Zeki: «Wenn ich in die Türkei einreisen will, droht mir die Verhaftung»

#Von Bruno Bötschi

3.5.2021

Zeki Bulgurcu in Rapperswil (17.09.2018). Bild Christoph Kaminski/Coopzeitung
«Meine Schwester und ich schliefen je auf einer Matratze im Wohnzimmer, die unsere Mutter jeden Abend hingelegt hat»: Zeki Bulgurcu.
Bild: zVg

Mit drei Jahren kam er mit seiner Familie aus der türkischen Provinz nach Basel, heute ist Zeki Bulgurcu für Millionen junge Schweizerinnen und Schweizer der Star aller Internet-Stars. Ein Gespräch über Fame, positive Vibes – und den Glauben an sich selbst.

#Von Bruno Bötschi

3.5.2021

Kurz nach Mittag auf der Terrasse einer Kommunikationsagentur in Zollikon an der Zürcher Goldküste: Interview mit Zeki Bulgurcu, dem grössten Social-Media-Entertainer der Schweiz.

Seit Zeki Bulgurcu, den alle nur Zeki nennen, 2013 einmal nicht schlafen konnte und stattdessen morgens um vier Uhr zum ersten Mal ein Meme in Schweizerdeutsch auf seinem Instagram-Kanal hochlud, entwickelte sich dieser zum grössten Spass-Account der Schweiz: Heute folgen dem 31-Jährigen sage und schreibe über 924'000 Menschen.

Zeki ist auch auf Tiktok, Facebook und Youtube aktiv. Aktuell erreicht er weit über 2,2 Millionen Followerinnen und Follower. Das ist deutlich mehr Reichweite, als viele traditionelle Medienhäuser der Schweiz haben – und Zeki hat das im Alleingang geschafft.

Zeki ist längst seine eigene Marke. Eine Erfolgsmarke, von der auch andere Firmen profitieren und gern etwas Glanz abbekommen möchten. Vor ein paar Wochen lancierte der Entertainer in der Migros eine neue Wurst und erst kürzlich meldete ein Smartphone-Hersteller, Zeki werde künftig als ihr Marken-Botschafter tätig sein. 

Nach Zollikon ist der Schweizer Internet-Star in seinem schwarzen Mercedes-AMG (Batman-Logo auf dem Grill als Erkennungszeichen) angereist. Einem der wenigen Luxusprodukte, die er sich gönne, sagt Zeki.

Na dann, kann es ja losgehen mit den vielen Fragen. Und wie immer: Zum Einstieg bleiben wir brav. Das muss doch auch Zeki Spass machen, bevor es dann richtig hart wird.

Zeki Bulgurcu, wir machen heute ein Frage-Antwort-Spiel: Ich stelle dir in den nächsten 45 Minuten möglichst viele Fragen – und du antwortest möglichst schnell und spontan. Passt dir eine Frage nicht, sagst du einfach ‹weiter›.

Alles klar.

Patti Basler oder Helga Schneider?

Mit Helge Schneider bin ich aufgewachsen, das ist doch dieser deutsche Sänger.

Ich meinte Helga Schneider, die Komikerin.

Die kenne ich nicht.

Und Patti Basler?

Zum Autor: Bruno Bötschi
Bild: zVg

«Blue News»-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten. Bötschi hat viel Erfahrung mit Interviews. Für die Zeitschrift «Schweizer Familie» betreute er jahrelang die Serie «Traumfänger». Über 200 Persönlichkeiten stellte er dafür die Frage: Als Kind hat man viele Träume – erinnern Sie sich? Das Buch zur Serie «Traumfänger» ist im Applaus Verlag,  Zürich, erschienen. Es ist im Buchhandel erhältlich.

Die habe ich einmal live gesehen.

Dominic Deville oder Michael Elsener?

Michael Elsener ist ein mega geiler Typ.

Michael Mittermeier oder Kurt Krömer?

Michael Mittermeier ist super, Kurt Krömer kenne ich nicht. Aber was haben diese Menschen alle mit mir zu tun?

Sie machen wie du Comedy.

Okay.

Du warst drei Jahre alt, als du mit deinen Eltern und deiner Schwester aus der Türkei nach Basel gekommen bist. Was ist deine erste Erinnerung an die Schweiz?

Beton. In der Türkei lebte unsere Familie in der Nähe der Stadt Konja auf dem Land. Als wir nach Basel zogen, wohnten wir in Kleinhüningen in einer kleinen Blockwohnung. Meine Schwester und ich schliefen im Wohnzimmer je auf einer Matratze, die unsere Mutter jeden Abend hingelegt hat.

Was ist deine erste positive Erinnerung an die Schweiz?

Ich fand cool, in den Kindergarten und später in die Schule gehen zu können und neue Freunde kennenzulernen.

Habt ihr türkischen Einwandererkinder einfach mehr Drive als wir müden Schweizer?

Es kommt darauf an, von welchem Drive du sprichst. Türkische Kinder sind frecher … ach was, es gibt auch Schweizer Kinder, die frech sind.

Verstehen türkische Männer mehr von Männlichkeit?

Nein. Das hat nichts mit der Nationalität zu tun.

Was ist deine türkischste Seite?

Ich esse sehr gern türkisch, also Börek, Pide, Baklava, Döner, Sucuk und so weiter.

Wirklich wahr, dass dein heutiger Coiffeur dich früher im Kindergarten gemobbt hat?

Das stimmt.

Warum lässt du dir heute von ihm die Haare schneiden?

Wir sind beide reifer geworden und haben darüber gesprochen, was früher nicht gut war. So konnten wir unseren einstigen Konflikt aus der Welt schaffen und Freunde werden.

Wann verstehst du keinen Spass?

Man amüsiert sich nicht auf Kosten sozial schwacher oder behinderter Menschen. Humor darf niemals verletzend sein.

Mal zugeschlagen?

Noch nie.

«Man amüsiert sich nicht auf Kosten sozial schwacher oder behinderter Menschen. Humor darf niemals verletzend sein»: Zeki Bulgurcu.
Bild: zVg

Mit welchen Worten bricht man höflich ein Telefongespräch ab?

Also.

Dumme Frage, aber was ist der Grund, weshalb wir uns heute zum Interview treffen?

Es sind zwei Gründe: Ich bin neuerdings Markenbotschafter des Smartphone-Herstellers Oppo und gleichzeitig der grösste Social-Media-Entertainer der Schweiz.

Dann fällt dir jetzt sicher sofort ein cooler Werbespruch für Oppo ein.

Oppo ist die neue Nummer eins auf dem Schweizer Handymarkt, kürzlich hat die Firma in einem Vergleich sogar Samsung und Apple geschlagen.

Warum arbeitest du mit einer chinesischen Firma zusammen?

Warum nicht? Ich arbeite mit Oppo zusammen, weil mir die Produkte gefallen. Zudem finde ich die Menschen, die bei Oppo Schweiz tätig sind, sehr sympathisch.

Wie viel zahlt dir Oppo für die Zusammenarbeit?

Oppo stellt mir immer die neuesten Devices zur Verfügung, also die Arbeitsgeräte, die ich also Social-Media-Entertainer täglich nutze. Das finde ich cool.

Hast du heute schon mit deinem Sprachassistenten von deinem Handy gesprochen?

Den benutze ich nie.

Benutzt du in Textnachrichten Emojis?

Ja.

Dein Lieblings-Emoji?

Habe ich nicht.

Wann schaltest du dein Handy garantiert immer aus?

Nie, ich stelle es auf lautlos.

Was würdest du lieber tun, einen Sack Insekten essen oder einen ganzen Tag ohne Handy unterwegs sein?

Einen Tag ohne Handy – obwohl, Insekten zu essen würde mich auch einmal reizen.



Wirklich wahr, dass dir das türkische Militär immer noch Einladungen schickt, obwohl du die Rekrutenschule in der Schweiz absolviert hast?

Einladungen bekomme ich schon länger nicht mehr. Aber wenn ich nochmals in die Türkei einreisen will, muss ich zuerst 6000 Franken bezahlen, sonst droht mir die Verhaftung.

Weisst du, wann dein Name zum ersten Mal in einer Schweizer Zeitung gestanden hat?

2014.

Falsch. Es war am 4. Juli 2009. Die ‹Basler Zeitung› vermeldete damals, dass du die Abschlussprüfung als Detailhandelsfachmann bestanden hast.

Du hast aber gut recherchiert.

Dein Vater wollte eigentlich, dass du Arzt oder Anwalt wirst.

Dafür reichten meine schulischen Leistungen nicht und zudem hatte ich andere Pläne.

War dein Vater deswegen sehr enttäuscht?

Nein, er war glücklich darüber, dass ich kurz vor Ende des 10. Schuljahres doch noch eine Lehrstelle fand.

Das zweite Mal in der Zeitung kamst du fünfeinhalb Jahre später. Am 30. Januar 2015 titelte ‹20 Minuten›: «Erfolgreicher Basler: Facebook-Sprücheklopfer erreicht 140'000 Menschen›.

Das war eine krasse Zeit. Ich war extrem stolz auf meinen Erfolg und konnte fast nicht mehr schlafen, weil ich fast jede Nacht hart für die Verwirklichung meines Traumes gearbeitet habe.

Kannst du mir bitte verraten, wie aus einem jungen Mann, der lange Zeit keinen eigenen Computer besass, ein Internet-Star wird?

Richtig erklären kann ich dir das auch nicht. Schon in der Schule haute ich gern lustige Sprüchli raus. Mein Erfolg im Internet nahm 2013 seinen Anfang. Eines Nachts konnte ich nicht schlafen. Irgendwann fiel mir ein, dass in der Schweiz etwas fehlt: schweizerdeutsche Unterhaltung. In derselben Nacht produzierte ich mein erstes Meme auf Schweizerdeutsch und platzierte es auf Instagram. Ich bekam sofort einige Likes. Am nächsten Tag postete ich ein zweites Meme und bekam noch mehr Rückmeldungen darauf. Danach explodierte es förmlich, 100, 500, 1000 bis ich irgendwann über 100'000 Followerinnen und Follower hatte.

Deinem Instagram-Account Swissmeme folgen heute 924'000 Menschen. Bist du ein Glückskind?

Mit Glück allein hätte ich diese Zahl niemals erreicht. Es hat mit gutem Gespür zu tun und dass ich mit meinen Memes Themen auf den Punkt bringe. Ich bin ein Sympathieträger. Ich necke, provoziere aber nicht und bringe so viele Menschen in der Schweiz zum Lachen.

Als du vor acht Jahren mit deinem Instagram-Account gestartet bist, wusstest du nicht, wohin das führt. Weisst du es heute?

Ich denke, ich bin mittlerweile am Zenit angekommen. Egal, ob man mich liebt oder hasst, in der Schweiz kommt niemand mehr an Zeki vorbei. Haue ich ein Meme oder ein Video raus, wird darüber gesprochen.

Für Internet-Stars gelten meist einige Besonderheiten: Sie sind jung, werden oft bekannt, wenn sie zwischen 18 und 25 sind. – Wie hast du es geschafft, diesem Druck standzuhalten?

Ich habe nie Druck verspürt.

Das glaube ich dir nicht.

Ist aber so. Ich habe immer nur das gemacht, was mir Spass macht.

Auf deinem zweiten Instagram-Account Zekisworld folgen dir aktuell über 415'000 Menschen, auf Tiktok folgen dir unter Zekisworld über 660'000 Menschen, deine Facebook-Seite Zeki haben 135'500 Menschen gelikt. Deinen Youtube-Kanal Zekisworld haben über 33'400 Menschen, den Kanal Swissmeme TV über 108'000 Menschen abonniert. Du hast damit deutlich mehr Reichweite als viele traditionelle Schweizer Medienhäuser.

Das stimmt, ich bin mein privates Medienunternehmen.

Müsste einer wie du nicht Chefredaktor vom ‹Sonntagsblick› werden?

Wieso sollte ich das werden?

Weil du genau weisst, was die Schweizerinnen und Schweizer mögen.

Ich bin ja schon Journalist und bespiele meine eigenen Kanäle. Ich bin lieber unabhängig und mein eigener Chef.

Wie schätzt du dich, der jetzt gerade so dasitzt, selber ein: als berühmt oder schon sehr berühmt?

Innerhalb der Schweiz sehr berühmt, international ein Niemand.

Wann hattest du zuletzt Selbstzweifel?

Das kommt selten vor. Bei mir gibt es nur eine Richtung: vorwärtsgehen. Ich bin ein Mensch, der sich ständig selber pusht.

Der Sohn türkischer Eltern wird zu einem der einflussreichsten Schweizer seiner Generation. Geil, nicht?

Es macht mich definitiv sehr stolz, dass ich als Secondo eine ganze Generation vertreten darf.

Wozu braucht der Mensch eine Privatsphäre?

Damit er sich zurückziehen kann. Das unterscheidet mich jedoch von vielen Influencerinnen und Influencern: Ich teile kaum Privates im Internet. Es gibt Internet-Stars, die posten, wie sie ihren Kafi rauslassen. Mich reizt diese Art von Kommunikation nicht. Dieses Mitteilungsbedürfnis tut niemandem weh, aber es verändert die Welt auch nicht.



Ich nehme an, Zeki ist ein Kürzel. Wie lautet dein richtiger Vorname?

Zeki ist kein Kürzel. Zeki ist türkisch und heisst intelligent auf Deutsch übersetzt.

Heisst Bulgurcu, dein Familienname, auch etwas?

Der Reismacher.

Die Vornamen von deinen drei besten Freunden?

Senad, Marcel, Musti, Marco.

Welche Macken deiner besten Freunde treiben dich hin und wieder zur Weissglut?

Ich mag es gar nicht, wenn sie sich tagelang nicht melden. Besonders nervig ist ein Kollege, der sich, kaum hat er eine neue Freundin, jeweils wochenlang nicht mehr meldet.

Was können Männer besser als Frauen?

Besser Bier trinken (lacht).

Was können Frauen besser als Männer?

Sie haben mehr Emotionen und sind selbstständiger. Frauen können besser ohne Männer sein als umgekehrt.

Wie würdest du diesen speziellen Zeki-Fame beschreiben?

Ich versuche meinen Fans viel Liebe und möglichst positive Vibes zu vermitteln.

In den Medien werden Internet-Stars regelmässig kritisiert. Es heisst, sie würden unkritisches Wischiwaschi produzieren. Wahr oder nicht wahr?

Ich kann nur für mich selber reden und sagen: Ich beschäftige mich immer öfter auch mit gesellschaftskritischen Themen in meinen Videos. In wenigen Tagen werde ich in diesem Bereich sogar noch ein grosses Stück weiter gehen und ein längeres Video hochladen zum Thema LGBTU und ‹Gewalt›.

Warum tust du das?

Ich will ein klares Zeichen setzen und deutlich sagen, was geht und was nicht geht. Leider ist Lesben- und Schwulenfeindlichkeit in der Schweiz nach wie vor sehr verbreitet. Dagegen will ich mich einsetzen.

Auf einer Skala von eins bis zwölf: Wie verrückt ist die Welt gerade?

13.

Und wie verrückt bist du?

20 (lacht).

«Es gibt Internet-Stars, die posten, wie sie ihren Kafi rauslassen. Mich reizt diese Art von Kommunikation nicht. Dieses Mitteilungsbedürfnis tut niemandem weh, aber es verändert die Welt auch nicht»: Zeki Bulgurcu.

Was bezeichnest du als dein besonderes Talent?

Ich kann Menschen zum Lachen bringen.

Kannst du tanzen?

Ein bisschen.

Kannst du wakeboarden?

Nein … ach, was sind das nur für Fragen?

Kannst du singen?

Ich kann gut rappen.

Dann stimmt es also, dass du demnächst eine Single mit Baschi produzieren wirst?

Nein, das stimmt nicht (lacht laut). Aber wer weiss, vielleicht kommt es noch einmal so weit. Ich weiss zwar nicht, wie das beim Publikum ankommen würde. Singen tut gut, aber nicht alle sollten es in der Öffentlichkeit tun.

Der Name deines Managers?

Ich habe keinen mehr.

Strategiesitzungen hältst du demnach nur mit dir selber ab?

Genau, selbst ist der Mann.

Was hast du zuletzt mit dir besprochen?

Das ist alles in meinem Kopf.

Darf es noch nicht raus?

Nein.

Wer hatte die Idee, dass du Würste in der Migros verkaufen sollst?

Das war meine Idee.

Warum sind deine Sucuks besser als andere?

In der Schweiz waren Sucuks bisher kaum erhältlich. Sucuks sind vielseitig einsetzbar, man kann sie roh essen, aber auch grillieren. Sucuk ist die geilste Wurst der Welt.

Willst du mit deinen Sucuks dem Cervalat, der Schweizer Nationalwurst, Konkurrenz machen?

Nicht nur dem Cervelat, ich will allen Würsten, die es in der Schweiz gibt, Konkurrenz machen.

Welches soziale Medium hat am meisten dazu beigetragen, dass du heute Millionär bist: Instagram, Youtube, Tiktok oder Facebook?

Keine Ahnung (lacht).

Aber es stimmt, dass du Millionär bist?

Weiter.

Dann frage ich anders: Bei welchem sozialen Medium hast du bisher am meisten verdient?

Instagram.

Was ist der grösste Luxus, den du dir bisher gegönnt hast?

Mein Mercedes-AMG. Ansonsten gönne ich mir kaum einmal Luxus. In meinem Kleiderschrank hängen Hosen, die ich seit vier Jahren trage. Aber der AMG ist wirklich top. Ich denke, ich werde mir bald ein neues Modell holen.

Kaufen?

Nein, leasen. Du weisst doch, ich bin Ausländer (lacht schallend).

Da stimmt nicht, du hast die RS gemacht.

Ich bin stolzer Schweizer und ich bin stolzer Ausländer.

Was machst du, wenn Zeki ab übermorgen auf Instagram und Co. nicht mehr gefragt ist?

Dazu wird es nicht kommen. Warum schmunzelst du jetzt?

Du hast viel Selbstvertrauen.

Es wird mir immer wieder gesagt, ich hätte extrem viel Selbstbewusstsein. Nur, ist das etwas Schlechtes? Ich finde nicht. Ich finde, es ist wichtig, an sich selber zu glauben. Ich auf jeden Fall bin mir selber am nächsten und lasse mir von nichts und niemandem sagen, was möglich ist und was nicht.

Auch nicht von deiner Freundin?

Ich habe keine Freundin mehr.

Es gibt zurzeit also niemand, der dich auf den Boden der Realität zurückholt?

Das ist nicht nötig, ich bin ein sehr bodenständiger Mensch, aber trotzdem sehr selbstbewusst. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, finde ich.

«Es wird mir immer wieder gesagt, ich hätte extrem viel Selbstbewusstsein. Nur, ist das etwas Schlechtes?» Zeki Bulgurcu.
Bild: zVg

Dein Lieblingswort auf Türkisch?

Hadi.

Dein Lieblingswort auf Baseldeutsch?

Jä.

Dein Lieblingstier?

Wolf. Er ist ein Alphatier, so wie ich auch.

Deine Lieblingsblume?

Meiner Mutter habe ich zuletzt Rosen auf den Geburtstag geschenkt.

Deine Lieblingshausarbeit?

Ich mach alles im Haushalt, ich wasche ab und räume auf.

Wenn wir also jetzt in deine Wohnung fahren, sähe es dort okay aus?

Definitiv. Ich lade dich gern einmal ein.

Dein Lieblingsfilm?

‹The Mask›. Jim Carrey ist eine grosse Inspiration für mich.

Hättest du dir als zehnjähriger Bub je träumen lassen, dass du mit 30 in einem Kinofilm mitspielen wirst?

Nein.

Vor einem Jahr hast du in einem Videobeitrag auf Virus gesagt: ‹Ich will nicht nur Entertainment machen, ich habe noch viel grössere Träume und Pläne. Und ich werde sie alle verwirklichen.›

Das stimmt – vor wenigen Wochen hat die Migros meine Sucuk-Würste  lanciert. Demnächst werden noch weitere Produkte dazukommen. Zudem bin ich am Schreiben eines Stand-up-Bühnenprogramms. Und ich arbeite an einem Drehbuch für einen Film. Weisst du, mittlerweile ist mir mein Auftritt in den sozialen Medien gar nicht mehr so wichtig.

Um was geht es in deinem Flilm?

Es wird ein Familienfilm werden, ich will die Themen Freundschaft, Liebe, Akzeptanz und Integration ansprechen.

Werden Pietro und Sepp, deine Brudis, mit denen du regelmässig Videos für Instagram produzierst, auch mitspielen?

Ich hoffe es, zugesagt haben sie zumindest. Hast du eigentlich noch viele Fragen?

Nur noch ein paar. Deine Brudis sind ja auch schon etwas älter und haben es trotzdem geschafft, Internet-Stars zu werden. Hast du mir irgendwelche Erfolgstipps, damit mein Instagram-Account auch endlich durch die Decke geht oder ich zum erfolgreichen Influencer werden kann?

Ich kenne deinen Instagram-Account nicht. Vielleicht machst du ja schon alles richtig, aber du denkst einfach noch zu klein. Statt im Teich zu schwimmen, solltest du es einmal im Ozean versuchen. Aber ganz wichtig dabei: Mache nur das, was dich glücklich macht.

Wer sind deine Vorbilder?

Meine Eltern.

Und beruflich?

Schauspieler Jim Carrey habe ich schon erwähnt. Und ich mag die Musik von Rapper Machine Gun Kelly, kurz MGK, sehr. Seine Texte pushen mich extrem.

Sorry, diesen Musiker kenne ich nicht.

Kein Problem, ich kenne Helga Schneider ja auch nicht. Ist sie ein Vorbild von dir?

Ich finde sie eine grossartige Komikerin.

Frau Schneider ist halt mehr deine Generation.

Dafür ist Patti Basler mehr deine Generation.

Nein, überhaupt nicht. Meine Generation ist Supercedi und Aditoro. Und ich mag Bendrit Bajra und Stefan Büsser sehr und auch Fabio Landert ist super.

Und bei den Frauen, wen findest du dort besonders lustig?

Noelia und Silvia von Izzy.

Wir sind fertig.

Gut.

Noch mehr «Bötschi fragt»-Gespräche gibt es unter diesem Link.