Trainingstipps

Wie ein Bewegungsmuffel die richtige Sportart für sich findet

Von Sulamith Ehrensperger

23.9.2019

Es braucht vielleicht eine Weile, um herauszufinden, welche Sportart einen erfüllt. Wer seine Bewegungsart gefunden hat, trainiert leichtfüssiger.
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Sich zum Sport zu motivieren, ist mitunter schwer – besonders am Anfang. Doch mit diesen Tipps stossen auch Sie auf Ihre Sportart. 

Schwimmen, Zumba oder doch lieber Fussball? Die Suche nach der richtigen Sportart ist ein emotionales Thema.

Denn es bringt nichts, sich zum Sport zu zwingen, nur weil Experten dies empfehlen oder die Nachbarin von einem trendy Workout schwärmt. Es ist schwierig am Ball zu bleiben, wenn die Sportart nicht zum eigenen Alltag, dem Alter, der Konstitution und dem Trainingszustand passt.

Macht das Training keine Laune, hängen die Sportschuhe bekanntlich rasch wieder am Nagel. «Es ist daher wichtig, etwas zu finden, das Spass macht und zum Lebensstil passt. Motivation macht über 50 Prozent vom Erfolg aus, damit man regelmässig Sport treibt», sagt die Sportphysiotherapeutin Victoria Dändliker.

Mit diesen vier Tipps gelingt die Suche nach der richtigen Sportart leichter: 

1. Stellen Sie die richtigen Fragen 

Auch ein sportliches Vorhaben braucht den richtigen Rahmen: Wie viel Zeit und Geld kann ich in meine Sportart investieren?

Die richtigen Fragen helfen auf dem Weg zum Ziel, erläutert Dändliker: Welcher Typ bin ich? Möchte ich lieber in einer Gruppe trainieren oder allein? Was bereitet mir Freude? Wann und wie oft habe ich Zeit für Sport? Welches Budget habe ich zur Verfügung? Die Sportphysiotherapeutin hat ihre Sportarten gefunden: Sie hält sich mit Joggen, TRX-Training und Yoga fit.

2. Setzen Sie sich Ziele 

Wer ein Ziel hat, ist motivierter. «Wenn ich beispielsweise weiss, dass ich für einen spezifischen Lauf trainiere, ist der Ansporn grösser, regelmässig etwas für mein Ziel zu tun und mich zu verbessern», erklärt Dändliker.

Das Training zu zweit stärkt nicht nur die Muskelkraft und die Koordination, sondern auch das Miteinander.
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Die meisten wollen mit ihrem Sportprogramm Muskeln aufbauen, Gewicht verlieren oder die Ausdauer verbessern. Aber auch die soziale Interaktion kann laut der Expertin ein Grund sein: «Das Training in einer Gruppe oder zu zweit kann sich sehr positiv auf die Motivation als auch den Leistungsumfang auswirken.»

3. Entdecken Sie Ihre Vorlieben 

Wer Mühe hat, seine Sportart zu finden, dem hilft vielleicht ein kleiner Trick: «Haben Sie in der Jugend einen Sport betrie­ben, der Ihnen gefallen hat? Probieren Sie diesen noch mal aus», sagt der Sportprofessor Ingo Froböse in einem Interview. «Dann verbinden Sie damit positive Jugenderinnerungen – das erhöht die Freude beim Training. Bei mir ist das die Leichtathletik.»

4. Holen Sie Freunde und Familie an Bord

Mit gegenseitiger Motivation klappt es leichter. Ein sportliches Date ist matchentscheidend, wenn sich der innere Schweinehund mal wieder meldet. Oder noch besser: die eigene Familie ins Training einbeziehen. Zusammen für ein gemeinsames Ziel schwitzen, das schweisst zusammen.

Victoria Dändliker ist Sportphysiotherapeutin beim «Physiozentrum», die grösste unabhängige Physio-Anbieterin der Schweiz.  
Bild: Physiozentrum

Wer dem Körper allerdings zu viel zumutet, kommt an sein Limit. Die Folgen können Überlastung, Leistungstiefs und Frustration sein – es sind die häufigsten Motivationskiller im Leben eines Hobbysportlers.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt für Erwachsene etwa 2,5 Stunden Aktivität mit mittlerer Intensität pro Woche. Mit zunehmendem Alter empfiehlt Dändliker auch vermehrt Gleichgewicht und Koordination zu trainieren – da die Leistungsfähigkeit der koordinativen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter erwiesenermassen abnimmt.

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