26.06.2017 - 21:21

Das sind die velofreundlichsten Städte Europas

von Sascha Bianchi, Nachhaltigkeitsblog
 

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Europa hat viele Städte, die das Velofahren stark fördern und sich zu wahren Velostädten mausern. Die Schweiz ist da noch etwas im Hintertreffen, trotzdem weiss die Expertin, welche Orte hierzulande zu den Gewinnern gehören.

Schon mal daran gedacht, mit dem Velo den Rhein entlang zu fahren? Oder von München nach Venedig? Diese Strecken gehören zu den schönsten Radwegen Europas. Wer lieber Städtetrips mit Sightseeing macht statt Kilometer zu strampeln, ist in der Bildergalerie mit unseren zehn schönsten Velostädten Europas bestens beraten.

Und auch wer den Sommer über zuhause in der Schweiz bleibt, muss nicht auf Veloerlebnisse verzichten. Bettina Maeschli von Pro Velo Schweiz weiss, wo und wie es sich hierzulande am besten radelt.

Welches ist die absolute Nummer-1-Velostadt der Schweiz und warum?

Bettina Maeschli: Die eine Velohauptstadt, quasi ein Kopenhagen oder Amsterdam der Schweiz, gibt es so nicht. Die grösseren Städte wetteifern zurzeit um den Titel der Velostadt. Bern will Velohauptstadt werden mit ihrer Velo-Offensive, wo der Anteil bis 2030 auf 20 Prozent steigen soll. Basel hat zurzeit von den grossen Städten wohl den grössten Veloanteil mit 16 Prozent. Es gibt jedoch auch kleinere Städte, die als Velostädte gelten: In Umfragen bei Velofahrenden zur velofreundlichsten Stadt sind Burgdorf und Winterthur jeweils auf den vorderen Rängen zu finden.

Was ist Ihrer Meinung nach die schönste Radtour der Schweiz? Welche muss man unbedingt mal gemacht haben?

Für mich ist die Oberlandroute (Thun nach Interlaken über den Höhenweg ins Justistal und über Beatenberg) immer ein Highlight. Es kostet etwas Schweiss, ist aber auch mit einem E-Bike machbar und die Aussicht auf den blaugrünen Thunersee, die Viertausender und die Blüemlisalp sind unbezahlbar. Zudem ist die Strecke äusserst verkehrsarm. 

Was ist das Tolle an Veloferien gegenüber herkömmlichen Ferien?

Als Velofahrende kommt man Land und Leuten viel näher, als wenn man zum Beispiel mit dem Auto unterwegs ist. Nach meiner Erfahrung kommt man leichter ins Gespräch und sieht und spürt alles hautnah. Gleichzeitig ist es ein gutes Tempo: nicht zu langsam, so dass man gut vorwärts kommt, nicht zu schnell, so dass man viel von der Umgebung mitkriegt. Und man hat frische Luft und Bewegung jeden Tag!

Was gilt es bei Veloferien zusätzlich zu beachten?

Zweckmässige Kleidung, die dem jeweiligen Klima angepasst sind. Schichtenlook ist angesagt und eine gute Regenausrüstung, die idealerweise atmungsaktiv ist. Zudem genügend zu trinken und Riegel zum Essen. Ich empfehle bei Reisen ins Ausland eine Reiseversicherung (Schutzbriefe gibt es auch für Nichtmotorisierte) und den Zusatz «einfacher Diebstahl auswärts» zur Hausratsversicherung, die genug hoch ist, damit Velo und Gepäck auf Reisen mitversichert sind. 

Ihr Tipp für die nächste grosse Velotour?

Die Tour gut planen, so dass man sich nicht übernimmt. Genug Zeit für Besichtigungen und Ruhepausen einplanen. Am besten bucht man die Übernachtungen im Voraus, damit man am Abend, wenn man müde ist, nicht noch eine Unterkunft suchen muss.

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Sascha Bianchi verantwortet den Nachhaltigkeitsblog und Partnerschaften mit myclimate, Filme für die Erde und der Umwelt Arena. Er schreibt regelmässig über Nachhaltigkeitstrends und Aktivitäten der Swisscom Partner.
Bild: Swisscom

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