04.01.2017 - 09:33

Herzog & de Meuron: Die schönsten Bauten der Basler Architekten

von Markolf Hoffmann, Redaktor/dpa/bb
 

0 Bewertungen


Das Basler Architekten Herzog & de Meuron sind weltberühmt. In vielen Städten auf der Welt zieren ihre Bauten die Skyline. Zur offiziellen Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg zeigen wir die schönsten Bauten.

Hamburgs neues Konzerthaus konnte nach über zehn Jahre dauernder Bauzeit den Bauherren übergeben werden. Die aufgrund hoher Kosten umstrittene Elbphilharmonie wird ab dem 11. Janur 2017 mit einem dreiwöchigen Festprogramm offiziell eröffnet.

Schon jetzt ist das kühne Bauwerk ein Schmuckstück der prestigeträchtigen Hafencity: Wie ein futuristisches Schiff glitzert es in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken und ist ein echter Blickfang.

Entworfen wurde das Konzerthaus von dem renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron. Die Basler sorgen weltweit mit prestigeträchtigen Bauten für Aufsehen, wie auch unsere Bildergalerie zeigt.

Für die Elbphilharmonie wurde ein ehemaliger Hafenspeicher um- und ausgebaut. Das Konzept der Architekten Herzog & de Meuron erinnert an eine ihrer berühmtesten Arbeiten, die Tate Gallery of Modern Art in London. Dort wurde ebenfalls ein bestehendes Gebäude – ein altes Kraftwerk – vollständig umgewandelt.

Architekt Victor Enrich lässt Hochhäuser fliegen

  • Abbiegende Treppe
  • Geklonte Hochhäuser
  • Eingekesselte Häuser
  • Reval

Baukosten: Zehnmal höher als geplant

Zum Eröffnungsfestival in der Elbharmonie hat sich das «Who is Who» der Klassikszene angekündigt: von den Wiener Philharmonikern über das Chicago Symphony Orchestra bis zu den Einstürzenden Neubauten - fast alle Konzerte sind bereits ausverkauft.

Das dreiwöchige Festprogramm setzt den Schlusspunkt unter eine oft als quälend empfundene Bauperiode, die von Verzögerungen, Baumängeln und Kostenexplosionen gezeichnet war. Statt den anvisierten rund 272 Millionen Franken verschlang der Bau am Ende fast 844 Millionen Franken – fast viermal soviel wie geplant. Umso erleichterter sind die Hamburger nun, dass ihr neues Konzerthaus endlich fertiggestellt ist.

Neben den vertrackten Verhältnissen auf der Baustelle spielte auch die architektonische Einzigartigkeit des Gebäudes eine entscheidende Rolle - schliesslich wollte man kein Gebäude von der Stange, sondern Architektur von Weltrang. Vieles an der Elbphilharmonie ist einzigartig und wurde so noch nie gebaut.

Mit dem Bus zurück ins Sowjetreich

  • Blaue Mosaike eines Bucshäuschens Abchsasien
  • Estisches Bushaus
  • Bildband «Sovjet Bus Stops»
  • Verrottetes Bushaus in Armenien

Spektakuläre Glasfassade

Der grosse Konzertsaal mit Platz für 2100 Besucher ist ähnlich wie die Berliner Philharmonie nach dem Weinberg-Prinzip gebaut, mit einer Bühne in der Mitte, die von terrassenförmigen Publikumsrängen umgeben ist - nur viel höher und viel steiler. Aus Schallschutzgründen wurde der 12 500 Tonnen schwere Saal komplett vom restlichen Gebäude entkoppelt und ruht auf 362 Stahlfederpaketen - schliesslich soll man während des Konzerts nicht das Tuten der «Queen Mary» hören.

Auch die spektakuläre Glasfassade mit ihren 2002 Glaspanelen ist einzigartig, jedes einzelne Element wurde zum Schutz gegen die Sonne mit einem Raster aus Chrompunkten individuell bedruckt. Ebenfalls noch nie gebaut wurde die «Tube», die 82 Meter lange Rolltreppe, die die Besucher auf die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe führt.

Bild zum Artikel

Die Elbphilharmonie: Entwicklung der Kosten und Ansicht des Gebäudes.
Bild: DPA, Grafik: Stein/Mühlenbruch, Redaktion: J. Schneider

Konzerthaus ist virtuell besuchbar

Für die Akustik ist der Japaner Yasuhisa Toyota verantwortlich, der zu den besten Akustikern der Welt zählt. Für die Elbphilharmonie hat er die «Weisse Haut» entworfen - 10 000 individuell zugeschnittene Gipsplatten, unterschiedlich in Form und Grösse, Gewicht und Oberflächenstruktur, die die Innenverkleidung des grossen Saals bilden. Sie sollen den Schall optimal reflektieren.

An der Decke hängt ein riesiger Reflektor, der ebenfalls zur perfekten Raumakustik beitragen soll. «Ich hoffe, dass es gelingt, Hamburg zu einem der besten Konzerthäuser der Welt zu machen», sagte der Japaner zuversichtlich. Eine Garantie dafür geben kann er nicht.

Die Elbphilharmonie ist auch virtuell besuchbar: Ein beeindruckender Drohnenflug durch das schlüsselfertige Gebäude zeigt die moderne Innenarchitektur des Konzerthauses.

Und noch mehr Bauten des renommierten Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie.

Die zehn höchsten Wolkenkratzer der Welt

  • Canton Tower
  • Louis Henry Sullivan
  • Roche Turm
  • Tapeh 101 (Taiwan)

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität