25.01.2017 - 16:55

Swisscom Mobile Aid: Ihr altes Handy wird zu Essen für tausende Kinder

Kinder haben im SOS-Kinderdorf Harar ein liebevolles Zuhause.
Bild: Joris Lugtigheid

von Marius Schlegel, Nachhaltigkeitsblog
 

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In Ihrem alten Handy steckt noch viel mehr, als Sie vielleicht glauben: Sie können damit Kindern auf der ganzen Welt eine bessere Zukunft ermöglichen. Lesen Sie hier, wie das funktioniert.

Harar, eine Stadt in Äthiopien. Die Temperaturen liegen bei 40 Grad im Schatten. Die Luft ist schwül. Eigentlich sind das perfekte Bedingungen, um sich in den Schatten eines Baumes zu legen und sich ja nicht anzustrengen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Kinder lachen und tanzen, Erwachsene klatschen im Takt. Alle sind auf den Beinen, um zu feiern. Denn heute wird in Harar der Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt. Christian Hosmann, Geschäftsführer der Stiftung SOS Kinderdorf Schweiz, steht mitten in der Menschenmasse und freut sich – trotz Schweissperlen auf der Stirn – mit.

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Pascal Salina,

Seine Mission ist es, den Ärmsten der Armen neue Perspektiven zu geben. Für die Bewohner und Kinder in Harar heisst dies konkret, dass sie Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrung und Bildung erhalten. Möglich macht dies unter anderem Mobile Aid, ein Programm von Swisscom und SOS-Kinderdorf. Das Programm funktioniert so: alte, ungenutzte Handys können in allen Swisscom Shops abgegeben werden. Die Sozialfirma Réalise sortiert die abgegebenen Handys. Alle persönlichen Daten auf den Geräten werden gelöscht. Funktionierende Geräte werden aufbereitet und als Occasions-Handys weiterverkauft. Der Erlös aus dem Wiederverkauf geht als Spende an SOS-Kinderdorf. Die restlichen Handys werden rezykliert.  

Essen für Tausende in Schweizer Schubladen

Seit dem Start der Aktion im November 2012 kamen so über 460'000 Handys zusammen. Mit dem Erlös finanzierte SOS-Kinderdorf über zwei Millionen Mahlzeiten. «Es liegt aber noch viel Potenzial in den Schubladen von Schweizerinnen und Schweizern», sagt Hosmann. Und rechnet vor: «Die Spenden aus dem Verkauf von ungenutzten Handys in der Schweiz könnten schätzungsweise rund 60'000 Kinder ein Jahr lang ernähren.»

Seit über 50 Jahren engagiert sich SOS-Kinderdorf in der ganzen Welt für Kinder, die ihre Eltern verloren haben. «Mit der Unterstützung unserer Spender verbessern wir die Lebensbedingungen der Kinder. Und wir bieten Ihnen eine Chance für eine bessere Zukunft.» Und diese Hilfe ist dringend nötig. Auch heute noch. Die Folgen des Klimawandels, also Dürreperioden und Überschwemmungen, Naturkatastrophen sowie kriegerische Auseinandersetzungen treffen Kinder am härtesten. Wenn sie dabei noch ihre Eltern verlieren, sind sie auf Organisationen wie SOS-Kinderdorf angewiesen.

Hilfsorganisationen sind wiederum auf ihre Spender angewiesen. Um Spendengelder zu erhalten, braucht es stets neue Ideen und unternehmerisches Denken. Das hat Christian Hosmann in den letzten sieben Jahren als Geschäftsführer der Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz gelernt. «Schweizer spenden zwar viel, aber das Volumen pro Organisation geht seit einigen Jahren zurück.» Neue Wege der Spendensammlung sind gefragt. Und die gibt es. Christian Hosmann setzt neben privaten Spendern auf Kooperationen mit Unternehmen, wie bei Mobile Aid.  

Ganzheitliche Verantwortung

Swisscom engagiert sich neben dem Handy-Recycling im Rahmen diverser Projekte für Umwelt und Gesellschaft. Zusammen mit Partnern der Joint Audit Cooperation verbessert Swisscom die Arbeitsbedingungen von Millionen Menschen in ihrer Lieferkette. Mit Aktionen wie dem «Tag der Aufmerksamkeit»und Medienkursen sollen Handy-Nutzer für eine sichere, verantwortungsvolle Mediennutzung sensibilisiert werden. In der Bildergalerie erfahren Sie, was Swisscom im vergangenen Jahr für die Nachhaltigkeit gemacht hat. Wollen Sie noch mehr darüber erfahren, wie sich Swisscom engagiert? Dann schauen Sie doch in Nachhaltigkeitsbericht 2016 rein.

Über den Nachhaltigkeitsblog

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Marius Schlegel ist im CR-Team von Swisscom Experte für klimafreundliche Services, Mobile Aid sowie Energie- und Klimapolitik.
Bild: Swisscom

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