29.12.2016 - 09:21

«2017 tu ich mehr für die Umwelt»: So klappt's

von Daria Gfeller, Nachhaltigkeitsblog
 

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Das neue Jahr winkt uns freudig entgegen – Zeit, sich seinen Vorsätzen zu widmen. Die Welt werden Sie 2017 nicht retten können, aber wir haben ein paar Vorschläge für den richtigen Weg.

Nebst Geschenkpapier entsorgen, Steuern einzahlen und Silvestermenü planen, darf in der Altjahreswoche eine Aufgabe nicht vergessen gehen: gute Vorsätze fürs neue Jahr zu definieren. Die Klassiker unter ihnen sind «mehr Sport» und «nicht mehr rauchen» – die Umsetzung scheitert dann oft an zu ambitionierten Erwartungen oder zu wenig konkreten Zielen.

Deshalb haben wir eine Liste zusammengestellt, wie Sie sich 2017 auf eine andere Art engagieren können und zwar nicht für sich selber, sondern für die Umwelt. Wieso diese Vorsätze so wichtig sind, zeigt der eindrückliche Living Planet Report von WWF.  

1. Produkte aus der Region kaufen

Es ist uns allen bekannt, dass regionale Produkte umweltschonend sind. Allerdings ist es vor dem Regal im Suoermarkt nicht ganz einfach, heimische Ware von importierten Gütern zu unterscheiden. Es lohnt sich aber, sich die Zeit dafür zu nehmen. Weintrauben aus Chile verursachen rund die 838-fache Menge an CO2-Emissionen wie solche aus Österreich. Dies liegt unter anderem am Trabsportweg per Frachtschiff. Ein weiterer Faktor für einen nachhaltigen Einkauf ist die Beachtung der Saison. Eine kleine Hilfe bietet dieser Obst-Kalender.  

2. Fleischfreien Tag einführen

Der Durschnitts-Schweizer isst ein Kilogramm Fleisch in der Woche. Unsere Landwirtschaft kann diese Nachfrage aber nicht abdecken. Folglich wird sehr viel Fleisch und auch Kraftfutter für unsere Nutztiere importiert. Würde die Schweiz auf diese Importe verzichten, wäre sie dennoch in der Lage, die Hälfte des heute konsumierten Fleisches hierzulande herzustellen. Heisst also, dass wir mit 500 Gramm Fleisch wöchentlich die Umwelt deutlich entlasten würden. Ein erster Schritt hin zu diesem Ziel ist ein fleischfreier Tag pro Woche.

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Die Erde kann ein bisschen Unterstützung gut gebrauchen.
Bild: Getty Images

3. Plastiktüten vermeiden

Wohin mit der Gurke und dem Orangensaft zum Transport? Schnell die Einwegtasche abreissen. Zuhause landet sie dann sofort im Müll, ein paar Wochen später im Meer. Immerhin gibt es mittlerweile ökologische Einwegtaschen, zum Beispiel von der Migros. Nehmen Sie deshalb ab jetzt immer (wiederverwendbare) Taschen mit. Ein weiterer Vorteil: Die Säcke sind deutlich stabiler. 

4. Kaufen Sie Textilien aus umweltfreundlicher Baumwolle

Die meist behandelte Pflanze der Welt ist die Baumwolle. Ganze 16 Prozent aller Insektizide werden für sie eingesetzt, obwohl sie nur 2,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzungsfläche ausmacht. Daher sollten Sie beim Kauf Ihrer Textilien auf Bio- und Fairtrade-Baumwolle achten.

5. Elektronische Geräte zu Hause sinnvoll nutzen

Ob Küche oder Wohnzimmer: Geräte, die Strom verbrauchen, sind nicht wegzudenken. Jedoch können wir sie bewusst einsetzen und damit Strom und Geld sparen. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, wo man die Butter im Kühlschrank platziert oder ob der Laptop bei Nichtgebrauch am Strom angeschlossen ist.

6. Bewusst heizen

Bei der Heizung haben wir das grösste Energiesparpotenzial im Haushalt. Erhöht man die Temperatur um ein Grad, so steigt der Energieverbrauch um ganze sechs Prozent. Sparsam heizen heisst nicht, dass man frieren muss. Andererseits muss man im Winter nicht im T-Shirt rumlaufen und das Fenster dauernd offen haben. Ziehen Sie sich der Jahreszeit entsprechend an und finden Sie die optimale Temperatur. Profis heizen gar smart.

7. Geniessen Sie Ferien in der Nähe oder mit dem Zug

Mit dem Flieger in die Ferien zu reisen ist schnell und praktisch, aber extrem umweltschädlich. So verursacht ein Flug von Zürich nach Neuseeland gleich viel CO2-Emissionen wie acht Monate Alltagsleben in der Schweiz. Reisen Sie 2017 mit dem Zug in die Ferien oder sogar mit dem Fahrrad. Es müssen nicht immer die Malediven sein, um sich zu entspannen. Auch in der Schweiz und in unseren Nachbarländern gibt es wunderschöne Erholungsgebiete.

8. Steigen Sie auf papierlose Rechnungen um

Es kostet Sie weder viel Zeit noch Arbeit. Durch E-Rechnungen, Online-Banking und Daueraufträge können Sie sehr viel Papier einsparen. Würde man alle Papier-Rechnungen stapeln, welche allein die Swisscom jährlich versendet, würde man einen Berg von acht Kilometern Höhe erhalten. Mittlerweile erheben Unternehmen teilweise sogar Gebühren für die Papierrechnung, weil es auch für Sie mehr Aufwand und Kosten bedeutet. Deshalb schnell nachschauen, welche der wichtigsten Unternehmen in der Schweiz bereits die E-Rechnung anbieten.

9. Von zu Hause aus arbeiten

Nicht jeder Arbeitgeber unterstützt Home-Office. Wer aber die Möglichkeit hat und nutzt, schont damit die Umwelt. Das Auto kann sich in der Garage ausruhen, die Vespa lässt Sie mit dem lauten Gebrumm in Ruhe und der Zug wird entlastet. Wer nicht von zu Hause arbeiten darf, kann mit nachhaltigen Fahrzeugen zur Arbeit fahren. Wie wäre es mit dem Fahrrad? Oder bei längeren Distanzen mit einem E-Bike? 

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Daria Gfeller ist Mediamatikerin bei Swisscom und schreibt regelmässig über Nachhaltigkeitstrends.
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