05.12.2017 - 23:30

Sven Epiney: «Ich mag die Bodenständigkeit meines Freundes»

von Bruno Bötschi, Redaktor
 

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Moderator Sven Epiney sagt, warum er keine Probleme mit Kritik hat, erzählt von seinem peinlichsten Erlebnis während einer Live-Sendung und verrät, weshalb er seinen Freund Michael Graber noch nicht heiratet.

Wir treffen uns in einem Restaurant in Zürich. Sven Epiney tut es dem Journalisten gleich und bestellt einen Cappuccino. Epiney sieht wie Epiney aus dem Fernsehen aus: nett. Aber das weiss man ja.

Bleibt die Frage, ob der Journalist an diesem Nachmittag hinter diese Fassade gucken kann. Geboren im Wallis, aufgewachsen in Bern gilt der 45-Jährige seit über zwei Jahrzehnten als Mann für fast alle Fälle beim SRF.

Bluewin: Herr Epiney, wir machen heute ein Frage-Antwort Spiel: Ich stelle Ihnen in den nächsten 30 Minuten möglichst viele Fragen und Sie antworten möglichst schnell und spontan. Passt Ihnen eine Frage nicht, sagen Sie einfach «weiter».

Sven Epiney: Ich bin bereit.

Schoggikuchen oder Weihnachtsguetsli?

Kurz vor Weihnachten Guetsli, in der restlichen Zeit des Jahres Schoggikuchen.

Selbstgemacht?

Meistens, ist immer eine Zeitfrage.

Vespa oder Harley?

Vespa ist cool. Ich habe zwei Stück davon. Ein neueres Modell für den Alltag und einen Oldtimer, der mehr als 30 Jahre alt ist. Ich habe ihn teilweise selber restauriert. Mit der alten Vespa fahre ich gerne im Sommer aus.

Frauen oder Männer?

Menschen.

Gute Antwort. Er weiss es. Er zwinkert.

Ihre Lieblingsfarbe?

Blau.

Ist die Farbe Blau auch bei den Kleidern Ihre Lieblingsfarbe?

Ich mag Blau, trage privat oft Jeans und habe auch blaue Anzüge. Blau wirkt beruhigend. Das Meer ist Blau, der Himmel auch.

Beim SRF beraten Sie Stylistinnen und Stylisten bei der Kleiderwahl. Wie oft haben Sie sich schon geweigert, ein vorgeschlagenes Kleidungsstück zu tragen?

Man muss sich die Zusammenarbeit so vorstellen: Die Stylistinnen und Stylisten machen uns Moderatorinnen und Moderatoren Vorschläge. Wenn ich zu einer Auswahl sage, sie ist okay, dann ist es gut, und sonst schauen wir zusammen andere Teile an. Ich gehe mit Chef-Stylistin Tatjana Kotoric einkaufen. Mit ihr fühle ich mich wohl und gut beraten. Den Schlussentscheid habe aber immer ich, weil ich ja auch die Sendung moderiere. Es bringt nichts, wenn ich in Kleidern vor der Kamera stehe, in denen ich mich unwohl fühle. Beim SRF muss niemand Kleider anziehen, die sie oder er nicht will.

Wie oft müssen oder dürfen Sie einen Anzug am Bildschirm tragen?

Immer mal wieder, je nach Lust und Laune. Ich habe auch Klassiker in meiner Garderobe, die fünf, sechs Jahre alt sind. Die werden immer wieder eingesetzt, einfach unterschiedlich kombiniert.

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Moderator Sven Epiney hat in den letzten 25 Jahren über verschiedene 20 Sendeformat beim SRF moderiert.
Bild: Oscar Alessio SRF/Oscar Alessio

Während einer Quizshow: Schon mal ein Jackett durchgeschwitzt?

Ich bin nicht so der grosse Schwitzer. Was nicht heisst, dass ich während einer brenzligen Situation in einer Live-Sendung nicht auch schon eine feuchte Stirn hatte.

Ihr Lieblings-Anzugsträger?

Tom Ford sieht gut in Anzügen aus. George Clooney mag ich, weil er einen klassischen Stil ohne Experimente pflegt. Er würde nie in einem paradiesgelben Anzug auftreten.

Epiney, der Mann ohne Ecken und Kanten. Eine Eigenschaft, die ihm schon öfter nachgesagt wurde. Es scheint so, als wolle er sie auch in diesem Gespräch nicht widerlegen.

Welches Ding nehmen Sie arbeitend am liebsten in die Hand?

Ich arbeite viel auf meinem Laptop, weil ich alle meine Texte damit schreibe. Ich habe ein ganz kleines, leichtes Modell, das ich überallhin mitnehmen kann. Das ist megapraktisch und ein gutes Arbeitswerkzeug, das überall auf der Welt funktioniert.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Meistens ja, aber es kommt auf die Situation an. Am Schönsten ist es, wenn man beides irgendwie verknüpfen kann. Ich habe das Privileg, dass ich einen Job habe, der mir extrem Spass macht. Darum schaue ich auch nicht auf die Uhr, auch wenn es mal 18 Stunden geht – so lange es läuft und lässig ist, ist das für mich okay.

Einverstanden, dass «Emotionen» das Pestwort unserer Zeit ist?

Das beste Wort?

Nein, das Pestwort.

Ach, dieser Ostschweizer Dialekt.

Sven Epiney ahmt den Thurgauer Dialekt des Journalisten nach: «Päschtwort.» Grinsen. Gelächter. Zeigt er doch noch Kante oder macht er sich lustig über sein Gegenüber?

Ich finde nicht, dass es das schlimmste Wort ist. Emotionen sind etwas sehr Schönes und auch sehr Wichtiges. Vielleicht wird das Wort etwas inflationär verwendet und das gibt ihm einen negativen Touch. Emotionen gehören zu uns Menschen. Sie machen das Leben lebenswert.

Beim SRF begannen Sie 1993 beim Tagesfernsehen «TAF», moderierten unter anderem die Kochsendung «Al Dente», das Quiz «5 gegen 5» ...

... Sie müssen jetzt nicht alle aufzählen ...

... und «Die grössten Schweizer Talente». Mal ehrlich, welches war bisher Ihre absolute TV- oder Radio-Lieblingssendung?

Ich habe bisher über 20 verschiedene Sendeformate moderiert. Alle hatten ihren eigenen Reiz. Bei «5 gegen 5» haben wir 50 Sendungen nacheinander aufgezeichnet. Da war die Challenge, dass die letzte Aufzeichnung noch so knackig daher kommen sollte wie die erste. Sehr spannend finde ich Live-Sendungen, weil sie noch einen Schuss mehr Adrenalin nötig machen. Gesagt ist gesagt, gemacht ist gemacht, während einer Live-Sendung gibt es keine zweite Chance. Das ist für alle Beteiligten, nicht nur für mich als Moderator, eine spezielle Herausforderung.

Nach fast 25 Jahren beim SRF: Welche Kritik hat Sie wirklich verletzt?

So lange die Kritik konstruktiv ist, habe ich kein Problem damit. Verletzend ist meist die Kritik, die nicht konstruktiv ist, also wenn jemand einfach irgendetwas rausschreit. Jedem zu gefallen ist schlicht unmöglich. Aber ich sage immer, ich versuche meinen Job so gut wie möglich zu machen. Wenn es den Zuschauern gefällt, ist das für mich natürlich umso schöner.

Was ertragen Sie morgens ganz, ganz schlecht?

Ein hässlicher Weckton. Ich mag es nicht, wenn mich ein Pip-Pip-Wecker aus dem Schlaf reisst. Ich lasse mich lieber mit Musik oder Licht wecken.

Morgen-Toilette: 5, 10 oder 15 Minuten?

Wenn ich Frühdienst beim Radio SRF 3 habe, dusche ich 60 Sekunden lang, putze die Zähne und gehe nach drei Minuten aus dem Haus.

Und sonst?

10 Minuten.

Ihr Shampoo?

Mein Shampoo ist in einem nachfüllbaren Spender drin und steht in der Dusche. Ich weiss nicht einmal wie das Produkt heisst, ich bestelle immer eine Literflasche.

Ihr Haar-Gel?

Ich benutze Wachs statt Gel. Meiner hat genau die richtige Konsistenz, so dass meine Haare mit wenigen Handgriffen genauso sitzen, wie ich es gerne habe.

Immer wieder ein gutes Gefühl in den Spiegel zu gucken?

Mal mehr, mal weniger. Das kennen wir doch alle. Es gibt diese Morgen, da denke ich, ich sah schon besser aus. Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden.

Ihre Trostbotschaft an alle Männer mit Glatze?

Es gibt so viele Menschen, die Glatzen erotisch und cool finden …

… und deshalb müssen Glatzträger nicht traurig sein?

Das ist doch Einstellungssache. Man sollte lernen, sich so zu mögen, wie man ist. Ich habe Kollegen, die keine Haare haben, und die super aussehen und sich wohl fühlen. Aber ich weiss, es gibt auch Männer, die damit hadern, weil sie keine Haare mehr auf dem Kopf haben.

Als Playboy, mit was spielt man da eigentlich genau?

Ein Playboy spielt mit Statussymbolen. Und er überlegt sich gut, wie seine Wirkung auf das andere Geschlecht ist. Er inszeniert sich, wenn er auftritt, auch wenn er mit Kollegen zusammen ist.

Welches Brettspiel mochten Sie als Kind am liebsten?

Als ich noch ganz klein war, spielten wir oft «Eile mit Weile» und das «Leiterlispiel».

Und heute?

Je älter ich wurde, desto komplexer wurden die Spiele. Besonders gerne mag ich «Dog». Es funktioniert wie «Eile mit Weile», wird aber mit Jasskarten gespielt. Mein Freund und ich veranstalten regelmässig Spielabende zusammen mit unseren Freunden.

Welches Hobby aus der Kindheit hat überlebt?

Badminton und Radio machen.

Ihr Lieblingstier?

Ich liebe Hunde. Wir haben zwei Prager Rattler. Auch Pferde sind sehr schöne Tier und ich mag Raubtiere.

Wer kümmert sich gerade jetzt um Ihre Hunde?

Mein Freund.

Welches Tier ist schöner als der Mensch?

Ich finde, das kann man nicht miteinander vergleichen.

Wegen was zuletzt einen Lachanfall bekommen?

Kürzlich moderierte ich einen Anlass in der Umweltarena in Spreitenbach, während dem Komiker Claudio Zuccolini auftrat. Wir hatten es nicht nur auf der Bühne, sondern auch dahinter sehr, sehr lustig.

Ihr absolut peinlichster Moment während einer Live-Sendung?

Ich hatte mal den Hosenladen offen. Irgendwann wurde mir dann über den Knopf im Ohr mitgeteilt, dass es noch gut wäre, wenn ich ihn zu machen würde.

Wirklich wahr, dass dies der peinlichste Moment in seiner Karriere als Fernseh- und Radiomoderator ist, die bereits länger als ein Vierteljahrhundert dauert? Man will es nicht so recht glauben.

Ab 3. Februar 2018 läuft Ihre neue Samstagabend-Quizshow «Besser als die Quizlegenden». Herrscht grosse Vorfreude?

Ich freue mich sehr auf diese neue und überaus spannende Samstagabendshow. Immerhin treten die grössten Quizlegenden gegen die schlausten Köpfe des Landes an.

Verraten Sie Ihren absoluten Lieblings-Quizmaster?

Für mich gibt es nicht den oder die Beste.

Ihr Lieblings-TV-Quiz?

Gibt es nicht. Aber ich schaue regelmässig Quiz-Shows, weil ich gucken will, was und wie es die anderen machen.

Angenommen Sie wären selber Kandidat in Ihrem Familienquiz «Wir mal vier»: Wer wären die anderen drei Personen in Ihrem Kandidatenteam?

Es käme darauf an, ob wir strategisch-taktisch spielen wollen oder ob es vor allem um den Fun geht. Im ersten Fall würde ich meine drei gescheitesten Kollegen mitnehmen. Für das Fun-Team würde ich ein klassisches Familienteam aufstellen, sprich meinen Freund und meine Eltern.

Kürzlich wurde in den Medien kolportiert, Sie und Ihr Freund Michael Graber würden heiraten. Wer gratulierte Ihnen als Erstes?

Als ich am Morgen aufgestanden bin, hatte ich 25 SMS auf meinem Handy von Leuten, die uns gratulierten.

Kurz darauf meldeten Sie: «Fake News.»

Ich habe nicht jedem Einzelnen geschrieben, sondern habe auf Facebook einen Post gemacht. Ich schrieb, dass wir es mega gut haben und auch schon lange zusammen seien. Und natürlich würden wir uns Gedanken über die Zukunft machen, aber es sei nicht so, dass wir bereits in der Hochzeitsplanung stecken würden.

Sie sind seit sieben Jahren ein Paar: Wollen Sie irgendwann heiraten?

Irgendwann wird es sicher ein Thema werden. You never know.

Wir halten fest: Epiney will sich, egal welches Thema, auch heute nicht festlegen.

Welches ist die normalste Seite Ihres Freundes?

Seine Bodenständigkeit.

Die beste Seite des Ruhmes?

Die Leute kommen immer sehr freundlich auf einen zu.

Und die schlechteste?

Egal, wo man ist, es gibt immer Leute, die einen kennen.

Wann zum letzte Mal geraucht?

Zigaretten habe ich noch nie geraucht, aber hin und wieder geniesse ich eine Zigarre.

Und noch eine Beichte: Wann waren Sie das letzte Mal so richtig schön sternhagelvoll?

Ich bin nicht wahnsinnig anfällig auf viel Alkohol. Es ist ewig her, dass ich das letzte Mal betrunken war.

Ihr Lieblingsjahrzehnt des letzten Jahrhunderts?

Das waren die 1980er. Nicht mode-technisch, aber die Musik von damals hat mich geprägt.

Welche Musiker haben Ihr Leben massiv verändert?

Wham und Madonna. George Michael war ein grossartiger Sänger, ich war x Mal an Konzerten von ihm. Madonna begleitet mich seit meiner Kindheit, mit ihr wurde ich gross.

Freut Sie das Comeback der The-Kelly-Family?

Geben die ihr Comeback? Das wusste ich nicht, aber ich gönne es allen Fans.

Unter dem Namen «Pure Pleasure» traten Sie 1996 zusammen mit Reto Peritz als Vorgruppe von The-Kelly-Family auf. Wie war’s?

Das war an einem Open air in Winterthur mit über 30'000 Zuschauern. Das Verrückte ist: Als Vorband siehst du den Main-Act oft gar nicht und wenn doch, meistens nur von Weitem im Backstage-Bereich. Und sowieso, ich war jeweils so nervös vor unseren Auftritten, dass ich mehr mit mir selber beschäftigt war. Ich habe deshalb auch kein Foto, das mich zusammen mit der Kelly Family zeigt.

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Pure Pleasure: Sven Epiney versuchte sich 1997 zusammen mit Reto Peritz als Gesangsduo.

Singen Sie heute nur noch unter der Dusche?

Nein, auch im Auto.

Lieder funktionieren wie Apotheken: Ihr Lied gegen Heimweh?

Ich habe kein Lied gegen Heimweh.

Zum Chillen?

Ich kann mich mit Liedern gut in Stimmung bringen. Wenn ich am Freitagabend in den Ausgang gehe, dann höre ich schon daheim Partysound, um mich in Stimmung zu bringen. Coldplay ist zum Beispiel eine coole Band, die mir ein gutes Grundgefühl gibt.

Wir waren beim Chillen.

Ach stimmt, dann lege ich Chill-out-Musik auf oder ich höre klassische Musik.

Zum Tanzen?

Da mag ich es, wenn es abgeht. Von gängigen, aktuellen Hits bis hin zu Minimal- und Elektromusik. Es kommt immer auf das Umfeld an. Ich kann auch an eine Schlagerparty gehen und es lustig haben, obwohl ich diese Art von Musik das ganze Jahr über sonst nicht höre.

Gegen Liebeskummer?

Ein Song, der in solchen Momenten gut tut, ist «Just Say Yes» von «Snow Patrol».

Haben Sie zu wenig Zeit für die Menschen?

Ich versuche wirklich, mir viel Zeit für die Menschen um mich zu nehmen. Aber natürlich gibt es Phasen, in denen ich nur am Rennen bin.

Ihre Lieblingsschweizerin?

Ich habe keine … äh, ich habe ganz viele Lieblingsschweizerinnen in meinem Umfeld.

Ihr Lieblingsschweizer?

Auch nicht.

Eine Lehre, die Ihnen Ihre Mutter über Frauen mitgegeben hat?

Meine Eltern haben mich gelehrt, dass es das Wichtigste ist, die Mitmenschen zu respektieren, egal, ob Frau oder Mann.

Eine Angewohnheit, die Sie von Ihrem Vater übernommen haben?

Immer zweimal über Etwas nachdenken. Mein Vater ist ein cleverer Mann.

Unterm Strich: Sind Männer interessanter als Frauen?

Egal, ob über oder unter dem Strich: Mich interessiert der Mensch und nicht, ob es eine Frau oder ein Mann ist.

Sie wurden im Januar 45: Wie ist der Start in die zweite Lebenshälfte verlaufen?

Ach Gott, ich mache mir deswegen nicht so viele Gedanken. Wer weiss schon, ob es die zweite Lebenshälfte ist. Vielleicht fällt mir morgen ein Ziegel auf den Kopf und alles ist vorbei. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man im Jetzt lebt. Das gelingt mir manchmal besser und manchmal schlechter.

Ist 50 das neue 30?

Nein, 50 wird immer 50 bleiben. Aber es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

Können Sie gut weinen?

Ja sehr.

Wird Yoga überschätzt?

Die Menschen, die Freude daran haben, sollen es tun. Ich kann aber nicht wirklich mitreden, weil ich erst eine Stunde Yoga mitgemacht habe.

Wann haben Sie sich zuletzt einsam gefühlt?

Das ist schon länger her.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend ändern?

Ich trenne Abfall, fahre möglichst wenig Auto. Trotzdem gibt es noch viel Potential, um umweltgerechter zu leben. Die Frage ist zum Beispiel, ob es wirklich sinnvoll ist, nur für ein Wochenende irgendwohin zu fliegen? Da müsste ich mich an der Nase nehmen.

Ihr heimliches Lieblingsthema?

Das kann ich Ihnen nicht sagen, sonst wäre es ja nicht mehr mein heimliches Lieblingsthema.

Welche Pille gehört erfunden?

Es müsste eine Pille geben, die die Menschen gelassener macht. Viele «Lämpe», die wir auf der Welt haben, entstehen aus Neid und Missgunst. Ich fände es super, wenn wir das etwas besser in den Griff bekommen könnten.

Törnt Sie eher Kälte oder Wärme an?

Wärme

Das stilvollste Schimpfwort?

Weiss ich nicht.

Natürlich weiss er das nicht. Wen wundert's? Grrr!

Das feinste Abendessen, zu dem Sie je geladen waren?

Es hat schon einige feine Essen gegeben. Mein Freund und ich essen sehr gerne. Mit Freunden treffen wir uns regelmässig und kochen zusammen. Das ist immer megalustig und gefällt mir sehr.

Sven Epiney kocht: Was gibt es?

Ich probiere gerne neue Rezept aus. Nachdem mir ein Koch von Sous-Vide erzählt hat, habe ich es kürzlich selber ausprobiert. Sous-Vide ist ähnlich wie Niedergaren. Ich habe ein Stück Fleisch schön mariniert, in einen Vakuumbeutel luftdicht verschweisst, im Wasser gegart und danach noch kurz in der Pfanne angebraten. Das Fleisch war mega zart.

Ihre Henkersmahlzeit?

Eine Tafel Schoggi.

Ihr Lebensmotto?

Geniesse den heutigen Tag.

Haben Sie ein Testament?

Nein. Aber mein Freund und ich haben schon besprochen, was wäre wenn.

Zur Person: Sven Epiney

Sven Epiney, 45, wuchs zuerst im Wallis und später in Bern auf.  Nach der Ausbildung zum Pirmarlehrer studierte er sechs Semester Jura an der Universität Bern. Seine Medienlaufbahn begann er im Alter von 12 Jahren, als er die Kindersendung  «Lollipop» beim Berner Radio Förderband moderierte. 1993 wurde er vom Schweizer Fernsehen zum Casting für das «TAF» Tagesfernsehen eingeladen. Seither hat er über 20 verschiedene  TV- und Radioformate beim SRF moderiert; unter anderem die Quizshow «Blockbusters», die Kochsendung «al dente», die Spielshow «5 gegen 5», «Die grössten Schweizer Hits» und die Castingshow «The Voice of Switzerland» sowie Sendungen auf Radio 105, SRF3 und Radio SRF1. Epiney lebt mit seinem Freund Michael Graber in Zürich.

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«Bluewin»-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten. Bötschi hat viel Erfahrung mit Interviews. Für die Zeitschrift «Schweizer Familie» betreute er viele Jahre die Serie «Traumfänger». Über 200 Persönlichkeiten stellte er dafür die Frage: Als Kind hat man viele Träume – erinnern Sie sich? Das Buch zur Serie «Traumfänger» ist im Applaus Verlag, Zürich, erschienen. Es ist im Buchhandel erhältlich.
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