Streit um NofreteteÄgypten eröffnet Museum in Gizeh – und will endlich seine Königin zurück
Von Christian Thumshirn
16.11.2025
Streit um Nofretete – Museum eröffnet – und jetzt will Ägypten seine Königin endlich zurück
Mit der Eröffnung des Grand Egyptian Museum in Gizeh zeigt Ägypten seine grössten Schätze. Doch ausgerechnet die berühmteste Königin des Landes fehlt: Nofretete. Seit über 100 Jahren steht sie in Berlin. Jetzt wird der Ruf nach ihrer Rückkehr lauter.
13.11.2025
Mit der Eröffnung des Grand Egyptian Museum in Gizeh zeigt Ägypten seine grössten Schätze. Doch ausgerechnet die berühmteste Königin des Landes fehlt: Nofretete. Seit über 100 Jahren steht sie in Berlin. Jetzt wird der Ruf nach ihrer Rückgabe immer lauter.
Mit dem neuen Grand Egyptian Museum kehrt auch der Streit um Nofretete zurück. Es ist ein Konflikt, der bis zu ihrer Ausgrabung von 1912 zurückreicht.
Seit über einem Jahrhundert fasziniert und spaltet die Büste der berühmteste Königin des alten Ägypten die Forschung – zwischen Fundteilung, kolonialen Machtfragen und Täuschungsvorwürfen.
Ägypten fordert Gerechtigkeit, Deutschland betont die Rechtmässigkeit der Fundteilung – Nofretete steht im Zentrum eines bis heute ungelösten Streits um Herkunft und Besitz.
Am 1. November hat Ägypten nach zwei Jahrzehnten Bauzeit endlich sein neues kulturelles Herzstück eröffnet: das Grand Egyptian Museum in Gizeh.
Ein Bau der Superlative – direkt neben den Pyramiden, 490’000 Quadratmeter gross, ausgestattet mit modernster Klima- und Sicherheitstechnik.
Über 100’000 Artefakte aus pharaonischer, hellenistischer und römischer Zeit erzählen 7000 Jahre Geschichte. Unter den Giganten: Hatschepsut, Echnaton, Cheops und Tutanchamun – samt goldener Totenmaske, Thron und Streitwagen.
Doch eine fehlt.
Die Schöne mit dem Schwanenhals
Königin Nofretete – die Herrscherin mit dem langen Hals, den mandelförmigen Augen und der unverwechselbaren blauen Krone. Ihre 3400 Jahre alte Büste, aus Stuck um einen Kalkstein geformt und kunstvoll bemalt, gilt als Inbegriff altägyptischer Schönheit – und als eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt.
Doch statt in Gizeh thront sie im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel – und wird so zur Hauptfigur eines Archäologen-Krimis, der seit über hundert Jahren ungelöst ist.
Nofretete im Rampenlicht: Im Neuen Museum in Berlin thront die Königin in einem eigenen Saal – inszeniert wie ein kostbares Geheimnis.
AFP
«Ihr hattet Nofretete lange genug»
Dass ihr Fehlen bei den grossen Opening-Festlichkeiten in Gizeh auffallen würde, war absehbar – dass es eine Welle lostreten würde – ebenso. Denn seit über 100 Jahren streiten sich Ägypten und Deutschland um dieselbe Frage:
Wem gehört die Königin?
Das deutsche Nachrichtenmagazin «Spiegel» bringt die Stimmung mit dem Zitat einer ägyptischen Aktivistin provokativ in den Titel: «Ihr hattet Nofretete lange genug.»
Schon im ersten Satz legt der Artikel über die Eröffnung des neuen ägyptischen Museums die Spur nach Berlin: «Wie der Flughafen BER habe sich auch der Bau des Museums ewig hingezogen» – nur dass in Gizeh nicht Bauverzögerungen, sondern alte Wunden die Schlagzeilen bestimmen.
Die Spur führt nach Berlin
Berlin, Sommer 1913: Nach einer langen Schiffsreise erreicht Nofretete heimlich die deutsche Hauptstadt – die Welt weiss nichts von ihr. Ihr Ausgräber Ludwig Borchardt hält sie unter Verschluss, zeigt sie nur Eingeweihten.
Warum das Versteckspiel? Fürchtet er, dass sein Coup auffliegen könnte?
Der Streit um die Königin
Kairo, Frühjahr 1924: Kaum ist Nofretete im Neuen Museum in Berlin erstmals öffentlich zu sehen, regt sich Protest. Der französische Generaldirektor der ägyptischen Altertümerverwaltung, Pierre Lacau, zweifelt an der Rechtmässigkeit der Fundteilung und vermutet, Borchardt habe die ägyptischen Behörden getäuscht.
Was als fachlicher Disput beginnt, wächst sich zum internationalen Politikum aus.
Bereits in den 1930er-Jahren fordert die nationalistische Regierung Ägyptens die Rückgabe. Adolf Hitler weigert sich: «Ich werde den Kopf der Königin niemals aufgeben», soll er gesagt haben. Er wollte sie in seinem «Führermuseum» ausstellen.
Die Nofretete – Schönheit, Macht und ein Rätsel der Geschichte
Eines der ersten Fotos der Nofretete-Büste, kurz nach ihrem Fund in Tell el-Amarna 1912, v.l.n.r.: Grabungsaufseher Herrmann Ranke, Paul Hollander und Mohammed es-Senussi.
Die Stele des Echnaton mit seiner Familie, heute bekannt als «Klappaltar von Kairo», war jenes Stück, das 1913 bei der Fundteilung als Lot 1 an die ägyptische Seite ging. Im Gegenzug erhielt der deutsche Ausgräber Ludwig Borchardt die Büste der Nofretete.
Bild: IMAGO/United Archives
Königin Nofretete, hier auf einer seltenen, alten Farbaufnahme, ging bei der bis heute umstrittenen Fundaufteilung am 20. Januar 1913 an die deutschen Ausgräber und wurde postwendend nach Berlin verschifft.
Bild: ZUMA Press Wire via Reuters Connect
Schwarzweiss-Fotografie der Nofretete, Dezember 1912. Die aufwendige Glasplattenentwicklung verlangte von den Fotografen höchste Präzision und Ausdauer. Die Objektaufnahmen entstanden als 18 × 24 cm grosse Abzüge.
Ludwig Borchardt dokumentiert den Fund der Nofretete im Grabungstagebuch: Neben einer Skizze der Büste schreibt er: Lebensgrosse bemalte Büste der Königin, 47 cm hoch, mit der oben gerade abgeschnittenen blauen Perücke, die auf halber Höhe noch ein umgelegtes Band hat. Farben wie eben aufgelegt. Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts, ansehen.
Im offiziellen Fundteilungsprotokoll vom 20 Januar 1913 ist die Büste der Nofretete nicht mehr als «bunte Königin» beschrieben, sondern als «Buste en plâtre, peint, d’uneprincesse de la famille royale», also als «Büste aus Gips, bemalt, einer Prinzessin der königlichen Familie».
Ludwig Borchardt mit seiner Frau Emilie, 1929. Cornelius von Pilgrim, Direktor des Schweizerischen Instituts für Ägyptische Bauforschung in Kairo, beschreibt ihn als streitbaren, klar denkenden Forscher, der genau wusste, was er wollte (Quelle: Die Zeit).
Bild: Schweizerisches Institut für Bauforschung und Altertumskunde in Kairo
Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Im Neuen Museum in Berlin lässt sich die bunte Königin von allen Seiten bestaunen. Berliner bezeichnen sie auch gerne als «Mona Lisa der Berliner Museumsinsel».
Bild: AFP
Das neu eröffnete Grand Egyptian Museum bei den Pyramiden von Gizeh – hier würde Nofretete im Falle einer Rückkehr wohl einen ebenso prominenten Platz erhalten.
Bild: Imago
Die Nofretete – Schönheit, Macht und ein Rätsel der Geschichte
Eines der ersten Fotos der Nofretete-Büste, kurz nach ihrem Fund in Tell el-Amarna 1912, v.l.n.r.: Grabungsaufseher Herrmann Ranke, Paul Hollander und Mohammed es-Senussi.
Die Stele des Echnaton mit seiner Familie, heute bekannt als «Klappaltar von Kairo», war jenes Stück, das 1913 bei der Fundteilung als Lot 1 an die ägyptische Seite ging. Im Gegenzug erhielt der deutsche Ausgräber Ludwig Borchardt die Büste der Nofretete.
Bild: IMAGO/United Archives
Königin Nofretete, hier auf einer seltenen, alten Farbaufnahme, ging bei der bis heute umstrittenen Fundaufteilung am 20. Januar 1913 an die deutschen Ausgräber und wurde postwendend nach Berlin verschifft.
Bild: ZUMA Press Wire via Reuters Connect
Schwarzweiss-Fotografie der Nofretete, Dezember 1912. Die aufwendige Glasplattenentwicklung verlangte von den Fotografen höchste Präzision und Ausdauer. Die Objektaufnahmen entstanden als 18 × 24 cm grosse Abzüge.
Ludwig Borchardt dokumentiert den Fund der Nofretete im Grabungstagebuch: Neben einer Skizze der Büste schreibt er: Lebensgrosse bemalte Büste der Königin, 47 cm hoch, mit der oben gerade abgeschnittenen blauen Perücke, die auf halber Höhe noch ein umgelegtes Band hat. Farben wie eben aufgelegt. Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts, ansehen.
Im offiziellen Fundteilungsprotokoll vom 20 Januar 1913 ist die Büste der Nofretete nicht mehr als «bunte Königin» beschrieben, sondern als «Buste en plâtre, peint, d’uneprincesse de la famille royale», also als «Büste aus Gips, bemalt, einer Prinzessin der königlichen Familie».
Ludwig Borchardt mit seiner Frau Emilie, 1929. Cornelius von Pilgrim, Direktor des Schweizerischen Instituts für Ägyptische Bauforschung in Kairo, beschreibt ihn als streitbaren, klar denkenden Forscher, der genau wusste, was er wollte (Quelle: Die Zeit).
Bild: Schweizerisches Institut für Bauforschung und Altertumskunde in Kairo
Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Im Neuen Museum in Berlin lässt sich die bunte Königin von allen Seiten bestaunen. Berliner bezeichnen sie auch gerne als «Mona Lisa der Berliner Museumsinsel».
Bild: AFP
Das neu eröffnete Grand Egyptian Museum bei den Pyramiden von Gizeh – hier würde Nofretete im Falle einer Rückkehr wohl einen ebenso prominenten Platz erhalten.
Bild: Imago
1953, nach dem Militärputsch in Ägypten, greift Präsident Gamal Abdel Nasser den Fall erneut auf. Jahrzehnte später auch Antikenminister Zahi Hawass, der 2007 und 2011 Nofretete wenigstens als Leihgabe zurückfordert.
Doch Berlin bleibt hart – zu empfindlich, heisst es, sei das Meisterwerk für den Transport.
Der Verdacht eines alten Betrugs
2023 sorgt die ägyptische Archäologin Monica Hanna für Aufsehen. Ihr Forschungsteam will Beweise gefunden haben, dass Nofretete rechtswidrig nach Deutschland gelangt sei.
Hanna beschuldigt Ludwig Borchardt, bei der Fundteilung getäuscht zu haben – gestützt auf ein Gesetz von 1891 und einen Vertrag mit dem Grabungsfinanzier James Simon, die ausländischen Archäologen den Besitz ägyptischer Meisterwerke ausdrücklich untersagten.
Berlin kontert
Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz, die heute Eigentümerin der Büste ist, weist alle Vorwürfe zurück. Hermann Parzinger, bis 2025 Präsident der Stiftung, erklärt 2023 gegenüber dem «Spiegel»:
«Von einer Täuschung bei der Teilung, wie immer wieder fälschlicherweise behauptet, kann keine Rede sein.»
Auch die Behauptung, Ägypten habe bereits 1924 formell die Rückgabe gefordert, sei falsch. Es habe, so Parzinger, nur moralische Appelle gegeben – keine rechtlichen Ansprüche.
Tatort Amarna-Tal
Um den Fall zu verstehen, muss man zurück in das Jahr 1912, ins Amarna-Tal, einst Hauptstadt des Pharaos Echnaton. Dort entdeckt Ausgräber Ludwig Borchardt in der Werkstatt des Bildhauers Thutmosis die farbig gefasste Büste der Königin.
Am 6. Dezember 1912 notiert er in sein Grabungstagebuch:
«Lebensgrosse bemalte Büste der Königin. Farben wie eben aufgelegt. Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts – ansehen!»
Am 23. Dezember 1912 wird die Büste der Nofretete im Grabungshaus fachmännisch fotografiert, wie Friederike Seyfried in ihrem Aufsatz «Die Büste der Nofretete, Dokumentation des Fundes und der Fundteilung 1912/1913» detailliert ausführt.
Die 18 mal 24 Zentimeter grossen Schwarzweiss-Abzüge liegen am Tag der offiziellen Fundteilung, dem 20. Januar 1913, zur Ansicht vor.
Die Fundteilung selbst erfolgt nach der damals geltenden Regel einer hälftigen Aufteilung der Funde: Bereits im Juni 1912 hatte der britische Generalkonsul Lord Herbert Kitchener allerdings eine strengere Anwendung der seit 1891 gültigen Bestimmungen angeordnet – «à moitié exacte».
Die französische Formulierung bedeutet wörtlich «exakt halbiert» oder «genau zur Hälfte» und sollte verhindern, dass die europäischen Expeditionen bevorzugt werden.
Das neu eröffnete Grand Egyptian Museum in Gizeh: Nach dem Willen vieler Ägypter*innen soll Nofretete eines Tages hierher zurückkehren – an einen Ort, an dem sie – im Vergleich zum alten Museum in Kairo – gut aufgehoben wäre.
Bild:Imago
Die Nacht vor der Entscheidung
Dementsprechend rechnet Borchardts Team nicht wirklich damit, Nofretete nach Deutschland ausführen zu dürfen.
Am Vorabend der Fundteilung hätten sich die Deutschen in einer feierlichen Zeremonie bei Kerzenschein im Grabungshaus von der Büste verabschiedet, berichtet der zufällig anwesende deutsche Privatgelehrte Bruno Güterbock Jahre später in einem Brief.
Die Fundteilung: Borchardts Coup von Amarna
Anderntags wird in Anwesenheit von Gustave Lefebvre, dem französischen Inspektor der ägyptischen Antikenverwaltung, die Fundteilung offiziell vollzogen. Borchardt, so Zeitzeuge Güterbock, hätte «die Verhandlungen so geschickt geführt, dass sie dennoch auf die deutsche Seite kam».
Rund um diese Szene ranken sich Legenden. Hat Borchardt dem ägyptischen Inspektor nur schlechte Schwarzweiss-Fotos gezeigt? Hat er die Büste gar mit Lehm verschmiert, um ihren Wert zu verschleiern?
Beweise dafür gibt es nicht.
Tatsächlich vermerkt Borchardt in seinem Grabungstagebuch, was Lefebvre inspiziert: «Besonders genau besichtigt er die Stücke aus hartem Gestein: die Stele, die bunte Königin und die Prinzessinnen.»
Auffällig aber: Im offiziellen Protokoll der Fundteilung ist nicht mehr, wie noch im Grabungstagebuch, von einer «bemalten Büste einer Königin» die Rede, sondern nur mehr von einer «Büste aus Gips, bemalt, eine Prinzessin der königlichen Familie».
Offizielles Protokoll vom 20 Januar 1913: «Büste aus Gips, bemalt, einer Prinzessin der königlichen Familie.»
Bild:Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
War das Absicht oder Zufall? Genau an dieser Stelle entzündet sich der Verdacht, der den Fall bis heute überschattet.
Die Ägyptologin Monica Hanna glaubt, Ausgräber Ludwig Borchardt hätte bewusst getrickst: den Wert der Büste verschwiegen, sie herabgestuft und so ihre Ausfuhr ermöglicht.
Ein letzter Beweis fehlt.
Doch vieles spricht dafür, dass Borchardt den wahren Rang seiner Entdeckung längst erkannt hatte. Er war ein Kenner der ägyptischen Ikonographie. Er wusste, was er vor sich hatte.
Der Zündfunke der Affäre Nofretete
Als Borchardt 1924, pünktlich zur ersten öffentlichen Präsentation der Nofretete in Berlin, sein Buch veröffentlicht, zündet er die nächste Stufe der Affäre. Stolz schreibt er, er habe «den historischen und künstlerischen Wert der Nofretete sofort erkannt».
Für Pierre Lacau, den ägyptischen Antikenminister, ist das eine Provokation, eine öffentliche Ohrfeige für seine Behörde. Die Spannungen eskalieren.
Damit habe Borchardt die Fachkompetenz des ägyptischen Antikenministeriums rückwirkend öffentlich infrage gestellt und die Spannungen weiter verschärft.
Seither begleitet der Fall Nofretete wie ein Schatten die Beziehungen zwischen Kairo und Berlin.
Der ewige Streit um Gerechtigkeit
Bis heute gilt Nofretete in Berlin offiziell nicht als Raubkunst. Doch in Ägypten bleibt sie ein Symbol kolonialer Ungerechtigkeit. Der deutsche Historiker Jürgen Zimmerer weist darauf hin, dass Ägypten zur Zeit der Fundteilung faktisch unter britischer Kontrolle stand.
Niemand habe die Ägypter gefragt, ob ihre Königin das Land verlassen dürfe. Nach heutigen ethischen Massstäben, sagt Zimmerer 2023 in einem Interview mit dem «Spiegel», könne die Antwort deshalb nur lauten: Nofretete gehört nach Ägypten.
Rein juristisch mag ihre Ausfuhr korrekt gewesen sein. Moralisch aber wäre es heute unvorstellbar, ein derart ikonisches Werk einfach aus seinem Ursprungsland zu entfernen.
Genau diese moralische Spannung prägt die Debatte bis heute.
Mehr als hundert Jahre nach ihrer Entdeckung ist Nofretete längst mehr als ein Kunstwerk. Sie ist Beweismittel in einem nie abgeschlossenen Fall – ein Artefakt, das Fragen stellt, die kein Gericht entschieden hat.
Mit der Eröffnung des Grand Egyptian Museum flammt der Streit jetzt erneut auf.
Dabei lautet die Frage längst nicht mehr, ob Ägypten seine Königin zurückverlangt. Sondern wie lange Deutschland die Rückgabe noch verweigern kann.
Eine E-Mail-Anfrage von der Redaktion blue News an die Stiftung Preussischer Kulturbesitz vom 10. November blieb bis zum Redaktionsschluss am Freitagabend, den 14. November, unbeantwortet.
blue News wollte wissen, ob die Eröffnung des neuen Museums in Gizeh Anlass für Überlegungen zu einer temporären Leihgabe der Nofretete sei – zumal frühere konservatorische und sicherheitstechnische Einwände mit dem Neubau entfallen.
Zudem fragte blue News, ob die Stiftung erwäge, die Büste aus moralischen Gründen nach Ägypten zurückzugeben, wie es inzwischen auch deutsche Historiker fordern.
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