08.01.2018 - 20:27, kd

Lebensbedrohlicher Infekt: Risiko Lungenentzündung

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Weltweit ist die Lungenentzündung die häufigste registrierte Infektionskrankheit. Insgesamt sterben auf der Welt jährlich 3 bis 4 Millionen Menschen an einer Lungenentzündung. Auch in Westeuropa ist sie unter allen Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache.

Die durch Bakterien oder Viren verursachte Lungenentzündung tritt besonders in der kalten Jahreszeit mit verstärkter Häufigkeit auf.

Für die typische Lungenentzündung (typische Pneumonie) sind in der Regel Bakterien als Auslöser verantwortlich. Dazu zählen vor allem sogenannte Pneumokokken, welche für rund 70 Prozent aller Lungenentzündungen verantwortlich sind.

Die atypische Lungenentzündung (atypische Pneumonie) ist seltener. Auslöser sind überwiegend Viren und/oder Pilze. Die Erkrankung beginnt meist schleichender als eine typische bakterielle Lungenentzündung – erst nach mehreren Tagen ist sie voll ausgeprägt. 

Mögliche Symptome

Erstes Anzeichen für die Lungenentzündung ist häufig ein Schüttelfrost. Darauf folgen Fieber und Husten – die Betroffenen husten dabei einen anfangs rostbraunen, später meist gelb-grünlichen Auswurf ab.

In vielen Fällen geht diesem Geschehen ein Infekt des oberen Hals- oder Rachenbereichs voraus. Tritt Atemnot, schnelleres Atmen und eine Verschlechterung des Allgemeinzustands auf, wird ein Arztbesuch unvermeidlich. 

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Closeup over the shoulder front view of late 50's female doctor auscultating a mid 30's unrecognizable man's breathing by using a stethoscope.
Bild: This content is subject to copyright.

Gründliche Diagnose

Bei der körperlichen Untersuchung hört der Arzt vor allem Lunge und Herz ab, denn bestimmte Geräusche können auf eine Lungenentzündung hinweisen. Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung folgen Röntgen- und Laboruntersuchungen, sowie ein umfassendes Blutbild zur Bestätigung des Befunds. 

Die Diagnose bakterieller oder viraler Infekt entscheiden über die Therapiemassnahmen. Die häufig auftretende bakterielle Lungenentzündung wird mit Antibiotika behandelt. Sind Viren für eine Pneumonie verantwortlich helfen Medikamente nur beschränkt, die Therapie konzentriert sich darauf, Komplikationen zu vermeiden. 

Die Risikofaktoren

Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, eine Lungenentzündung zu bekommen, denn ihr Körper kann Krankheitserreger wie Bakterien und Viren weniger gut abwehren.

Zur Risikogruppe gehören alle Kinder bis zum 24. Lebensmonat, sowie Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Aber auch Menschen mit einer chronischen Erkrankung ( zum Beispiel Diabetes) oder erworbenen Immunschwäche (zum Beispiel nach einer Knochenmarkstransplantation oder HIV-Infektion) sind anfälliger für Pneumokokken-Infektionen.

Gehören Sie zu einer der Risikogruppen, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Nutzen einer Pneumokokken-Impfung. Er kann Sie individuell beraten und Nutzen und Risiken abwägen.

So unterstützen Sie die Heilung

Wenn Sie eine Lungenentzündung haben, ist es empfehlenswert, sich möglichst zu schonen und im Bett auszuruhen. Ausserdem ist es wichtig, viel zu trinken – am besten Wasser, verdünnte Fruchtsäfte und Kräutertees.

Zudem können Ihnen bei einer Lungenentzündung spezielle Atemübungen helfen, das Ein- und Ausatmen zu erleichtern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Er kann Ihnen Atemübungen zeigen, die sie selbst zur Therapie regelmässig durchführen können.

 

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