Grand Egyptian Museum Wir waren im grössten Museum der Welt – schon der Eingang birgt eine Überraschung

Christian Thumshirn

24.5.2026

IMAGO / Anadolu Agency

In Kairo steht seit kurzem das grösste Museum der Welt. Die Fertigstellung hat gleich lange gedauert wie der Bau der Cheops-Pyramide. blue News hat das Grand Egyptian Museum besucht und sich durch über 100'000 Ausstellungsstücke gestaunt – das sind unsere Highlights.

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Das Grand Egyptian Museum ist ein Bau der Superlative, der bewusst mit Grösse, Sichtachsen und Nähe zu den Pyramiden von Gizeh arbeitet. Architektur und Ausstellungsdesign setzen dabei klar auf Wirkung und Monumentalität.
  • In direkter Sichtweite der Pyramiden schlägt das GEM eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und macht 4000 Jahre Geschichte unmittelbar erlebbar.
  • Dieses Listicle zeigt jene Exponate des Grand Egyptian Museum, die blue News beim Besuch vor Ort besonders aufgefallen sind.

«Von diesen Monumenten blicken 40 Jahrhunderte auf euch herab.» Mit diesen Worten soll Napoleon Bonaparte im Morgengrauen des 21. Juli 1798 seine Soldaten vor der Schlacht bei den Pyramiden eingeschworen haben. Der Ausgang war eindeutig: Rund 30 gefallene Franzosen standen fast 5000 getöteten oder verwundeten Gegnern gegenüber. Der Sieg über die Mamluken ebnete Napoleon den Weg nach Kairo und markierte zugleich das Ende von fast 700 Jahren türkischer Herrschaft in Ägypten.

Ironischerweise fand die entscheidende Schlacht aber gar nicht direkt bei den Pyramiden statt. Doch Bonaparte kannte ihre gewaltige Symbolkraft – und nutzte sie gezielt für seine Propaganda. Ein ähnliches Gespür für Wirkung dürfte auch bei der Standortwahl des neuen ägyptischen Nationalmuseums eine Rolle gespielt haben.

Seit 2005 bauten die Ägypter an ihrem al-matḥaf il-kabīr, wörtlich übersetzt «dem grossen Museum» – fast schon ein Understatement für den 167'000 qm grossen Monumentalbau. Wobei: Die alten Ägypter benötigten für die Cheops-Pyramide kaum länger. Auch sie soll in rund 20 Jahren fertiggestellt worden sein.

Die Dimensionen des Grand Egyptian Museum sind monumental und können es in ihrer Wirkung durchaus mit den Pyramiden aufnehmen: Die Frontfassade misst 800 Meter, 81'000 Quadratmeter stehen als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Allein der Grabschatz Tutanchamuns wird auf 7500 Quadratmetern präsentiert.

Über 100'000 Ausstellungsstücke erwarten dich im GEM – eine Fülle, die Besucherinnen und Besucher erst einmal erschlägt.

blue News war vor Ort und zeigt dir eine Auswahl der Highlights, die du im grössten Archäologiemuseum der Welt auf keinen Fall verpassen solltest.

Der hängende Obelisk

Noch bevor du die riesige Eingangshalle des Grand Egyptian Museum betrittst, sorgt ein Detail für Stirnrunzeln: Ein Obelisk steht nicht auf dem Boden – er schwebt. Der 15,5 Meter hohe und 87 Tonnen schwere Koloss aus der Zeit von Ramses II. ruht auf vier schwarzen Basalt-Pfeilern.

Die beeindruckende Kulisse des Grand Egyptian Museum (GEM) in Gizeh, dominiert von der monumentalen Fassade und dem davor thronenden hängenden Obelisken von Ramses II.
Die beeindruckende Kulisse des Grand Egyptian Museum (GEM) in Gizeh, dominiert von der monumentalen Fassade und dem davor thronenden hängenden Obelisken von Ramses II.
Christian Thumshirn

Und das hat einen guten Grund:

Der Obelisk ist nämlich auch unten beschriftet. An seiner Unterseite versteckte sich über 3500 Jahre lang die Kartusche des Pharaos. Erst durch das «Schweben» wird sie sichtbar – ziemlich kurios und weltweit einmalig.

Die Unterseite des hängenden Obelisken mit den Kartuschen von Ramses II.
Die Unterseite des hängenden Obelisken mit den Kartuschen von Ramses II.
Christian Thumshirn

Ein archäologischer Wow-Moment, der zeigt: Selbst Jahrtausende alte Monumente können noch überraschen.

Erst Ramses II., dann das Museum

Wenn du das Grand Egyptian Museum (GEM) betrittst, stehst du sofort vor dem Giganten: Ramses II. Die 83 Tonnen schwere Statue musste schon früh in der Eingangshalle platziert werden – später hätte man sie wegen ihres Gewichts kaum mehr ins fertige Gebäude gebracht. Das Museum wurde deshalb praktisch um den Pharao herum gebaut.

Die Kolossalstatue von Ramses II. stand rund ein halbes Jahrhundert lang am Hauptbahnhof in Kairo, im August 2006 wurde sie dann zum neuen Museumsgelände bei Gizeh transportiert.
Die Kolossalstatue von Ramses II. stand rund ein halbes Jahrhundert lang am Hauptbahnhof in Kairo, im August 2006 wurde sie dann zum neuen Museumsgelände bei Gizeh transportiert.
Christian Thumshirn

Zuvor stand die monumentale Skulptur übrigens jahrelang mitten im Trubel, direkt am Hauptbahnhof in Kairo, der auch unter dem Namen Ramses-Station bekannt ist.

Kleine Warnung am Rande:

Feuchter Fail im neuen Grand Egyptian Museum – Warum Pharao Ramses für überraschend nasse Besucher sorgt

Feuchter Fail im neuen Grand Egyptian Museum – Warum Pharao Ramses für überraschend nasse Besucher sorgt

Im neuen Grand Egyptian Museum sorgt Ramses II für offene Münder – und nicht selten für eine feuchte Überraschung. Mitten im hochmodernen Vorzeigebau lauert ein Detail, das Museum zum Viralhit macht.

24.11.2025

Hatschepsut: Die Pharaonin mit Bart

Über eine breite Treppe gelangst du in den Galerie-Bereich.

Die monumentale Treppe im GEM ist selbst Ausstellungsraum: Kolossale Statuen sind entlang der Stufen thematisch angeordnet und erzählen von Macht, Göttern und Königen des Alten Ägyptens.
Die monumentale Treppe im GEM ist selbst Ausstellungsraum: Kolossale Statuen sind entlang der Stufen thematisch angeordnet und erzählen von Macht, Göttern und Königen des Alten Ägyptens.
IMAGO / Anadolu Agency

Zwischen überlebensgrossen Statuen darfst du die erste Frau auf dem Pharaonen-Thron auf keinen Fall verpassen: Das ist schneller passiert, als du denkst, denn Hatschepsut liess sich oft männlich darstellen.

Königin Hatschepsut: Bart, Königsschurz und männliche Statur
Königin Hatschepsut: Bart, Königsschurz und männliche Statur
Christian Thumshirn

Bart, Königsschurz, männliche Statur: Im alten Ägypten war der Pharao per Definition ein Mann. Um ihre Macht zu sichern, zeigte sich Hatschepsut deshalb nicht als Frau, sondern als Herrscher.

Die Kolossalstatue erzählt aber noch mehr: Nach ihrem Tod liess ihr Nachfolger Thutmosis III. viele ihrer Standbilder schänden und ihren Namen aus den Kartuschen entfernen.

Wahrscheinlich ging es ihm dabei weniger um persönliche Rache als um Politik: Er wollte eine Frau auf dem Thron aus der Geschichte tilgen – und seine eigene Dynastie stärken. Genau das macht Hatschepsut zu einem der spannendsten Objekte im GEM.

Alles in Farbe

Genau hinzuschauen lohnt sich, auch in diesem Fall:

Auf dem Rock der mittleren Figur siehst du noch heute Farbreste – ein Detail mit Aha-Effekt. Denn im alten Ägypten waren Skulpturen fast immer farbig gefasst. Farbe war nicht nur Schmuck, sondern eine Ansage: Sie machte Macht, Göttlichkeit und Rang sichtbar.

Ramses II. zwischen Ptah, dem Schöpfer- und Handwerksgott, und der Löwengöttin Sachmet, Göttin von Krieg und Heilung.
Ramses II. zwischen Ptah, dem Schöpfer- und Handwerksgott, und der Löwengöttin Sachmet, Göttin von Krieg und Heilung.
Christian Thumshirn

Die monumentale Statue zeigt Ramses II. zwischen Ptah und der Göttin Sachmet. Was heute wie nackter Stein wirkt, war einst leuchtend bemalt. Die verbliebenen Pigmente erinnern daran, dass das alte Ägypten nicht grau, sondern überraschend bunt war.

Ägyptische Plastiken – so auch diese Statuengruppe – waren ursprünglich fast vollständig bemalt. Die heute sichtbaren Farbreste auf dem Rock der mittleren Figur bestätigen diese Praxis.
Ägyptische Plastiken – so auch diese Statuengruppe – waren ursprünglich fast vollständig bemalt. Die heute sichtbaren Farbreste auf dem Rock der mittleren Figur bestätigen diese Praxis.
Christian Thumshirn

Im Schatten der Pyramiden

Hier lohnt sich ein Zwischenstop. Die Panoramafenster im ersten Stock des GEM sind bewusst auf die Pyramiden von Gizeh ausgerichtet. Denn das Museum steht nicht zufällig genau hier: Es wurde in Sichtweite der Pyramiden gebaut, um Alt und Neu zu verbinden. Drinnen die Schätze, draussen ihr ursprünglicher Kontext.

Das Design des Museums basiert auf präzisen visuellen Achsen, die direkt auf die Spitzen der drei Pyramiden von Gizeh ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung war ein zentrales Element des Architekturwettbewerbs.
Das Design des Museums basiert auf präzisen visuellen Achsen, die direkt auf die Spitzen der drei Pyramiden von Gizeh ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung war ein zentrales Element des Architekturwettbewerbs.
Christian Thumshirn

Die Architektur spielt mit dieser Achse – dein Blick wandert automatisch vom Museum zurück zu den Monumenten, für die viele der Objekte einst geschaffen wurden. Ein stiller Moment mit grosser Wirkung – und einer der besten Ausblicke der Welt.

Ein alter Bekannter

Eigentlich wollten wir ihn weglassen. Tutanchamun kennst du ja: Goldmaske, Weltruhm, schon tausendmal gesehen.

Die Goldmaske des Tutanchamun gilt als das bekannteste archäologische Fundstück aus dem alten Ägypten. Sie wiegt über 10 Kilogramm und besteht aus zwei Schichten hochkarätigem Gold.
Die Goldmaske des Tutanchamun gilt als das bekannteste archäologische Fundstück aus dem alten Ägypten. Sie wiegt über 10 Kilogramm und besteht aus zwei Schichten hochkarätigem Gold.
Christian Thumshirn

Doch im GEM geht das nicht. Denn hier werden tatsächlich alle 5398 Funde aus seiner Grabkammer gezeigt – vollständig, zum ersten Mal überhaupt. Und plötzlich staunst du neu: über Alltagsobjekte, Spielbretter, Sandalen – und sogar Bumerangs.

Nur ein Teil der Grabfiguren Tutanchamuns: Insgesamt wurden in seiner Grabkammer 413 Uschebtis gefunden. Sie setzen sich zusammen aus 365 Figuren für jeden Tag des Jahres, 36 Aufsehern pro Woche und 12 weiteren monatlichen Vorarbeitern.
Nur ein Teil der Grabfiguren Tutanchamuns: Insgesamt wurden in seiner Grabkammer 413 Uschebtis gefunden. Sie setzen sich zusammen aus 365 Figuren für jeden Tag des Jahres, 36 Aufsehern pro Woche und 12 weiteren monatlichen Vorarbeitern.
Christian Thumshirn

Luxus für die Füsse

Sie sehen schlicht aus, erinnern an neuzeitliche Flip-Flops und erzählen viel: Die Strohsandalen aus Tutanchamuns Grab bestehen aus geflochtenen Pflanzenfasern vom Nil und stammen aus dem Neuen Reich.

Insgesamt wurden in Tutanchamuns Grab über 80 Paar Sandalen gefunden – ein Luxus, den sich im alten Ägypten nur die Elite leisten konnte, denn die meisten Menschen liefen barfuss.

Doch die Vielzahl könnte noch einen zweiten Grund haben: Forschende vermuten heute, dass Tutanchamun Probleme beim Gehen hatte und besonders auf stützendes Schuhwerk angewiesen war.

Diese Strohsandalen wurden im Grab von Tutanchamun gefunden. Sie erinnern verblüffend an heutige Flip-Flops und zeigen, wie zeitlos ihr Design ist. Alltägliche Gegenstände hatten im Alten Ägypten auch im Jenseits ihren Platz.
Diese Strohsandalen wurden im Grab von Tutanchamun gefunden. Sie erinnern verblüffend an heutige Flip-Flops und zeigen, wie zeitlos ihr Design ist. Alltägliche Gegenstände hatten im Alten Ägypten auch im Jenseits ihren Platz.
Christian Thumshirn

Diese schwarzen Sandalen (siehe Bild unten) gehören zu Tutanchamuns bislang kaum gezeigtem Grabinventar.

Über 100 Jahre lang lagen sie nach ihrer Entdeckung verborgen im Depot und wurden bisher nie öffentlich ausgestellt. Noch vor kurzem befanden sie sich in den Restaurierungsräumen des Grand Egyptian Museum in Gizeh und wurden für ihren grossen Auftritt vorbereitet.

Eines von über 80 Sandalenpaaren aus der Grabkammer Tutanchamuns im Tal der Könige – im Grand Egyptian Museum erstmals öffentlich zu sehen.
Eines von über 80 Sandalenpaaren aus der Grabkammer Tutanchamuns im Tal der Könige – im Grand Egyptian Museum erstmals öffentlich zu sehen.
Christian Thumshirn

Tutanchamuns Bumerangs

Ja, richtig gelesen: In Tutanchamuns Grab lagen auch Bumerangs. Sie zeigen, dass der berühmteste Pharao nicht nur mit Gold begraben wurde, sondern auch mit Alltagsobjekten. Die gebogenen Wurfhölzer dienten wohl der Jagd auf Vögel – und waren zugleich ein Zeichen von Freizeit und Status.

Dieser aerodynamische Bumerang aus Tutanchamuns Grab vereint sakrale Pracht mit praktischem Nutzen:Während er im Jenseits rituell den Triumph des Pharaos über das Chaos symbolisiert, wurden solche Wurfhölzer im Diesseits tatsächlich als effektive Jagdwaffen zur Sumpfvogeljagd eingesetzt.
Dieser aerodynamische Bumerang aus Tutanchamuns Grab vereint sakrale Pracht mit praktischem Nutzen:Während er im Jenseits rituell den Triumph des Pharaos über das Chaos symbolisiert, wurden solche Wurfhölzer im Diesseits tatsächlich als effektive Jagdwaffen zur Sumpfvogeljagd eingesetzt.
Christian Thumshirn

Die Bumerangs aus Tutanchamuns Grab sind rund 3300 Jahre alt und gehören zu den bekanntesten Exemplaren der Antike. Sie sind aber nicht die ältesten, die man kennt. Archäologen fanden ähnliche Wurfgeräte bereits aus der Steinzeit.

Ein stiller Star aus Holz

Zwischen Gold und Glanz blitzt ein beschädigter Holzkopf hervor – und fällt uns mit seiner Anmut sofort ins Auge. Das Objekt wirkt fragil, fast unscheinbar, und doch zieht es magisch an.

Der Kopf des Nefertem (Tutanchamun) symbolisiert in der ägyptischen Mythologie die Wiedergeburt und das Erwachen des Lebens aus der Urwasser-Lotusblüte.
Der Kopf des Nefertem (Tutanchamun) symbolisiert in der ägyptischen Mythologie die Wiedergeburt und das Erwachen des Lebens aus der Urwasser-Lotusblüte.
Christian Thumshirn

Die Skulptur zeigt den jungen König Tutanchamun in der Gestalt des Gottes Nefertem. Der altägyptischen Mythologie zufolge entstand Nefertem zu Beginn der Welt als Lotusblume aus den urzeitlichen Wassern. Er verkörpert das erste Sonnenlicht und den täglichen Neubeginn der Schöpfung. Dargestellt ist der Gott, wie er aus einer blauen Lotusblüte emporsteigt – ein starkes Symbol für Wiedergeburt und ewiges Leben.

Gefunden wurde das kleine Holzköpfchen im äusseren Sarg des Pharaos, es gilt als eines der bedeutendsten Kunstwerke der Amarna-Zeit.

Dass uns ausgerechnet dieses versehrte Holzobjekt so berührt, ist möglicherweise kein Zufall: Tutanchamun bestieg den Thron mit etwa neun Jahren und starb mit rund 19. Der zarte Nefertem-Kopf erzählt leise von der Hoffnung auf einen Neubeginn – und vom Wunsch nach einem Leben über den Tod hinaus.

Cheops Sonnenbarke

Eben noch ein fein gearbeitetes Holzköpfchen aus der Amarna-Zeit – und dann ein Objekt, das jede Dimension sprengt: Die Sonnenbarke des Pharaos Cheops ist rund 43 Meter lang und gehört zu den grössten Originalexponaten des Grand Egyptian Museum.

Die Cheops-Barke ist ein vollständig erhaltenes Schiff aus dem alten Ägypten, das für Pharao Cheops (ca. 2589–2566 v. Chr.) gebaut wurde.
Die Cheops-Barke ist ein vollständig erhaltenes Schiff aus dem alten Ägypten, das für Pharao Cheops (ca. 2589–2566 v. Chr.) gebaut wurde.
Christian Thumshirn

Um sie zu sehen, verlässt man das Hauptgebäude und überquert eine weite Freifläche. Erst in einem separaten Gebäudeteil entfaltet das über 4600 Jahre alte Holzschiff seine ganze Wucht.

Lange Zeit war die Sonnenbarke in einem eigenen Museum direkt neben der Cheops-Pyramide ausgestellt. Erst für das Grand Egyptian Museum wurde sie aufwendig transportiert und neu inszeniert.

Archäologisch wie religiös ist das Holzschiff ein Schlüsselobjekt: Im alten Ägypten sollte der Pharao mit dieser Barke nach dem Tod gemeinsam mit dem Sonnengott Ra durch den Himmel reisen.

Gebaut ganz ohne Nägel, ist sie ein Meisterwerk altägyptischer Technik – und ein Highlight des GEM. 

Nahaufnahme der antiken Bauweise: In V-förmig gebohrten Kanälen fixieren handgeflochtene Seile die massiven Zedernholzplanken der Sonnenbarke ohne die Verwendung von Metall.
Nahaufnahme der antiken Bauweise: In V-förmig gebohrten Kanälen fixieren handgeflochtene Seile die massiven Zedernholzplanken der Sonnenbarke ohne die Verwendung von Metall.
Christian Thumshirn

Für Wiederholungstäter

Wer in ein paar Jahren zurückkehrt, bekommt ein neues Highlight zu sehen:

Die zweite Sonnenbarke des Cheops entsteht Stück für Stück: Noch ist nur das Stahlgerüst zu sehen, auf dem die originalen Holzplanken in den kommenden Jahren schrittweise montiert werden.
Die zweite Sonnenbarke des Cheops entsteht Stück für Stück: Noch ist nur das Stahlgerüst zu sehen, auf dem die originalen Holzplanken in den kommenden Jahren schrittweise montiert werden.
IMAGO / Matrix Images

Das zweite Sonnenboot des Cheops wurde in einer versiegelten Grube südlich der Cheops-Pyramide gefunden – zerlegt, teils stark in Mitleidenschaft gezogen, aber vollständig erhalten. Im GEM soll es nun über mehrere Jahre hinweg neu aufgebaut werden.

Wir finden: Ein guter Grund, um wiederzukommen.

Lieber weniger als zu viel

Das Grand Egyptian Museum ist riesig – architektonisch klar, aber nicht immer intuitiv. Die weiten Hallen und langen Wege wirken beeindruckend, können aber auch erschlagen.

Deshalb unser letzter Tipp: Mach nicht auf alles-oder-nichts. Lass dich treiben, leg Pausen ein – und heb dir ruhig etwas fürs nächste Mal auf. Denn dieses Museum ist definitiv zu gross, um es an einem Tag abzuhaken.

Das GEM – und das haben auch wir festgestellt – belohnt einen Besuch ohne Eile.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Edelweiss.

Alle Infos in Kürze

  • Anreise: Edelweiss fliegt ab Oktober 2026 mehrmals monatlich zum Flughafen Gizeh/Kairo Sphinx. Die Flugzeit beträgt rund 4 Stunden, das erste Sportgepäck der Kategorie Normal (max. 23 kg) reist kostenfrei mit. Buchbar auf flyedelweiss.com
  • Weitere Informationen: Findest du unter Visit Egypt

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13.11.2025