Arbeiten im Homeoffice? Sieben Tipps, damit es klappt

Marianne Siegenthaler

16.3.2020 - 07:40

Nein, das Sofa oder das Bett ist kein guter Arbeitsplatz. Auch wenn man sich da mit dem Laptop ganz gemütlich hinfläzen kann.
Bild: Getty Images

Wegen des Coronavirus arbeiten zurzeit viele Menschen in der Schweiz von Zuhause aus. Eine ungewohnte Situation. Mit diesen Tipps wird der Arbeitsplatz daheim der perfekte Ort für Produktivität und Ideen.

Kein Pendeln, keine fixen Arbeitszeiten, kein Grossraumbüro, kein Chef, keine Sitzungen – Homeoffice hat jede Menge Vorteile. Aber nicht nur. Vor allem Ablenkung, aber auch Isolation können zum Problem werden.

Journalistin Marianne Siegenthaler, die regelmässig für «Bluewin» schreibt, und seit vielen Jahren im Homeoffice arbeitet, hat sieben Tipps, wie man sein Arbeitspensum auch daheim effizient durchziehen und trotzdem die neu gewonnene Freiheit geniessen kann.

1. Der Arbeitsplatz

Nein. Das Sofa ist kein guter Arbeitsplatz. Auch wenn man sich da mit dem Laptop ganz gemütlich hinfläzen kann. Doch auf die Dauer holt man sich so Rückenschmerzen und richtig gut tippen lässt es sich auch nicht. Ausserdem gilt ja meistens: Wo ein Sofa, da auch ein Fernseher. Und da ist die Versuchung gross, nur ganz kurz mal reinzuschauen. Besser also man richtet sich einen Arbeitsplatz mit Tisch, bequemer Sitzgelegenheit und guter Beleuchtung ein.

2. Die Arbeitszeiten

Klar, theoretisch könnte man irgendwann arbeiten, Hauptsache, man wird rechtzeitig fertig. Aber wer Nachtarbeit nicht gewöhnt ist – und das dürfte bei den meisten Arbeitnehmenden im Dienstleistungssektor der Fall sein – der tut sich schwer damit. Also besser den Wecker stellen, wenn auch etwas später als üblich – denn die Zeit, die man ansonsten mit Pendeln vertrödelt, die darf man jetzt im Bett verbringen.



3. Das Outfit

Einfach im Pyjama zum Laptop greifen und loslegen? Besser nicht. Denn das Pischi signalisiert den Bett-Modus – und der taugt sicher nicht zum Arbeiten. Ein bequemes Outfit ist ok, aber den Arbeitstag beginnt man besser, indem man sich anzieht und wie gewohnt frühstückt.

4. Die Ablenkung

Das ist die grösste Herausforderung – denn zu Hause gibt es immer etwas zu tun. Wäsche falten zum Beispiel. Aufräumen. Oder erst mal richtig einkaufen gehen. Klar kann man im Homeoffice mal schnell die Waschmaschine laufen lassen, aber der Frühlingsputz muss auf die Freizeit verschoben werden. Das gilt übrigens auch für die Lieblingsserie am TV.

Einfach im Pyjama zum Laptop greifen und loslegen? Besser nicht.
Bild: Getty Images

5. Die Geringschätzung

Erfahrungsgemäss glauben viele Menschen, dass wer zu Hause arbeitet, eigentlich gar nicht «richtig» arbeitet, und folglich jede Menge Zeit für andere Dinge hat. So bekommt man gerne Spontanbesuche zum Käfele. Oder man soll die Päckli der Nachbarn entgegennehmen. Oder anderweitig einspringen, wenn grad mal Not am Mann oder der Frau ist. Bei aller Hilfsbereitschaft: Hier muss man konsequent bleiben. Schliesslich hat das Arbeitspensum wohl kaum abgenommen, nur weil man es jetzt zu Hause schaffen muss.

6. Die Isolation

Wer gerne Kontakt mit den Kollegen pflegt, sich in Sitzungen austauscht oder gemeinsam in der Kantine isst, der kann sich im Homeoffice schnell mal isoliert fühlen. Wenn sich praktisch der ganze Austausch auf E-Mails oder gelegentliche Telefonate beschränkt, ist das für manche Menschen gewöhnungsbedürftig. Wichtig ist deshalb, dass man für soziale Kontakte sorgt, und zum Beispiel mit Bekannten zum Zmittag abmacht oder auch zum Feierabendbier mit Kollegen.



7. Die Regeln

Das ist wohl das Wichtigste: die Regeln. Denn bei so viel Freiheit geht es schlicht nicht ohne. Konkret heisst das: Während der Arbeit kein TV, keine Computerspiele, kein Instagram, WhatsApp-Chats und ähnliches. Nicht ständig zum Kühlschrank pilgern. Feste Pausen einplanen. Rechtzeitig, aber nicht frühzeitig in den Feierabend – so könnte das mit dem Homeoffice ganz gut funktionieren.

Das sind die zwölf verrücktesten Pflanzen der Welt

Zurück zur Startseite