31.03.2017 - 11:16

Diese zwei neuen Technologien könnten die Umwelt retten

von Sascha Bianchi, Nachhaltigkeitblog
 

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Das Leben angenehmer gestalten und dabei erst noch die Umwelt schonen: Das ermöglichen uns neue Technologien wie künstliche Intelligenz oder vernetzte Geräte. Die Kehrseite dabei lautet «Big Data» und der Schutz der Persönlichkeit.

Der Kühlschrank bestellt selber Nachschub, das Auto meldet den Servicebedarf automatisch und die Kaffeemaschine wird aus der Ferne gewartet: ganz schön bequem, diese Zukunftsmusik.

Es wird geschätzt, dass wir in naher Zukunft 40 Milliarden vernetzte Geräte auf der Welt haben werden. Dies sind 30 Geräte pro Social Network User. Lange warten müssen wir auf diese «intelligenten» Geräte nicht. Denn schon heute sind künstliche Intelligenz und das sogenannte «Internet of Things» Realität, wenn auch noch nicht Alltag. Mehr dazu in unserer Bildergalerie.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (auf Englisch «Artificial Intelligence») eignet sich selbständig neue Fähigkeiten an. Der Roboter «Baxter» ist eines der bekanntesten Beispiele dafür. Der kleine Roboter, der so unspektakulär ausschaut, lernt allein vom Zusehen, wie man zum Beispiel ein Glas Wasser einschenkt. Ohne, dass er dafür programmiert worden wäre. Künstliche Intelligenz kann schneller lernen, mehr Datenmengen miteinbeziehen und auf mehr Wissen zugreifen als Menschen. Solche Roboter werden bereits heute in Fabriken, Werkstätten, in der Pflege und im Privaten zur Erleichterung des menschlichen Alltags eingesetzt.

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Das Versprechen der Technik: Wenn Geräte und Autos besser miteinander kommunizieren, gehören Staus der Vergangenheit an. Ressourcen werden geschont, Emissionen eingespart. Doch mit «Big Data» kommen auch grosse Fragen zur Datensicherheit.
Bild: iStock

Internet der Dinge

Das Internet of Things ist die Online-Verbindung von Geräten, Computern und Datennetzwerken. Diese kommunizieren selbständig untereinander und überprüfen, warten und updaten Apparate, Fahrzeuge und Kommunikationsgeräte. Das könnte dann so aussehen: Sensoren melden, wenn ein Reifen am Auto abgefahren ist und ausgewechselt werden muss, die Kaffeemaschine kann per Fernwartung neu programmiert werden, die Badewanne ist so eingestellt, dass sie am Freitagabend Wasser einlässt, wenn der Besitzer auf dem Weg nach Hause die Stadtgrenze erreicht hat.

Good News für die Umwelt

Die Auswirkungen, die das Internet of Things und die künstliche Intelligenz auf unser Leben und die Gesellschaft haben werden, übersteigt unsere Vorstellungskraft. Wir erhoffen uns natürlich eine Vereinfachung unseres Lebens. Klar ist, dass wir dank dieser Anwendungen ökologischer leben und ganz einfach Strom, Treibstoff und Geld sparen können. Wenn Kühlschränke selbstständig Nachschub bestellen und in der Folge ein Lieferwagen gleich das ganze Quartier bedienen kann, heisst dies, dass unzählige PKWs sich die Fahrt zum Supermarkt sparen können. Wenn die Heizung per Fernwartung eingestellt wird, spart sich der Techniker die Anreise und unnötiges Heizen wird vermieden - wie beispielsweise bei der neuen «tiko»-Lösung von Swisscom. Wenn dank GPS und Internet of Things Staus vorausgesagt werden können, noch bevor sie entstehen, fliesst der Verkehr ungestört und unnötige Emissionen werden vermieden. 

Das digitale Leben

Die Digitalisierung bringt eine unglaublich grosse Datenmenge mit sich, Big Data genannt. Diese können von den Programmen so genau ausgewertet werden, dass nicht nur Rückschlüsse auf Essgewohnheiten, Lebensstandard und Vorlieben von Menschen möglich sind, sondern auch bestehende und potentielle Krankheiten, Gefährdungen, Laster und intimste Geheimnisse an die Oberfläche treten. Das Schreckensbild, das in diesem Zusammenhang oft bemüht wird, ist der gläserne Mensch, der nicht mehr arbeiten muss und aus Umweltschutzgründen nicht mehr selbst einkaufen darf. Wir können nur spekulieren, wie unser digitalisiertes Leben ganz konkret aussehen wird. Fest steht einzig, dass es grundlegend durchgeschüttelt wird. Das digitale Leben ruft nach neuen Gesetzen, neuen Werten und Lebensinhalten sowie einem veränderten Umgang mit Gesellschaft und Umwelt.  

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Sascha Bianchi verantwortet den Nachhaltigkeitsblog und Partnerschaften mit myclimate, Filme für die Erde und der Umwelt Arena. Er schreibt regelmässig über Nachhaltigkeitstrends und Aktivitäten der Swisscom Partner.
Bild: Swisscom

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