11.09.2017 - 16:26

Lohnverhandlungen: So gibt's mehr Geld!

von Marianne Siegenthaler, Redaktorin
 

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Es liegt auf der Hand: Einsatz, Wissen und die richtige Berufswahl wirken sich auf den Lohn positiv aus. Was aber zählt sonst noch? Und wie können gerade Frauen erfolgreich mehr Lohn fordern?

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Eine gute Ausbildung und viel Erfahrung werden belohnt. So verdient gemäss Lohnbuch 2017 ein Informatiker mit Lehre, aber ohne Berufsmatur zu Beginn 4556 Franken. Hätte er ein Masterstudium an der Universität gemacht, würde er mit 6754 Franken einsteigen.

Was die Erfahrung anbelangt: Auch hier gibt es grosse Unterschiede. Je nach Beruf beziehungsweise Branche dauert es länger, bis sich der Lohn deutlich erhöht. Eine medizinische Praxisangestellte kann nur gerade auf ein Plus von 28 Prozent zählen, während ein Wirtschaftsprüfer nach einigen Jahren 60 Prozent mehr erhält.

Frauen in typischen Frauenberufen verdienen zudem nach wie vor deutlich weniger. Aber auch bei gleicher Qualifikation, identischer Ausbildung und cleveren Lohnverhandlungen sind Frauen benachteiligt. Sie steigen schon mit rund 7 Prozent weniger ein, und die Lohnungleichheit steigert sich gemäss Bundesamt für Statistik auf durchschnittlich 20 Prozent. Was können Frauen dagegen tun?

1. Bloss keine falsche Bescheidenheit

Frauen unterschätzen häufig ihren Marktwert, üben sich in Bescheidenheit und behaupten manchmal sogar, dass ihnen der Lohn nicht so wichtig ist. Ganz falsch. Um mehr Geld zu bekommen, sollten Sie sich bewusst machen, wieviel Sie im Betrieb Wert sind und mit welchen Kompetenzen Sie punkten können.

2. Brechen Sie das Salär-Tabu

Über Löhne spricht man in der Schweiz nicht. Und deshalb wissen Sie auch nicht, was der Kollege mit denselben Aufgaben und der gleichen Ausbildung verdient. Also einfach mal fragen, denn eine solche Information hilft bei der Lohnverhandlung weiter.

3. Gehen Sie auf Recherche

Gut möglich, dass der Kollege nicht rausrücken will mit seinem Lohn. Im Internet und über Berufsverbände findet man aber je nach Beruf und Branche Informationen zur Höhe des Salärs.

4. Nur Mut!

Wenn Sie herausgefunden haben, wie viel Sie als Einstiegslohn oder Lohnerhöhung fordern könnten, sollten Sie auch den Mut haben, konkrete Zahlen in den Verhandlungen zu thematisieren.

5. Geben Sie nicht auf!

Gut möglich, dass Ihr Chef nicht auf Ihre Forderungen eingeht. Jetzt gilt es zu verhandeln. Was kann er sonst anbieten, wenn nicht mehr Geld? Vielleicht liegt eine zusätzliche Woche Ferien drin. Versuchen Sie’s!

Wie Sie Ihre Lohnforderungen begründen, und welche Argumente Sie keinesfalls vorbringen sollten, zeigen wir in unserer Bildergalerie.

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Marianne Siegenthaler ist freie Journalistin und Buchautorin. Sie kennt die besten Tipps und Tricks, die das Leben ein bisschen einfacher machen.
Bild: Marianne Siegenthaler

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