05.04.2017 - 23:00

Dechen Shak-Dagsay: «Tina Turner lehrte mich, eine starke Frau zu sein»

von Bruno Bötschi, Redaktor
 

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Dechen Shak-Dagsay ist eine weltbekannte Mantra-Sängerin tibetischer Herkunft. Sie flüchtete 1963 als Kind zusammen mit ihrer Mutter in die Schweiz. Die Sängerin erzählt, wie sie ihre Kindheit im Toggenburg prägte, was ihr die Zusammenarbeit mit Rockstar Tina Turner bedeutet und warum Musik magisch sein kann.

Zürich. Wir sitzen in einer Hotelbar. Es ist kurz nach 15 Uhr. Im Hintergrund plätschert Popmusik. Dechen Shak-Dagsay bestellt ein Schweppes (mit Zitrone, aber ohne Eis) und lächelt.

Bluewin: Frau Shak-Dagsay, wir machen heute ein Spiel. Ich stelle Ihnen in den nächsten 30 Minuten möglichst viele Fragen. Und Sie antworten möglichst schnell und kurz. Wenn Ihnen eine Frage nicht passt, sagen Sie einfach «weiter».

Dechen Shak-Dagsay: Grad gestern habe ich Ihr Interview mit Marco Rima gelesen. Hat mir gut gefallen.

Berufstraum Sängerin?

Ich wäre gerne Hostess bei einer Fluggesellschaft geworden. Später war Gärtnerin mein Traumberuf.

Woher kommt der Namen Dechen?

Dechen ist tibetisch und bedeutet die grosse Glückseligkeit. Mir gefällt der Name, weil er bezeichnend ist für das, was ich tue. Überall, wo ich hinkomme, mache ich die Menschen mit meiner Musik glücklich.

Kafi, Tee oder andere Morgenrituale?

Ich stehe um sechs Uhr auf, bringe meinem Mann einen Milchkafi ans Bett und trinke selber einen.

Machen Sie das jeden Morgen?

Ja. Dafür macht mein Mann Kalsang den Rest des Tages alles für mich.

Hahaha! Dechen Shak-Dagsay lacht laut und verwirft die Hände.

Danach beginnt mein tägliches Morgenritual: Ich rezitiere Gebete und Mantras und opfere dem Altar frisches Wasser. Mit der Verehrung von Buddha, was auch als Puja bezeichnet wird, bereite ich mich geistig auf den Tag vor. Dieses Ritual zentriert mich. Und es ist ein Schutz für mich, aber auch für meine Mitmenschen. Während ich die Mantras aufsage, denke ich an die Menschen und Tiere in meinem Umfeld, denen es nicht so gut geht. Wir Buddhisten glauben, dass die uralten Mantras eine starke Kraft und Energie entfalten, sobald man sie spricht, hört oder sieht.

Mögen Sie den Frühling?

Sehr sogar. Im Frühling realisiert man, wie unglaublich dankbar die Natur ist. Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen da, spriesst alles. Das ist wunderbar.

Wann hören Sie zum ersten Mal Musik am Tag?

Wenn ich morgens das Tara-Puja rezitiere, ist das für mich Klang.

Ihr Lieblingssong?

Ich bin mit der Musik der Beatles und von Simon & Garfunkel aufgewachsen. Deren Lieder haben viel Gehalt und wirken bis heute nachhaltig. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich eines summe.

Sie wurden 1959 in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu geboren, mit dreieinhalb flüchteten Sie zusammen mit Ihrer Mutter in die Schweiz. Heimat, was bedeutet das für Sie?

Heimat bedeutet für mich ein Gefühl von Geborgenheit, von Sicherheit und von Vertrautheit. Heimat ist ein Ort, an dem ich das Gefühl habe, ich bin willkommen.

Welches sind Ihre ersten Erinnerungen an die Schweiz?

Wahrscheinlich sind das die Geissen, die neben dem Heim im sankt-gallischen Unterwasser weideten, in dem wir Tibeter während den ersten Monaten untergebracht waren. Als mich einmal eine der Geissen verfolgt hat, lieft ich voller Panik davon. Spannend fand ich zudem die blonden Haare der Heimleiterin.

Später wuchsen Sie in Ebnat-Kappel auf.

Das Toggenburg ist ein Stück Heimat für mich. Ich erlebte dort eine schöne Zeit. Ich mag die Landschaft und die Menschen. Sie waren mir immer wohlgesinnt.

Berg oder Tal?

Ich brauche beides. Ich könnte nicht nur oben sein, ich muss auch wieder runtergehen können.

Stadt oder Land?

Land.

Ihr Lieblings-Schulfach?

Singen.

Mit welcher Arbeit haben Sie zum ersten Mal Geld verdient?

In einer Fabrik musste ich Plastikteile zusammenstecken. Eine gute Erfahrung.

Gab es Dinge, die Sie als Kind in der Schweiz komisch fanden?

Bei den Schweizer Familien war daheim immer alles picobello aufgeräumt. Sogar die Kleider wurden vor dem Schlafengehen schön gefaltet parat gelegt. Eine Tatsache, die mich überraschte und gleichzeitig Eindruck machte.

Gab es etwas, das Sie überhaupt nicht verstehen konnten?

Für mich ist bis heute unverständlich, dass es hierzulande Geschwister gibt, die untereinander keinen Kontakt pflegen. Irgendwann realisierte ich zudem, dass die Menschen in der Schweiz zwar materiell alles haben, aber trotzdem oft nicht richtig glücklich sind.

Daheim in zwei Welten: Was ist das für ein Gefühl?

Es ist eine grosse Bereicherung.

Weil Ihre Familie geflohen ist, ist es bis heute nicht einfach für Sie, ein Visum für Tibet zu bekommen.

Das stimmt. Ich habe die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass der Konflikt sich irgendwann lösen wird. Die heutige Situation ist für niemanden gut, nicht für die Tibeter im Land und auch nicht für die Tibeter, die ausserhalb leben. Denn es entstehen immer wieder Konflikte innerhalb der tibetischen Gemeinschaft, die unnötig sind. Das ist schade.

So ganz grundsätzlich: Sind Flüchtlinge heute in der Schweiz weniger willkommen?

Ja. Das ist aber auch verständlich. Als wir Tibeter in den 1960er-Jahren in die Schweiz gekommen sind, reisten innerhalb von zehn Jahren vielleicht 1000 Menschen ein. Es war keine Flüchtlingswelle, wie wir sie heute kennen. Deshalb war auch die Angst vor dem Unbekannten nicht so gross. Man kann die Situationen also nicht vergleichen. Wir Tibeter waren willkommen, weil die Schweizer das Bedürfnis hatten, sich sozial zu engagieren gegenüber anderen Menschen. Zudem bemerkten die Menschen hierzulande rasch, dass wir ein angenehmes Volk sind und wir uns Mühe gaben, uns anzupassen. Ich denke, Flüchtlinge sollten nie vergessen, dass sie sich in einem Gastland befinden, welches sie aus einer mitfühlenden Haltung heraus aufgenommen hat. Sie sollten zudem verstehen, dass die Schweizer hart arbeiten und dass auch hier das Geld nicht vom Himmel herabfällt. Andererseits können sich die Schweizer von den verschiedenartigen Kulturen inspirieren lassen und versuchen diese mehr als eine Bereicherung statt einer Bedrohung anzuschauen. Letzten Endes wollen wir doch alle dasselbe: Glück und Zufriedenheit und keine Kriege.

Die schlimmste Beleidigung, die Sie je ertragen mussten?

Während dem Einkaufen war ich einmal etwas unachtsam und verwechselte das Einkaufswägeli. Irgendwann kam ein älterer Herr auf mich zu und rief: «Das ist mein Wägeli, Sie Zwetschge.» Im ersten Moment bin ich erschrocken, danach dachte ich: «Ach, eigentlich hat der Mann ja recht, wenn ich so unkonzentriert durch den Laden laufe.»

Man spürt: Diese Frau hat ihre Mitte gefunden. So schnell lässt sie sich nicht aus dem Konzept bringen.

Ihr tibetischster Charakterzug?

Ich lache viel. Wenn wir lachen, lassen wir die Sonne in uns herein.

Wo drückt die Schweizerin am meisten durch?

In Tibet stehen die Türen für Besuch immer offen. Bei mir hingegen muss man sich anmelden, wenn man daheim vorbeikommen will.

Ihr liebstes tibetisches Menü?

Momos, tibetische Teigtaschen, mag ich sehr. Ich koche sie selber, esse sie aber auch gerne in meinem Lieblings-Restaurant Shangrila in Zürich. Hin und wieder verwöhnen mich auch meine beiden erwachsenen Töchter mit Momos. Das schätze ich.

Welches Schweizer Gericht kochen Sie besonders gut und gerne?

Rösti mit Züri Geschnätzlets.

20 Jahre lang arbeiteten Sie in einer internationalen Firma im Marketing, heute stehen Sie als Sängerin auf der Bühne: Wer hat eigentlich Ihre Stimme entdeckt?

Gesungen habe ich von klein auf. 1998 nahm Markus Alpstäg, ein Kollege von mir, einige Demos mit mir auf. Ich sang Mantras und unter anderem auch ein tibetisches Friedenslied aus der Feder meines Vaters, dem Lama Dagsay Rinpoche. Während den Aufnahmen im Tonstudio wurde Markus plötzlich ganz ruhig. Als ich ihn am Ende fragte, was mit ihm geschehen sei, sagte er: «Deine Stimme hat mich zum Fliegen gebracht.»

Wie ging es weiter?

Meinem Mann gefielen die Mantras so gut, dass er sie oft in seiner Naturheilpraxis abspielte. Irgendwann bemerkte er, dass seine Patienten sofort viel entspannter und ruhiger wurden, wenn sie meine Stimme hörten. Er meinte, ich müsse meine Musik der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Sie machen Menschen mit Ihrer Stimme glücklich. Wann haben Sie das zum ersten Mal so richtig selber gespürt?

Das war in der Primarschule im Klassenlager. Eines Abends sagte ein Bub, der sonst immer recht laut und frech war: «Dechen, singe bitte nochmals ein Lied. Deine Stimme klingt so schön.»

Was treibt Sie an?

Mein Motor ist, dass ich spüre, wie ich mit meiner Musik Menschen Fülle schenken und ihre Tage positiv verändern kann.

Wie wichtig ist Ihnen Erfolg?

Erfolg ist schön, aber kurzlebig. Viel wichtiger ist mir Erfüllung.

1993 durften Sie ein Lied zum Film «Little Buddha» von Oscargewinner Bernardo Bertolucci beisteuern. Wahr, dass der Regisseur Sie extra ins Tonstudio nach London einfliegen liess?

Die Geschichte stimmt. Aber es war nicht Bernardo Bertolucci, der mich anrief, sondern eine Assistentin.

2012 traten sie in der Carnegie Hall in New York auf. Lou Reed schwärmte danach: «Dechen, your singing was exquisite, Carnegie Hall ist he right place for you to sing.» Laurie Anderson sagte: «Your singing was absolutley beautiful.» Ihre Musik besänftigt also selbst schwierige Stars. Was ist das für ein Gefühl?

Ein wunderschönes. Und ich bin mir bewusst, dass es ein Privileg ist. Was gibt es Schöneres, als wenn du mit deiner Stimme einen Menschen, der als schwierig eingestuft wird, einen Moment lang transformieren kannst, dass er toleranter gegenüber seinen Mitmenschen und sich selber wird.

Kann Musik Heimat sein?

Ich glaube schon.

Ihr himmlischster Moment auf einer Konzertbühne?

Das ist der Moment, wenn das Publikum mit mir zusammen ein Mantra singt. Es ist jedes Mal unglaublich schön.

Und was war es für ein Moment, als Sie 2003 zum ersten Mal für den Dalai Lama singen durften?

10'000 Menschen hörten damals in der Olympiahalle in München zu. Es war wahnsinnig bewegend, vor allem als seine Heiligkeit sagte, ich hätte seinen Segen, damit meine musikalische Botschaft viele Menschen erreichen könne. Das werde ich nie vergessen.

Warum hat Musik derart viel Kraft?

Musik kann durch nichts gestoppt werden. Der Klang erreicht die Menschen unmittelbar, niemand kann sich ihm entziehen. Musik ist auch deshalb so stark, weil wir Menschen alle die gleichen Gefühle in uns haben. Wir sehen zwar alle anders aus, haben eine andere Hautfarbe, wachsen in anderen Verhältnissen auf, die Gefühle sind jedoch bei allen Menschen gleich, und deshalb ist die Musik eine Sprache, die wir alle verstehen.

Auffällig: Ihr schöne Stimme, warm und klar. Und immer wieder dieses helle Lachen. Man stellt sich vor, wie sie auf der Bühne steht und singt. Wunderbar.

Auf Ihrer CD «Day Tomorrow», die dieser Tage neu aufgelegt wird, mischen Sie die buddhistischen Mantras mit poppigen Klängen: Ist das überhaupt erlaubt?

Diese Frage stellte ich mir natürlich auch. Ich holte mir deshalb zusammen mit meinem Produzenten Helge van Dyk Rat von den tibetischen Lamas und von meinem Vater. Wenn mein Vater oder die anderen Lamas gesagt hätten, die Mantras seien heilig und ich würde mit meinem Musikprojekt etwas kaputt machen, hätte ich diese Platte niemals realisiert. Die Antwort der Lamas lautete jedoch: «Es ist wichtig, dass die Mantras von den Menschen gehört werden.»

Wann findet einen das Glück?

Wenn man die Augen aufmacht und das Herz offen ist.

Wären Sie manchmal froh, der Tag hätte mehr als 24 Stunden?

Mir reichen 24 Stunden.

Welches Talent hätten Sie noch gerne?

Ich hätte gerne so ein gutes Gedächtnis wie mein Mann.

Sind Sie eigentlich gut im Nichtssagen?

Ja, ich sage am liebsten gar nichts.

Wo finden Sie Ihre Ruhe?

Bei mir im Schlafzimmer vor meinem Altar oder in unserem Garten, den mein Mann liebevoll pflegt.

Wann zum letzten Mal im Wald spazieren gewesen?

Vor zwei Wochen.

Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang nochmals 16 wären?

Ich glaube, ich würde in eine Jugi gehen, also in ein Jugendhaus. Als Teenager durfte ich dort nicht hin. Meine Eltern fürchteten, wenn ich dort rumhänge, würde ich die Schulaufgaben vernachlässigen.

Wem wären Sie in Ihrem Leben lieber nie begegnet?

Bis heute hat mich der Schutz der Mantras nicht im Stich gelassen. Sie sorgen dafür, dass wir jenen Menschen, denen wir nicht begegnen wollen und sollen, auch nicht begegnen.

Welche Verstorbenen möchten Sie wiedersehen?

Ich würde gerne meine Mutter, und meine Grosseltern wieder bei uns haben. Aber genau von diesen mir so wichtigen Menschen habe ich gelernt, dass der Tod etwas vom Natürlichsten ist und dass man sich nicht davor fürchten muss. Im Buddhismus glaubt man daran, dass die wahre Natur unseres Geistes niemals stirbt. Wenn wir sterben, verlassen wir lediglich diesen Körper und nehmen aufgrund unseres Karmas wieder eine neue Form eines Wesens an. Wir lernen deshalb zu erkennen, dass es wichtiger ist einen friedvollen, reinen Geist zu entwickeln, da dieser unsere nächste Wiedergeburt bestimmt.

Für das Musikprojekt «Beyond» arbeiteten Sie unter anderem mit Rockstar Tina Turner zusammen. Was hat Sie dieses Projekt gelehrt? Was haben Sie dabei gelernt?

Es war ein Herzensprojekt. Regula Curti, Tina Turner und ich realisierten drei Alben zusammen. Für mich war es eine Ehre, dass ich die buddhistische Stimme zu diesem religionsübergreifenden Projekt beitragen durfte. Die Zusammenarbeit mit Regula und Tina war toll, «Beyond» war ein Türöffner für mich.

Was haben Sie von Tina Turner gelernt?

Tina lehrte mich, kraftvoll zu singen und als starke Frau durchs Leben zu gehen. Tina ist eine wunderbare Persönlichkeit. Ich dachte oft: Kein Wunder, ist sie weltberühmt. Denn genau so muss ein Weltstar sein: so frisch, so stark, so professionell. Es war ein Privileg, Tina kennenzulernen und mit ihr zusammenzuarbeiten.

Trotzdem sind Sie bei «Beyond» ausgestiegen. Warum?

Ich wollte beim vierten Album, das bald erscheinen wird, nicht mehr dabei sein, weil ich wieder stärker als eigenständige Künstlerin wahrgenommen werden möchte. Ich bin zudem zu der Überzeugung gekommen, dass durch meinen Rückzug Neues entstehen kann.

Wenn Sie sich mit Regula Curti und Tina Turner treffen, trinken Sie jeweils ein Glas Prosecco?

Ja sicher.

«Lachen, singen, tanzen, die ganze Welt umarmen und Prosecco trinken sei Ihr Geheimnis jung zu bleiben», schreiben Sie in Ihrem Bildband «The Sound of Day Tomorrow», dass zur gleichnamigen CD dieser Tage erscheint.

In meinem ersten Buch «Mantras» habe ich von der Bedeutung der Heilkraft der Mantras erzählt. Im neuen Buch gebe ich mehr Persönliches preis. Vielleicht gelingt es mir durch meine lebensfrohe Art die Menschen neugierig darauf zu machen, was mich ausmacht. Die innere Ruhe, die Gelassenheit und ein offenes Herz für alle Wesen, dass ich aus dem Schatz der buddhistischen Lebensphilosophie schöpfen darf.

Wie findet man das richtige Mass im Leben?

Das richtige Mass lernt man durch die eigene Lebensschule kennen. Achtsamkeit und Klarheit im Geiste zu entwickeln, sind die Schlüssel dazu. Wenn man achtsam ist, merkt man schnell, wenn etwas zu viel ist, wenn einem etwas nicht guttut. Wenn wir selber im Gleichgewicht sind, können wir viel besser agieren. Klarheit des Geistes hilft uns Fehler zu vermeiden und weniger Schaden anzurichten.

Waren Sie schon einmal hoffnungslos im Leben?

Nein. Ich habe das Glück von einer tollen Familie getragen zu werden.

Ihr Lieblingsgefühl?

Lachen.

Wie alt möchten Sie werden?

Ich wäre sehr dankbar möglichst lange zu leben um für meinen Mann, meine Familie und viele andere Menschen eine Stütze und eine Quelle der Inspiration sein zu können.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttischchen?

«Die Yogini» von der deutschen Bestsellerautorin Ulli Olvedi. Thema des Buches ist, wie man seine sinnlichen Leidenschaften, die wir alle in uns haben, in eine universelle Liebe transformieren, und dadurch Freiheit des Geistes erlangen kann.

Die letzte Tat bevor Sie im Schlafzimmer das Licht löschen?

Ich sage mehrmals das Mantra des Mitgefühls und der grenzenlosen Liebe auf, es heisst «Om mani peme hum»: Mögen sämtliche Wesen und von Leid befreit sein, mögen sämtliche Wesen mit Glück gesegnet sein.

Zur Person: Dechen Shak-Dagsay

Dechen Shak-Dagsay, geboren 1959, ist eine Mantra-Sängerin tibetischer Herkunft. 1963 kam sie zusammen mit ihrer Mutter in die Schweiz. Seit 2010 arbeitet sie mit dem Produzenten Helge van Dyk zusammen. Anerkennung erfuhr die Sängerin unter anderem als sie von Philip Glass 2012 und 2016 in die Carnegie Hall in New York eingeladen wurde. Herbert Grönemeyer hat sie zudem kürzlich eingeladen auf seiner sozialen Musik-Plattform musik-bewegt.de mitzumachen. Shak-Dagsay lebt mit ihrem Mann Kalsang Shak, einem tibetischen Naturheilpraktiker, am Zürichsee und hat zwei erwachsene Töchter.

Dieser Tage erscheint das Album «Day Tomorrow» als Special-Edition (CD inklusive Bildband). Am Samstag, 15. April, tritt die Sängerin mit dem Zürcher Kammerorcherster im KKL Luzern auf. Das Konzert «The Call For Peace» ist seit Wochen ausverkauft.

Die Sängerin im Bild zeigen wir Ihnen in unserer Galerie.

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«Bluewin»-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit Berühmtheiten. Bötschi hat Erfahrung mit Interviews. Für die «Schweizer Familie» betreute er einst die Serie «Traumfänger». Über 200 Persönlichkeiten stellte er dafür die Frage: Als Kind hat man viele Träume – erinnern Sie sich? Das Buch zur Serie «Traumfänger» erschien 2014 im Applaus Verlag, Zürich.
Bild: zvg

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