12.10.2017 - 09:12

Wenn das Gesicht juckt und spannt: Rosazea

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von Dr. Jeanne Fürst, Gesundheit heute
 

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Auch schon von Rosazea gehört? Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung führt zu Gesichtsrötungen an Wangen und Nase, teilweise mit kleinen Pusteln. Betroffen sind vor allem hellhäutige Menschen mittleren Alters.

Die Symptome treten typischerweise an Wangen, Nase, Kinn und Stirn auf. Geschätzte 2 bis 10 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Rosazea, dennoch ist das Krankheitsbild wenig bekannt.

Die Krankheit wird in unterschiedliche Subtypen eingeteilt. So leiden einige Betroffene nur an leichten Rötungen, während bei anderen die Augen betroffen sind, oder eine ganz schwere Form zu Gewebswucherungen führen kann.

Die typische «Knollennase» wird häufig für eine Trinkernase gehalten. Da sich die Krankheit im Gesicht zeigt, kann die Rosazea ein psychosoziales Problem darstellen.

Dr. Jeanne Fürst von «Gesundheit heute» erklärt im Video, was man gegen Rosazea tun kann.

Ursache: unklar

Was Rosazea auslöst, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gilt als sicher, dass eine Störung im angeborenen Immunsystem vorliegt. Verschiedene Faktoren - etwa Störungen der natürlichen Immunität, Gefässveränderungen oder zum Beispiel UV-Licht - sollen bei der Entstehung eine Rolle spielen.

Zudem gibt es eine Reihe von Auslösern, die Symptome hervorrufen können. Dazu gehören unter anderem  UV-Strahlen, Kosmetika, Stress, Alkohol, scharfes Essen und Temperaturschwankungen.

Symptome lindern

Heilen kann man Rosazea nicht. Man kann jedoch vorbeugen, indem man auslösende Faktoren meidet, die Haut schonend reinigt und auf Peelings verzichtet. Für die gereizte Haut ist die Anwendung von Sonnencrème unerlässlich.

Bei einer leichter Rosazea helfen spezielle Crèmen, Gels oder Lotionen. In manchen Fällen können Medikamente die Symptome lindern.

Bei der schweren Form schaffen Licht- und Lasertherapie Linderung, Wucherungen können chirurgisch entfent werden. 

 

«Gesundheit heute» läuft jeden Samstag um 18.10 Uhr auf SRF 1. Das Thema der Sendung vom 14. Oktober: Wenn das Atmen schwer fällt.

Rund 400'000 Menschen leiden an der chronischen Lungenerkrankung COPD. Trotzdem ist diese Krankheit wenig bekannt und wird erst sehr spät diagnostiziert. Typische Anzeichen sind Auswurf, Husten und Atemnot bei Anstrengungen. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Treppensteigen oder bergaufgehen wird extrem mühsam oder gar unmöglich.

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