Mit diesen zehn Tipps schonen Sie im Sommer die Umwelt

17.7.2019 - 11:14, Stefanie Haag

Im Sommer bedeutet umweltschonendes Verhalten nicht unbedingt Verzicht, sondern kann sogar Spass machen. Zehn Tipps, wie Sie die heissen Tage umweltfreundlicher gestalten können.

Gut möglich, dass manche Menschen im Sommer weniger an die Umwelt denken als im Winter. Wir brauchen nicht zu heizen, man kann beim Licht sparen weil es länger hell ist und wir verbringen unsere Freizeit grösstenteils im Freien.

Aber gerade im Sommer kann es zu gefährlich hohen Ozon-Konzentrationen in der Luft kommen, was sich schlecht auf das Klima auswirkt. Umso wichtiger also, auch während der heissen Tage auf die Umwelt zu achten.

Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, wie das sogar Freude machen kann:

1. Sommerzeit ist Ferienzeit – aber wohin?

Weite Reisen führen grundsätzlich zu mehr CO2-Emissionen, auch wenn man dafür nicht ins Flugzeug steigt. Dabei liegt das Gute so nah. Ferien in der Schweiz und den umliegenden Ländern können genauso schön sein wie auf den Malediven. SRF hat 33 tolle Tipps für Ferien hierzulande zusammengestellt.

2. Wenn schon weg, dann mit dem richtigen Transportmittel

Mit dem Flugzeug in die Ferien zu reisen geht schnell und ist praktisch, aber dafür auch extrem umweltschädlich. So verursacht ein Flug von Zürich nach Neuseeland gleich viel CO2-Emissionen wie acht Monate Alltagsleben in der Schweiz.

Eine gute Alternative zum Flugzeug ist der Zug.  Wer unbedingt mit dem Auto reisen will oder muss, sollte dies zumindest in Gemeinschaft tun. Also entweder Freunde mitnehmen oder die Fahrt zum Beispiel auf blablacar teilen und gleich noch neue Bekanntschaften machen. Hier können Sie den CO2-Abdruck Ihrer Reise berechnen.

Zudem bieten viele Fluggesellschaften bereits Kompensationszahlungen über myclimate an. Das Ganze geht übrigens auch für Autoreisen.

3. Souvenirs bewusst aussuchen

Wenn Sie die Ferien im Ausland verbringen und Ihren Lieben eine Kleinigkeit mitbringen wollen, sollten Sie gut darauf achten, was Sie kaufen. Unterstützen Sie das lokale Gewerbe und nehmen Sie nur umweltgerechte und vor Ort produzierte Souvenirs mit nach Hause. Oft stammen denn auch hübsche Tücher und Ketten, die es am Strand zu kaufen gibt, aus Massenproduktionen in Fernost.

4. Heizen Sie den Grill schon mal ein

Zugegeben, nichts macht einen Schweizer Sommertag schöner als eine leckere Grillade im Freundeskreis am Abend. Leider wird Grillieren viel zu oft noch mit Bergen von Fleisch in Verbindung gebracht, dabei gibt es tolle vegetarische Alternativen.

Der hohe Fleischkonsum in der Schweiz ist aus umwelttechnischer Sicht aber bedenklich: Der Durschnitts-Schweizer isst ein Kilogramm Fleisch in der Woche. Die einheimische Landwirtschaft kann diese grosse Nachfrage nicht abdecken und so wird sehr viel Fleisch und auch Kraftfutter für unsere Nutztiere importiert.  Würde die Schweiz auf diese Importe verzichten, wäre sie dennoch in der Lage, die Hälfte des heute konsumierten Fleisches hierzulande herzustellen.

Heisst also, dass wir mit 500 Gramm Fleisch wöchentlich die Umwelt deutlich entlasten würden. Wie wäre es daher, künftig nur bei jedem zweiten Grillplausch Fleisch aufs Feuer zu legen und sonst Leckereien wie Grillgemüse, Vegi-Plätzli oder Grillkäse und Halloumi zu wählen?

5. Produkte aus der Region kaufen

In den Sommerferien finden vielleicht auch vielbeschäftigte «Arbeitstiere»  einmal die Zeit, um auf dem Wochenmarkt einkaufen zu gehen. Es ist ein tolles Erlebnis und man kann frische, lokale und saisonale Produkte.

Das lohnt sich, denn der Import von Lebensmitteln, die auch in der Schweiz oder in den nahen Nachbarländern wachsen, ist nicht nur umweltbelastend, sondern auch ziemlich unsinnig. Weintrauben aus Chile verursachen etwa rund die 838-fache Menge an CO2-Emissionen wie solche aus Österreich.

6. Mehr Velofahren

Ob als Transportmittel, um von A nach B zu kommen, als Tagestour oder gar, um in die Ferien zu reisen: Im Sommer ist das Velo immer eine gute Wahl. Wer kein eigenes hat, kann sich bei diversen Bikesharing-Systemen eines borgen. Schweizmobil präsentiert zudem die schönsten Touren im Veloland Schweiz.

7. Von Zuhause aus arbeiten

Wäre an einem schönen Sommertag die schattige Terrasse nicht ein angenehmerer Arbeitsplatz als das graue Büro? Wer die Möglichkeit hat ab und zu von Zuhause aus zu arbeiten, schont damit die Umwelt. Das Auto kann sich in der Garage ausruhen, die Vespa lässt Sie mit dem lauten Gebrumm in Ruhe und der Zug wird entlastet.

8. Richtig Kühlen

In tropischen Sommernächten kann das Schlafen manchmal mehr Qual als Erholung sein. Da ist eine Klimaanlage oder ein Ventilator natürlich verlockend. Aber Achtung: Klimaanlagen kühlen die Luft oft ungesund kalt herunter, was zu Erkältungen führen kann, genau wie der ständige Luftstrom eines Ventilators.

Ausserdem sind beide Geräte unschöne Stromfresser. Die altbewährten Hausmittel sind wirksamer, gesünder und absolut CO2-neutral: Tagsüber Fenster und -läden schliessen und spät in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden alle Fenster und Türen öffnen und kräftig lüften. Wichtig ist dabei, dass ein Durchzug entsteht.

9. Leitungswasser statt Süssgetränke aus PET-Flaschen

Leitungswasser statt Süssgetränke aus PET-Flaschen trinken schont Umwelt und Portemonnaie. Zudem liegen hübsche Trinkflaschen voll im Trend. Viele Modelle wirken isolierend, so dass der Inhalt angenehm kühl bleibt.

10. Wäsche aufhängen statt tumblern

Bevorzugen Sie tiefe Waschtemperaturen und trocknen Sie Ihre Wäsche anschliessend an der Wäscheleine und nicht im Tumbler. Wenn die Sonne scheint und ein Lüftchen geht, ist die Wäsche so fast schneller trocken, wie im Tumbler.

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Stefanie Haag ist im Team Corporate Responsitility tätig und zuständig für Reporting und Employee Engagement.
Bild: Swisscom
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