Michelle Hunziker: «Meine Brüste sind die Kessler-Zwillinge»

16.10.2017 - 09:33, Bruno Bötschi

Michelle Hunziker verrät das Geheimnis ihrer Liebe, sagt, warum sie seit Jahren nicht mehr ohne Bodyguard auf die Strasse geht und erklärt, wie sich ihr Putz-Spleen auswirkt.

Schön trifft stark. Entertainerin trifft Schwingerkönig. Zwei Tage reist Michelle Hunziker mit Matthias Sempach durch das Emmental – im Schlepptau ein Dutzend Journalisten. Der Grund: Hunziker/Sempach sind Markenbotschafter von Emmentaler AOP. Die beiden haben viel zu tun: Frischkäse produzieren, Fotos machen, zusammen Schwingen, Red und Antwort stehen.

30 Minuten Gesprächszeit sind dem Journalisten bestätigt. Und dann sitzt sie da, La Hunziker. Geht's gut. Ja, klar geht's gut. Haha! Hunziker trägt eine roten Kaschmirpulli, Jeans und weisse Turnschuhe. Neben ihr nimmt ihre langjährige PR-Managerin Platz, neben dem Journalisten die PR-Frau von Emmentaler. Na dann, fangen wir doch gleich mit ein paar Käse-Fragen an.

«Bluewin»: Frau Hunziker, wir machen heute ein Spiel. Ich stelle Ihnen in den nächsten 30 Minuten möglichst viele Fragen. Und Sie antworten möglichst schnell und kurz. Wenn Ihnen eine Frage nicht passt, sagen Sie einfach «weiter».

Michelle Hunziker: Alles klar, lassen Sie los.

Ursula Andress oder Brigitte Bardot?

Ursi ist eine super Frau. Ich mag sie sehr. Wir sind beide in Ostermundigen aufgewachsen. Aber nicht nur deshalb sind wir sehr miteinander verbunden. Brigitte Bardot kenne ich leider nicht persönlich.

Bern oder Mailand?

Das ist eine gemeine Frage. Mailand.

Appenzeller oder Emmentaler?

Emmentaler.

Dumme Frage, aber was ist der Grund, warum Sie heute ins Emmental gekommen sind und Interviews geben?

(Lacht laut) Soll ich darauf eine dumme Antwort geben? Ernsthaft, ich bin Markenbotschafterin von Emmentaler AOP und deshalb zwei Tage zusammen mit Schwingerkönig Matthias Sempach unterwegs.

Ihr Lieblingsort im Emmental?

Es ist das zweite Mal, dass ich wegen des Emmentalers AOP hier bin. Ich finde es überall wunderschön – in jeder Käserei, in jeder Hütte, in jeder Gemeinde. Das Emmental ist ein Paradies. Ich glaube, es gibt auf der ganzen Welt keinen Ort, der schöner ist.

Sie leben mit Ihrer Familie in Mailand: Wo kaufen Sie in Italien Emmentaler?

Seit ich Markenbotschafterin bin, bekomme ich den Emmentaler AOP direkt nach Hause geliefert. Das ist auch der Grund, weshalb ich Botschafterin werden wollte: Damit ich jeden Tag Emmentaler gratis geliefert bekomme … Nein, nein, das war jetzt ein Witz. Übrigens, ich mag den höhlengereiften Emmentaler AOP am liebsten. Er ist der Hammer.

Essen Ihr Mann, Tomaso Trussardi, und Ihre Kinder auch gerne Emmentaler?

Meine Kinder ja, Tomaso nicht. Aber mein Mann isst auch sonst keinen Käse, nicht einmal Parmigiano.

Schwingen im Emmental: Matthias Sempach erklärte Michelle Hunziker seine Sport derart professionell, dass die bereits nach ein paar Übungsschwüngen den amtierenden Schwingerkönig flach legen konnte.
Bild: PPR Media Relations AG

Ihr Lieblings-Käse-Rezept?

Ich mag viele Käse-Rezepte. Mein allerliebstes jedoch ist Kartoffel-Gratin mit Emmentaler AOP.

Wann gab es das letzte Mal Fondue bei Ihnen daheim?

Weil mein Mann Käse nicht mag, ist das schon ganz, ganz lange her. Ich würde es gerne wieder einmal essen.

Michelle Hunziker kocht: Was gibt es?

Ich bin ein grosser Risotto-Fan. Fleisch kann ich auch ganz gut und natürlich Pasta. Also alles das, was andere Mütter und Hausfrauen können, kann ich auch. Ich gebe aber zu, ich bin nicht die begabteste Köchin der Welt.

Was würden Sie tun oder ändern, wenn Sie eine Woche lang die Königin der Schweiz wären?

Das ist eine schwierige Frage, denn ich lebe seit ich 14 bin in Italien. Italien steckt in einer grossen Krise, politisch und wirtschaftlich. Für mich fühlt es sich deshalb in der Schweiz immer wie im Paradies an: Die Städte sind sauber, die Luft ist gut und die Menschen respektieren sich gegenseitig. Natürlich weiss ich auch, dass es in der Schweiz Dinge gibt, die besser funktionieren könnten. Aber um genau sagen zu können, was ich ändern würde, müsste ich länger hier leben.

Toll. Da haben wir schon ein erstaunlich hohes Reflexionsniveau erreicht. Nur: Michelle Hunziker antwortet viel zu lang, um in 30 Minuten alle Fragen unterzukriegen. Der Interviewer ist bereits unter Druck.

Wirklich wahr, dass Staubsaugen eine Ihrer Lieblingsbeschäftigungen im Haushalt ist?

Bei drei Kindern und zwei Hunden entsteht ganz schnell viel Dreck und so bin ich oft mehrmals am Tag mit Staubsaugen beschäftigt. Mir ist es wichtig, dass unser Haus sauber ist. Ja, ich habe einen Putz-Spleen.

Ihr Lieblingswort auf Italienisch?

Amore.

Und auf Deutsch?

Super.

Ihre Schuhgrösse?

40.

Ihre natürliche Haarfarbe?

Dunkelblond.

Was sagen Sie Ihrem Coiffeur?

Ich sage ihm immer: «Nur ganz, ganz, ganz wenig abschneiden.»

«Michelle Hunziker wirkt, als könnte sie 20 Bahnen Schmetterling schwimmen, zwei Stunden auf dem Stepper trainieren und zehn Runden laufen - und sie würde danach frisch wie eine Rose aussehen», schrieb die italienische Tageszeitung «La Repubblica». - Woher nehmen Sie Ihre Energie?

Ich liebe das Leben. Und ich habe eine Familie, die mir das Gefühl gibt, dass ich gebraucht werde. Ich kann mich um etwas kümmern. Das ist wunderschön und macht mich glücklich.

Wie heisst Ihr Personal-Trainer?

Massimilliano Morbini.

Welche Kritik der letzten Jahre hat Sie am meisten verletzt?

Es gibt nur eine Kritik, die mich verletzen kann: Jene von Menschen, die ich liebe. Ansonsten habe ich keine Probleme mit Kritik, vor allem wenn Sie aufbauend gemeint ist. Meinungen von anderen Menschen anzuhören ist wichtig. Wie ich danach entscheide, ist aber meine Sache. Was gar nicht geht, ist diese hasserfüllte Kritik in den sozialen Medien. Da ich diese Kommentare jedoch nicht lese, können sie mir auch nicht wehtun.

Was ist Ihre «schweizerischste» Seite?

Disziplin.

Und welches Ihre italienischste?

Leichtigkeit.

In welchem Schulfach hatten Sie am meisten die Note 6?

Singen, Zeichnen und Französisch.

Je einen Nagel, also die Note 1, in einer Prüfung geschrieben?

Nie. Ich muss leider sagen, ich war in der Schule eine Streberin (lacht laut).

Wie rebellierten Sie?

Oh, meine arme Mutter... Wie alle Teenager fing ich irgendwann an, zu spät nach Hause zu kommen. Weil ich trotzdem immer gute Noten schrieb, konnten meine Eltern aber nicht viel sagen.

Ihr revolutionärster Gedanke als junge Frau?

Freiheit und Unabhängigkeit.

Was wirft man Ihnen vor?

Weil ich für die Unabhängigkeit kämpfe, wirft man mir vor, dass ich meinen Männern nie das Gefühl gebe, sie seien richtige Männer. Ein Mann will seine Frau beschützen, für sie sorgen und sie natürlich auch ein bisschen kontrollieren. Hat ein Mann jedoch eine unabhängige Frau an seiner Seite, sieht das anders aus. Die Beziehung mit Tomaso läuft deshalb so gut, weil er genau diesen Charakterzug an mir schätzt.

Welches war der historischste Moment in Ihrem Leben?

Die Geburten meiner drei Kinder.

Sie engagieren sich gegen Gewalt an Frauen und haben mit der Rechtsanwältin Giulia Bongiorno die Vereinigung «Doppia Difesa» gegründet. Warum dieses Engagement?

Vor zehn Jahren hatte ich ein riesiges Problem mit einem Stalker. Er sprach sogar Morddrohungen gegen mich aus. In dieser Situation wandte ich mich an Giulia Bongiorno. Zusammen gingen wir vor Gericht. Dieses hat die Belästigung zwar anerkannt, sah aber den Tatbestand des Stalkings nicht erfüllt.

Wie ging es weiter?

Ich wollte das nicht auf mir beruhen lassen. Zusammen mit Giulia, die heute eine gute Freundin von mir ist, gründeten wir die Stiftung «Doppia Difesa»(auf deutsch «doppelte Verteidigung», Anmerkung der Redaktion), um belästigten Frauen zur Seite zu stehen. Ich bin privilegiert und kann mir gute Anwälte leisten. Aber es gibt Tausende von Frauen, die ebenso belästigt werden wie ich, jedoch nicht die Kraft und die Mittel haben, ihre Verfolger vor Gericht zu bringen. Giulia und ich massen uns nicht an, das Problem zu lösen, aber wir möchten so viel wie möglich darüber sprechen. Wir wollen über Mobbing und über häusliche Gewalt reden, und wir möchten die Frauen, die uns kontaktieren, treffen und ihnen auch die Unterstützung von Psychologen und Spezialisten anbieten.

Wirklich wahr, dass Sie in Italien immer von einem Bodyguard begleitet werden, wenn Sie ihr Haus verlassen?

Ja, das stimmt. Seit ich diese Probleme mit dem Stalker hatte, wurde mir klar: Ich muss meine Familie beschützen.

Je einem Mann eine geknallt, weil er Ihnen zu nah kam?

Einmal, ja. Ich war 16 und zusammen mit meiner besten Freundin in einem Club, als ein Mann mir ans Füdli griff. Ich drehte mich um und gab ihm eine Ohrfeige. Der Mann war sicher zwei Meter gross. Meine Freundin starrte mich entgeistert an und schrie: «Jesses, wir müssen sofort weg.» Als wir draussen vor dem Club standen, umarmte sie mich und sagte: «Geil, dass du das gemacht hast.» Man muss eines wissen: Wenn man mich nicht respektiert, werde ich sehr aggressiv. Früher noch mehr als heute.

Eine Viertelstunde ist um: Das ist bisher ein sehr guter Auftritt von ihr, die Antworten gehaltvoll und konzentriert. Es sind keine Allüren zu spüren, es gibt keine affektierten Gesten, keine theatralischen Pausen.

Es gibt nach wie vor nur ein Problem: Michelle Hunziker redet gerne, der Journalist lässt deshalb ab sofort ganze Frageblöcke unerwähnt. Die inhaltlichen Sprünge nimmt sie mit Gelassenheit. La Hunziker: ein Interviewprofi.

Finden Sie, es ist eine Pflicht von prominenten Persönlichkeiten, sich für ärmere Menschen und eine bessere Welt einzusetzen?

Ja, absolut. Ich finde es auch wichtig, dass wir uns für den Klimaschutz einsetzen. In der Schweiz ist das Thema schon ziemlich gut verankert in den Köpfen der Menschen, in Italien noch überhaupt nicht.

Was können Frauen besser als Männer?

«Alles», antwortet die Emmentaler-PR-Frau. Michelle Hunziker lacht.

Ich will die Männer nicht diskriminieren, aber ich muss schon sagen: Wir Frauen sind besser organisiert. Wir bringen Familie, Kinder und Job unter einen Hut und das ohne viel Klagen. Ja, wir Frauen sind es einfach gewohnt, auch immer wieder zu leiden, physisch und psychisch, und deshalb sind wir stärker als die Männer.

Und was können Männer besser als Frauen?

Männer sind besser im Teamwork und haben weniger Paranoia im Kopf.

Michelle Hunziker: «Dranne bliibe, dranne bliibe, dranne bliibe … »
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Michelle Hunziker: «Dranne bliibe, dranne bliibe, dranne bliibe … »

Michelle Hunziker: «Dranne bliibe, dranne bliibe, dranne bliibe … »

13.10.2017

Frauen gehen oft zu zweit auf die Toilette. Jetzt mal ehrlich, was haben die Frauen da immer zu besprechen?

Wir Frauen gehen natürlich nicht zu zweit auf die Toilette, damit wir uns gegenseitig zuschauen können, wie wir das Geschäft erledigen. Stattdessen wollen wir einfach den neusten Tratsch austauschen (lacht laut).

Unterhalten sich Frauen eigentlich oft über Männerpopos?

Ja, ja, die Frauen sind ganz schlimm. Es heisst immer, die Männer würden während dem Fussball schauen oder in der Umkleidekabine über uns Frauen herziehen, aber die Frauen tun das genau so. Wenn ich ehrlich bin, sind wir Frauen sogar noch viel schlimmer, denn wir diskutieren jedes Detail. Ja, die Männer werden richtig fertig gemacht in solchen Diskussionen. Es gibt nur eine Ausnahme.

Welche?

Wenn eine Frau verliebt ist, sagt sie kein Wort.

«Stimmt doch», fragt Michelle Hunziker ihre PR-Managerin, «während solchen Gesprächen machen die Frauen die Männer total fertig?» PR-Managerin: «Stimmt. Aber was ich von meinen männlichen Freunden weiss, gehen die auch gerne ins Detail.» Hunziker: «Wirklich? Bei italienischen Männern ist das anders. Die sagen, mit welchen Frauen sie im Bett waren, aber mehr Initimität gibt es nicht.»

Worauf sind Sie echt stolz?

Auf meine Familie. Natürlich machen mich meine beruflichen Erfolge auch happy, aber das Privatleben ist das Allerwichtigste.

Aurora, Ihre älteste Tochter, wird im Dezember 21. Hört Sie noch auf Ratschläge von Mama?

Aurora und ich sprechen regelmässig zusammen. Wir haben ein super Verhältnis. Unser Altersunterschied beträgt ja nur 19 Jahre. Ich spüre oft, dass etwas in der Luft liegt, bevor Aurora es mir sagt. Umgekehrt ist es genau so.

Und mit dem Papi (Eros Ramazotti, Anmerkung der Redaktion) funktioniert es auch gut?

Ja, ja, ja.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Aurora arbeitet wie Sie beim Fernsehen als Moderatorin. Macht Ihnen das Freude?

Das macht mir sogar sehr viel Freude, weil ich weiss: Sie kann es. Eine Mutter merkt schnell, ob ihr Kind etwas kann oder nicht. Ganz schlimm finde ich, wenn Mütter ihre Kinder zu etwas drängen wollen. Das würde ich nie tun.

Wenn Aurora Geburtstag hat: Trifft sich da eigentlich die ganze Patchwork-Familie Trussardi-Hunziker-Ramazotti zum Feiern?

Der Geburtstag von Aurora läuft meistens so ab: Am Mittag isst sie zusammen mit mir, Tomaso und ihren beiden Geschwistern, danach geht sie zu ihrem Vater und später feiert sie mit ihren Freundinnen. Das Patchwork-Ding ist nicht unsere Sache. Wir gehen super respektvoll miteinander um, haben uns auch alle gerne, aber ich finde, man sollte es nicht übertreiben.

Wann realisierten Sie zum ersten Mal, dass andere Menschen Sie schön finden?

Ich hatte lange Komplexe. Als Kind rasierte mir mein Vater jahrelang die Haare ganz kurz. Ich sah deshalb sehr bubenhaft aus. Bis ich mir irgendwann die Haare wachsen liess. Mit 13 pfiff zum ersten Mal ein Junge hinter mir her. Zuerst wusste ich nicht, was das zu bedeuten hat, dann realisierte ich: Ach so, der findet mich hübsch.

Wie lautet Ihre Liebeserklärung an die bekannteste deutsche Blondine, Thomas Gottschalk?

Thomas ist wirklich ein guter Freund. Ich schätze ihn sehr und wir haben während unseren «Wetten, dass...»-Jahren super zusammengearbeitet. Wir waren ein tolles Team. Ich spürte immer, er schätzt mich sehr. Und wir konnten uns immer aufeinander verlassen.

Wer ist die lustigste Frau der Welt?

Goldie Hawn und Monica Vitti.

Was ist besser: Im Fernsehen aufzutreten oder auf der Bühne zu stehen?

Fernsehen ist mein Alltag, mein tägliches Brot, aber die Bühne ist Magie.

Haben Sie für Geld immer alles gemacht?

Überhaupt nicht. Meine Managerin und ich sagen mehr «Nein» als «Ja».

Wer ist schuld, dass Sie sich 2006 mit «From Noon Till Midnight» als Sängerin versuchten?

Das ist meine Schuld. Ich nahm diese Platte auf, weil ich kurz danach die Sally Bowles im Musical «Cabaret» spielen durfte. Ich dachte, die Platte sei eine gute Vorbereitung. Im Nachhinein kann ich sagen: Es war keine gute Idee.

Streiten Sie gerne?

Nein, überhaupt nicht.

Wann haben Sie Ihren Mann zuletzt auf die Palme gebracht?

Jeden Tag (lacht).

Was kostet ein Ring, mit dem man Michelle Hunziker eine Freude machen kann?

Das ist eine komische Frage. Ein Geschenk ist ein Geschenk.

Wissen Sie auswendig, auf welchem Platz in der Rangliste der reichsten Menschen Italiens Ihr Mann steht?

Ich weiss nicht einmal, ob es so eine Liste gibt. Mein Mann ist reich, aber es gibt noch viel, viel reichere Menschen in Italien.

Emmentaler-PR-Frau: «Noch drei Minuten.» – Na dann, auf zur Schlussrunde: die Busen-Fragen!

Sind Sie gut im Männer anlügen?

Ja (lacht).

Augen, Busen, Hintern – in welcher Reihenfolge werden Sie von den Männern gemustert?

Ich bin 40 und hoffe, dass sie heute zuerst meine Augen anschauen. Früher war das wahrscheinlich anders. Und ob die Leute auf meinen Hintern schauen, kann ich sowieso nicht wissen, ich habe am Hinterkopf ja keine Augen (lacht laut).

Ihre Definition von einem schönen Busen?

Er muss schön straff sein.

Hans und Franz heissen die Busen von Heidi Klum. Haben Ihre Brüste auch Namen?

Eine schöne Idee, aber warum wählt Heidi Klum für ihre Busen Männernamen? Ich würde meine Kessler-Zwillinge nennen (lacht laut).

Je bereut, dass Sie sich am Oberarm ein Tattoo stechen liessen?

Nein, nein. Ich war sehr jung und es war ein schöner Moment mit meinem Ex-Mann zusammen. Ich bereue nie eine Entscheidung, die ich gefällt habe.

Jetzt kommen wir zum Talenttest – Sie schätzen bitte Ihr Talent von null Punkten, keinerlei Talent, bis zu zehn Punkten, maximales Talent, ein. Ihr Talent als Bäuerin?

Ich bin bescheiden und gebe mir die Note 1. Leider habe ich noch nie als Bäuerin gearbeitet. Würde ich jedoch zwei Wochen auf einem Bauernhof arbeiten, gäbe ich mir derart grosse Mühe, dass ich mir danach die Note 10 geben könnte.

... als Feministin?

10.

… Schweizerin des Jahres?

Das würde ich nie selber entscheiden.

… Politikerin?

Ich bin überzeugt davon, dass man in der Politik am meisten erreichen kann, wenn man nicht in der Politik tätig ist.

… als Ehefrau?

Ich glaube, ich bin eine gute Ehefrau und gebe mir 7 oder 8 Punkte.

Sie und Ihr Mann haben getwittert, dass Sie gerne noch einen Sohn hätten und daran arbeiten würden ...

Ich denke, wir werden das Projekt demnächst ernsthaft angehen. Mein Mann ist eben sehr präzise.

Wie meinen Sie das?

Wenn ich die Pille absetze, hat es bisher immer beim ersten oder zweiten Mal geklappt (lacht laut). Und wie heisst es so schön: Dranne bliibe, dranne bliibe, dranne bliibe …

Emmentaler-PR-Frau: «Danke Bruno, dass hat Spass gemacht.»

Zur Person: Michelle Hunziker

Michelle Hunziker wurde 1977 im Tessin geboren und wuchs Ostermundigen auf. Mit 14, nach der Trennung der Eltern, zog sie mit ihrer Mutter nach Italien. Dort machte sie als Model Karriere; schon bald kürten die Medien sie zu «Italiens schönstem Po». 1996 stieg sie ins Fernsehgeschäft ein, wo sie sich seitdem sowohl in Italien als auch in Deutschland erfolgreich behauptet.

Hunziker war von 1998 bis 2009 mit Eros Ramazzotti verheiratet. 2014 gab sie Tomaso Trussardi das Ja-Wort. Sie hat drei Töchter: Aurora, 21, aus erster Ehe und Sole, 4, und Celeste, 2, zusammen mit Trussardi.

«Bluewin»-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten. Bötschi hat viel Erfahrung mit Interviews. Für die Zeitschrift «Schweizer Familie» betreute er viele Jahre die Serie «Traumfänger». Über 200 Persönlichkeiten stellte er dafür die Frage: Als Kind hat man viele Träume – erinnern Sie sich? Das Buch zur Serie «Traumfänger» ist im Applaus Verlag, Zürich, erschienen. Es ist im Buchhandel erhältlich.
Bild: zVg
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