Kinderbuchheld

Papa Moll ist jetzt Detektiv

Von Sulamith Ehrensperger

24.9.2020

Spuren sichern und Fingerabdrücke nehmen: Wer wollte als Kind nicht den Detektiven aus den Büchern nacheifern? Im neusten Papa-Moll-Band geht es auf Spurensuche mit dem Kinderhelden. 

Fritz bekommt zum Geburtstag ein Velo. Doch beim ersten Ausflug mit den «Schlauchpiraten» wird dieses gestohlen. Papa Moll und seine drei Kinder kommen einer Velo-Diebesbande auf die Spuren. Ob sie den Fall lösen?

Es ist der Anfang von Papa Molls Karriere als Detektiv. Sein Sakko tauscht er gegen einen blauen Trenchcoat aus. Der liebenswerte Familienvater mit den fünf charakteristischen Haaren stolpert von Fall zu Fall: Wo sind Evis Gummistiefel? Am Abend am Familientisch wird recherchiert, werden Spuren analysiert. «Man führe mich zum Tatort, Leute. Auf zum Schuhdiebstahl von heute», ruft Moll.

Doch damit nicht genug: Wer hat das Gartenhäuschen in Brand gesetzt? Wo ist der Verlobungsring der Nachbarin? Nein, es war nicht die diebische Elster.

Einmal ein echter Detektiv sein

Der Wunsch, Spuren zu sichern und Fingerabdrücke zu nehmen, eben ein echter Detektiv zu sein, ist bei Kindern ungebrochen. Auch meine vierjährige Tochter will nun Detektivin werden. Einmal Verbrecher jagen oder wie Sherlock Holmes mysteriöse Fälle lösen: Es gibt wohl wenige Berufe, die so mythenumwoben sind wie der des Detektivs.

Papa Moll ist Detektiv, der 33. Band
Wo ist der Dieb? Papa Moll, seine Kinder und Dackel Tschips auf geheimen Missionen. 
Bild: Globi Verlag, Orell Füssli AG

Darob, dass ihr tollpatschiger Mann plötzlich in viele aufregende Abenteuer gerät, ist Mama Moll empört: «So viel Leichtsinn, nicht zu fassen. Mit Gefahr ist nicht zu spassen.» Aller Ermahnungen zum Trotz: Moll und seine drei Kinder Willy, Fritz und Evi üben sich weiterhin im Täter aufspüren und überführen. Dackel und Kultfigur Tschips macht sich natürlich ebenfalls auf Spurensuche.

Moll braucht keine verrückten Gadgets

Falten stehen in Molls Gesicht: «Seltsam», stutzt er, «irgendetwas läuft wohl schief.» Aber was? Das Mitraten und Mitfiebern dürfte wohl die grösste Faszination an diesem 33. Moll-Band ausmachen.

Detektiv Moll braucht keine verrückten Agenten-Gadgets, wie etwa Kugelschreiber aus denen geschossen werden kann. Stattdessen löst er die Fälle mit Dietrich, Lupe, Lampe, Stift und Block, die er allesamt in eine alte Doktortasche packt, – und natürlich wie immer mit viel Grips und Witz.

Bibliografie: «Papa Moll, der Detektiv», Jürg Lendenmann/Rolf Meier, Band 33, Globi Verlag Zürich, 23.90 Franken.

Zurück zur Startseite