Ferien in der Schweiz lohnen sich dieses Jahr doppelt

Von Res Witschi

24.6.2021

People enjoy the reopening Plage des Eaux-Vives on the bank of the Geneva lake, in Geneva, Switzerland, Saturday, August 22, 2020. The plage des Eaux-Vives reopens to day for public after having been partially opened to the general public in 2019,Êthe Eaux-Vives beach have closed after the summer in 2019 for finish the work who were slowed to due pandemic coronavirus COVID-19. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
Ferien in der Schweiz sind dieses Jahr angesagter denn je. Hier lassen es sich Einheimische am Genfersee gut gehen.
Bild: Keystone

Im Sommer in die Ferien fliegen ist aktuell nicht so einfach. Corona hat uns aber gelehrt, dass es auch ohne Flugreisen ins Ausland geht. Fürs Klima ist das eine Chance.

Von Res Witschi

24.6.2021

Die Schweiz legt derzeit die Stirn darüber in Falten, wie und wohin man denn diesen Sommer in die Ferien fliegen kann. Möglich ist das ja wieder und gerade die Impfung weckt Hoffnung.

Der Aufwand ist aber oft beachtlich: Länder haben verschiedene Bestimmungen und fordern unterschiedliche Arten von Tests. Oft muss man für die Rückreise in die Schweiz gleich noch einen zweiten Test machen – Impfung hin oder her.

Obendrauf sitzt einem dann auch noch die Flugscham im Nacken. Das Flugzeug ist nämlich nach wie vor die klimaschädlichste Art, in die Ferien zu reisen. Wir zeigen Alternativen, die corona- und klimaverträglich sind.

Der Zug ist Klima-King

Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel für die Reise in die Ferien ist der Zug. Die SBB bietet im Online Fahrplan ein Umweltrechner-Tool an, das die Einsparungen der gewählten Verbindung gegenüber dem Auto berechnet.

Ein Beispiel: Wer auf der Strecke von Luzern nach Zürich den Zug statt das Auto wählt, spart 4,4 Liter Benzin ein, was einem CO2-Ausstoss von 9,8 Kilogramm entspricht.

Flugzeug oder Auto?

Um die Emissionen deiner Auto- oder Flugreise zu berechnen, kannst du den CO2-Rechner vom Swisscom-Partner myclimate nutzen. Das Tool errechnet deinen CO2-Fussabdruck für jede beliebige Strecke.

Flugreisen schneiden dabei am schlechtesten ab. Mit durchschnittlich 201 Gramm CO2 pro Personenkilometer ist Fliegen besonders schädlich fürs Klima. Wenn man beispielsweise nach Nizza in die Ferien reist und sich für das Flugzeug entscheidet, werden 277 Kilogramm CO2 ausgestossen. Beim Auto reduziert sich dieser Wert bereits auf 172 Kilogramm, bei einem Mittelklassewagen.

Zuschauer verfolgen den Start eines Flugzeugs auf dem Flughafen in Zuerich, aufgenommen am Sonntag, 15. Juli 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Flugreisen sind in den letzten anderthalb Jahren wegen des Coronavirus um über die Hälfte zurückgegangen. Ein Zustand, den man sich vor Corona nicht hätte vorstellen können.
Bild: Keystone

Was aber, wenn du Übersee fliegen willst oder sogar musst? Dann kannst du deine CO2-Emissionen immerhin kompensieren. Entweder bei deinem Fluganbieter direkt oder auch über myclimate. Solche Reisen solltest du aber trotz Kompensation auf ein Minimum beschränken. Ein Flug nach von Zürich nach New York und zurück kostet dich an die zwei Tonnen CO2. Damit ist dein Jahresbudget für CO2 bereits gesprengt!

Deshalb gilt dieses Jahr mehr denn je: Zu Hause ist’s doch immer noch am schönsten. Die Schweiz hat Tausende schöne Ecken für Ferien in jeder Jahreszeit. Schweizer Zeltplätze und Camper-Vermietungen erleben gerade einen regelrechten Ansturm ferienhungriger Einheimischer. Bestimmt gibt es auch für dich noch das eine oder andere Schweizer Highlight zu entdecken!

Berechne deinen persönlichen CO2-Fussabdruck

Wie umweltverträglich lebst du aber eigentlich, wenn du gerade nicht in den Ferien bist? Sprich, welchen Effekt hat deine Mobilität zu Hause? Das kannst du jetzt ganz genau mit der App der Swiss Climate Challenge berechnen. Die App funktioniert wie ein Schrittzähler für CO2.

Sie zeichnet auf, welche Strecken du pro Tag mit welchem Verkehrsmittel zurücklegst. In Echtzeit berechnet sie den entsprechenden CO2-Ausstoss und vergleicht ihn mit Richtwerten des Pariser Klimaabkommens. Wenn du weniger als rund zwei Kilogramm CO2 am Tag ausstösst, erhältst du einen Green Point.

Swisscom hat am Klimatag eine Challenge lanciert: Gemeinsam mit der ganzen Bevölkerung und Promis wie Stress oder Corinne Suter wollen die Mitarbeitenden von Swisscom im Juni 100'000 Green Points sammeln. Wird das Ziel erreicht, spendet das Unternehmen 100'000 Franken an zertifizierte Schweizer Klimaschutzprojekte. Lade auch du die App herunter und werde Teil der Bewegung!


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Res Witschi ist Delegierter für nachhaltige Digitalisierung bei Swisscom.
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