an der Oberfläche ohnehin zuverlässig ab und ein Waschen ist daher nicht nötig.
Brauner Rohrzucker erlebt einen Hype. Fast jedes Café bietet neben weissem Zucker inzwischen auch braunen zum Kafi an. Aber warum? Tatsächlich sind die Vorteile für die Gesundheit minimal. Beide Zuckerarten enthalten fast den gleichen Kalorien- und Nährstoffgehalt. Brauner Zucker ist also weder merklich gesünder noch nachhaltiger.
Gelegenheitstrinker rechtfertigen ihren Alkoholkonsum oftmals mit dem Irrglauben, dass ein Glas Wein am Tag die Gesundheit fördere. Besonders von Rotwein, der viele Antioxidantien enthält, wird dies oftmals behauptet. In Wahrheit überwiegt jedoch der negative Effekt, den der Alkohol auf die Gesundheit ausübt.
«An Apple a Day keeps the Doctor away» – diesen Spruch darf man natürlich nicht ganz wörtlich nehmen. Dass zu einem gesunden Lebensstil mehr als nur ein Apfel am Tag gehört, ist wohl den meisten klar. «An Apple a Day» ist aber auf jeden Fall ein guter Ansatz, der durch Bewegung und eine allgemein ausgewogene Ernährung ergänzt werden darf.
Manche Mythen sind ganz offensichtlich nur Mythen. In anderen Fällen fällt die Unterscheidung schon schwerer. Ist Milch wirklich ein Muntermacher? Regt Studentenfutter die Gehirnfunktion an? Enthalten Gummibärchen Schwein? Die Liste der Fragen könnte endlos fortgesetzt werden. Manche vermeintlichen Fakten sind in Wirklichkeit berühmte Werbe-Slogans oder einfach nur hartnäckige Gerüchte.
Werbung spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Mythen. Slogans wie «Milch macht müde Mädchen munter» haben sich tief in das Bewusstsein vieler Konsumenten eingebrannt. Da die Milchindustrie immer wieder damit wirbt, wie wichtig Milch für die Entwicklung von Kindern ist, glauben manche tatsächlich, dass sogar süsse Produkte wie die «Milchschnitte» gesund sind.
Konsumenten sollten also gut aufpassen, was sie aus welchem Grund kaufen oder meiden. Zwar lässt sich heutzutage alles schnell im Internet nachprüfen, aber lange nicht alle Informationsquellen im Netz sind seriös.
Ernährungsmythen im Check
Was passiert mit Kaugummis im Magen? Dazu kursieren viele Kindheitsmythen. Einer behauptet, ein geschluckter Kaugummi bleibe sieben Jahre im Bauch. Ein anderer warnt, er könne den Magen verkleben. Beides ist falsch. Zwar kann der Körper Kaugummi nicht verdauen, doch er bleibt nicht im Verdauungstrakt hängen – er wird ganz normal wieder ausgeschieden.
Der alte Mythos, Milch würde bei Gewitter schneller verderben, hält sich hartnäckig. Früher glaubten Menschen, elektrische Ladungen in der Luft machten sie sauer – in Zeiten ohne Kühlschränke eine plausible Erklärung. Tatsächlich war aber wohl die Hitze schuld, die typischerweise vor Sommergewittern liegt und Milch schneller kippen lässt. Heute sorgt der Kühlschrank dafür, dass Gewitter der Milch völlig egal sind.
«Das kann man noch essen, es war ja nur drei Sekunden am Boden.» Solche Sprüche kennen viele aus der Kindheit – und ja, oft sagen wir sie, um den Alltag einfacher zu machen. Wissenschaftlich hält die Regel aber nicht stand. Entscheidend ist nicht die Zeit auf dem Boden, sondern wie dieser beschaffen ist und was da eigentlich heruntergefallen ist. Vor allem feuchte Lebensmittel auf glatten Böden nehmen Schmutz und Keime besonders schnell auf.
Kleine Kinder essen nun einmal Sand und Schmutz – ganz vermeiden lässt sich das kaum. Also entsteht schnell der Spruch: «Dreck macht Speck.» Die Botschaft dahinter: Ein bisschen Schmutz soll das Immunsystem stärken. Ganz so einfach ist es aber nicht. Zwar kann übertriebene Hygiene tatsächlich schaden, dennoch bleibt klar: Sauberkeit ist wichtig – und Schmutz ist kein Gesundheitsbooster.
Wenn es darum geht, Kinder zu gesundem Essen zu motivieren, greifen Erwachsene gern zu kreativen Geschichten. Etwa der Klassiker: Wer Spinat isst, bekommt Muskeln wie Popeye. Spinat liefert tatsächlich viel Eisen – wichtig für die Muskelfunktion. Doch für echte Stärke braucht es mehr: Proteine, regelmässiges Training und eine insgesamt ausgewogene Ernährung.
Lange galten Eier als No-Go für Menschen mit hohem Cholesterin. Heute ist klar: Der Einfluss von Eiern auf den Cholesterinspiegel ist viel kleiner, als früher angenommen. Sie sind weder Hauptverursacher hoher Werte noch müssen sie grundsätzlich gemieden werden. Entscheidend bleibt die gesamte Ernährung – nicht das Zmorge-Ei.
«Nach 18 Uhr essen macht dick» – eine Behauptung, die sich hartnäckig hält, aber wissenschaftlich nicht belegt ist. Entscheidend ist die gesamte Kalorienmenge über den Tag. Wer mehr Energie aufnimmt, als der Körper verbraucht, nimmt zu – unabhängig von der Uhrzeit. Und: Sehr fettige oder süsse Mahlzeiten sind grundsätzlich keine gute Idee, egal ob morgens oder abends.
Viele Eltern sprechen vom Zuckerschock, wenn Kinder nach Süssem überdreht wirken. Zucker liefert zwar Energie, doch ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Zucker und Hyperaktivität existiert nicht. Oft fällt beides einfach zusammen: aufregende Feste – und süsse Snacks.
Viele Verbraucher glauben, Light-Produkte seien automatisch gesünder. Doch oft sind diese Lebensmittel grundsätzlich ungesund – ob light oder nicht. Selbst wenn Fett oder Zucker reduziert wurden, bleiben sie häufig kalorienreich oder sehr süss. Die bessere Wahl sind echte, unverarbeitete Alternativen wie Früchte und Gemüse.
Oft wird behauptet, dass man nur dann leistungsfähig in den Tag starten kann, wenn man vorher gefrühstückt hat. Vielen Menschen ist aber nicht gleich nach dem Aufstehen danach, zu frühstücken. Viele trinken lieber Kafi und essen später – und das ist okay. Wichtig ist, dass die Ernährung insgesamt ausgewogen ist. Nicht jeder braucht einen Zmorge, um morgens fit zu sein.
Viele Menschen waschen rohes Fleisch, bevor sie es zubereiten. Angeblich sollen so Keime entfernt werden. Tatsächlich ist das Waschen eher kontraproduktiv, da die Bakterien durch das Spritzwasser höchstens noch mehr verteilt werden. Das Braten oder Garen tötet die Bakterien an der Oberfläche ohnehin zuverlässig ab und ein Waschen ist daher nicht nötig.
Brauner Rohrzucker erlebt einen Hype. Fast jedes Café bietet neben weissem Zucker inzwischen auch braunen zum Kafi an. Aber warum? Tatsächlich sind die Vorteile für die Gesundheit minimal. Beide Zuckerarten enthalten fast den gleichen Kalorien- und Nährstoffgehalt. Brauner Zucker ist also weder merklich gesünder noch nachhaltiger.
Gelegenheitstrinker rechtfertigen ihren Alkoholkonsum oftmals mit dem Irrglauben, dass ein Glas Wein am Tag die Gesundheit fördere. Besonders von Rotwein, der viele Antioxidantien enthält, wird dies oftmals behauptet. In Wahrheit überwiegt jedoch der negative Effekt, den der Alkohol auf die Gesundheit ausübt.
«An Apple a Day keeps the Doctor away» – diesen Spruch darf man natürlich nicht ganz wörtlich nehmen. Dass zu einem gesunden Lebensstil mehr als nur ein Apfel am Tag gehört, ist wohl den meisten klar. «An Apple a Day» ist aber auf jeden Fall ein guter Ansatz, der durch Bewegung und eine allgemein ausgewogene Ernährung ergänzt werden darf.
Manche Mythen sind ganz offensichtlich nur Mythen. In anderen Fällen fällt die Unterscheidung schon schwerer. Ist Milch wirklich ein Muntermacher? Regt Studentenfutter die Gehirnfunktion an? Enthalten Gummibärchen Schwein? Die Liste der Fragen könnte endlos fortgesetzt werden. Manche vermeintlichen Fakten sind in Wirklichkeit berühmte Werbe-Slogans oder einfach nur hartnäckige Gerüchte.
Werbung spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Mythen. Slogans wie «Milch macht müde Mädchen munter» haben sich tief in das Bewusstsein vieler Konsumenten eingebrannt. Da die Milchindustrie immer wieder damit wirbt, wie wichtig Milch für die Entwicklung von Kindern ist, glauben manche tatsächlich, dass sogar süsse Produkte wie die «Milchschnitte» gesund sind.
Konsumenten sollten also gut aufpassen, was sie aus welchem Grund kaufen oder meiden. Zwar lässt sich heutzutage alles schnell im Internet nachprüfen, aber lange nicht alle Informationsquellen im Netz sind seriös.
Viele Lebensmittelmythen begleiten uns im Alltag. Doch stimmen sie auch? Wir haben die bekanntesten Lebensmittelmythen unter die Lupe genommen.