11.10.2016 - 15:58

Essen verschwenden? So machen Sie Schluss mit Foodwaste

von Sarah Hefti, Nachhaltigkeitsblog
 

0 Bewertungen


Haben Sie gewusst, dass Sie jährlich 300 Kilogramm Nahrungsmittel wegwerfen? Das Phänomen nennt sich Foodwaste und kann aktiv bekämpft werden. Wir sagen Ihnen wie.

Da ist sie wieder, diese unbändige Lust auf ein Dessert. Aber wer schafft nach einem ordentlichen Hauptgang überhaupt noch ein ganzes Tiramisu? Kaum jemand. Und die Süssspeise landet im Abfalleimer. Dorthin wandert auch die XXL-Packung Chips, deren Sonderpreis uns im Laden noch verführerisch angelächelt hat – und die nach zwei Handvoll nur noch halb so toll ist.

In der Schweiz werden gemäss foodwaste.ch jedes Jahr zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel verschwendet, was rund 300 Kilogramm pro Person entspricht. Haushalte und die Gastronomie schwingen dabei oben aus.

Eine tragische Verschwendung, wenn man sich vor Augen führt, dass die Lebensmittelproduktion 30 Prozent aller Umweltbelastungen verursacht: CO2-Emissionen, Beanspruchung bereits knapper Ressourcen wie Wasser und fossiler Energieträger und unnötige Landnutzung.

Apps gegen Foodwaste

Wie kann man diesem Trend entgegenwirken, ohne gleich belehrend mit dem Zeigfinger zu wedeln? Unsere Bildergalerie stellt Restaurants, Apps, Konzepte und Initiativen vor, die sich dem Kampf gegen Foodwaste verschrieben haben. Und sie zeigt, wie auch Sie persönlich und ohne viel Aufwand etwas beitragen können, ohne dabei auf leckeres Essen verzichten zu müssen:

  1. «Too good to go» (Anroid/iOS) – das sind am Ende des Tages viele Speisen in Restaurants und Cafés. Deshalb zeigt die App im jeweiligen Umkreis an, wo Reste in Menüform günstig abgeholt werden können.
  2. Oder selber richtig kreativ werden, mit dem was übrigbleibt? Spannende Rezepte gibt es hier.
  3. Das Projekt Deine Stadt tischt auf lädt ein: Mit überschüssigen und unverkäuflichen Lebensmitteln wird an einem öffentlichen Platz gemeinsam für Schlemmer gekocht und gegessen.
  4. «More than Honey» und «Food Inc.» sind nur zwei der Filme, die sich kritisch mit dem globalen Essverhalten auseinandersetzen. Filme für die Erde präsentiert eine Bestenliste zum Thema.
  5. Die RestEssBar sind öffentliche Kühlschränke in Winterthur, Frauenfeld oder Luzern, in denen sich gratis bedienen darf, wer hungrig ist. Angeboten werden Gemüse und Früchte, die sonst in der Mülltonne gelandet wären.
  6. Saisonal einkaufen – aber wie? Eine ausführliche Übersicht von saisonalen Gemüsesorten und Früchten findet sich in den Saisontabellen des WWF.

Über den Nachhaltigkeitsblog

Hier erhalten Sie von Swisscom-Mitarbeitenden und Experten aktuelle Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil und für einen kompetenten Umgang mit neuen Medien. Wir porträtieren Unternehmen und Technologien, die innovative Lösungen bieten für die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und bleiben Sie informiert. Das Bluewin-Portal ist eine Unternehmenseinheit der Swisscom (Schweiz) AG.

Bild zum Artikel

Sarah Hefti arbeitet in der Unternehmenskommunikation von Swisscom und verantwortet den Nachhaltigkeitsblog mit. Sie schreibt regelmässig über Nachhaltigkeitstrends.
Bild: Swisscom

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität