Alte Handys spenden – wer kriegt den Erlös?

23.4.2019 - 07:47, Marius Schlegel

In den letzten sieben Jahren wurden in der Schweiz so über 650‘000 Handys von Kunden gespendet.
Swisscom

In der Schweiz liegen geschätzte acht Millionen alte Handys ungenutzt herum. Allein deren Materialwert übersteigt locker 60 Millionen Franken. Dank Mobile Aid landet dieses Geld bei jenen Menschen, die es am meisten brauchen. 

Ein Sprung im Display, ein Wasserschaden, ein veraltetes Betriebssystem oder sonst ein Defekt: Leider gehen unsere Smartphones viel zu schnell kaputt. Immer öfter kann man die Geräte reparieren lassen, aber manchmal möchte man sich trotzdem ein neues leisten.

Die alten Geräte landen üblicherweise zu Hause im «Schublädli». Aus Nostalgiegründen oder weil wir es ja vielleicht mal als Ersatzhandy brauchen könnten, wollen wir uns nicht von unserem technologischen Weggefährten trennen.

Aber einmal ehrlich: Wie oft haben Sie tatsächlich auf ein altes Gerät zurückgegriffen?

Handy spenden mit Mobile Aid

Dabei hat ein gebrauchtes Smartphone mehr Wert, als die meisten annehmen. Der Weltmarkt für gebrauchte Handys boomt, und auch in der Schweiz greift man immer öfter zu secondhand Ware. Ist ein Gerät gar nicht mehr zu retten, enthält es zumindest immer noch wertvolle Rohstoffe, die zu Geld gemacht werden können.

In der Schweiz liegen geschätzte acht Millionen alte Handys ungenutzt herum. Allein deren Materialwert übersteigt locker 60 Millionen Franken.
Bild: Swisscom

Deshalb ist eine Spende Ihres alten Handys via Mobile Aid durchaus wertvoll. Eine solche Spendenbox steht in jedem Swisscom Shop. Hier können alle ungenutzten Handys abgegeben werden, egal, ob sie noch funktionieren oder defekt sind.

Doch was passiert mit dem Handy, nachdem es in der Spendenbox gelandet ist?

Zunächst sortiert die Firma Réalise in Genf die Geräte und prüft, welche defekt und welche noch funktionstüchtig sind und allenfalls weiterverkauft werden können. Von den noch funktionierenden Geräten werden alle persönlichen Daten sorgfältig gelöscht und kommen in neuem Glanz auf den Secondhand(y)-Markt. Defekte Geräte werden umweltgerecht recycelt.

Jedem Kind eine Zukunft: SOS-Kinderdorf unterstützt seit über 60 Jahren Kinder in Not. Ihnen ein liebevolles Zuhause zu geben und eine selbstgestaltete Zukunft zu ermöglichen, sind die Hauptziele des weltweit aktiven Hilfswerks.
Bild: SOS-Kinderdorf

Das ist doppelte Nachhaltigkeit – soziale und ökologische. Den Erlös aus Weiterverkauf und Recycling spendet Swisscom an die Nichtregierungsorganisation SOS Kinderdorf.

Starke Familien in Nicaragua dank SOS-Kinderdorf

In den letzten sieben Jahren wurden in der Schweiz so über 650‘000 Handys von Kunden gespendet. Seit zwei Jahren fliesst der gesamte Erlös aus den Handy-Sammelaktionen an das SOS-Kinderdorf in Estelî in Nicaragua. Dort engagiert sich die Organisation für die Stärkung und Unterstützung von Familien.

Wilson ist stolz auf seinen Sohn. Seit er beim Vaterschaftsnetzwerk von SOS-Kinderdorf mitmacht verbringen die beiden mehr Zeit zusammen und konnten so eine starke Beziehung aufbauen.
SOS-Kinderdorf

Dabei verfolgt die Organisation den Vorsatz, dass – wann immer möglich – ein Kind bei den eigenen Eltern oder Familienmitgliedern leben soll. Wenn Kinder aber ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden sie ein Zuhause in einer familiennahen Umgebung im SOS-Kinderdorf.

Das Angebot umfasst eine Schule, eine Kita sowie Schulungen für die Eltern. Ein neues Projekt befasst sich zudem konkret mit der Förderung der Vaterrolle in der Familie.

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Marius Schlegel ist im CR-Team von Swisscom Experte für klimafreundliche Services, Mobile Aid sowie Energie- und Klimapolitik.
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