Künstliche Intelligenz Phishing – die dunkle Seite des digitalen Fortschritts

In Kooperation mit Swisscom

21.5.2026

Phishing-Angriffe zielen auf den Diebstahl sensibler Daten ab wie Kreditkarteninformationen, das Passwort zum E-Mail-Konto oder sogar die eigene Identität.
Phishing-Angriffe zielen auf den Diebstahl sensibler Daten ab wie Kreditkarteninformationen, das Passwort zum E-Mail-Konto oder sogar die eigene Identität.
Bild: Pexels, Vitaly Gariev

Cyberangriffe wie Phishing treffen nicht nur Unternehmen und VIPs, sondern auch Privatpersonen. Für ihre Tricks nutzen Internetkriminelle dafür zunehmend KI. So schützt du deine Daten.

In Kooperation mit Swisscom

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Studierende, Rentner*innen oder Unternehmen: Phishing-Angriffe können jeden treffen.
  • Internetkriminelle nutzen KI, um fehlerfreie Nachrichten zu schreiben oder Stimmen zu klonen.
  • Wer auf einen falschen Link klickt, sollte Passwörter sofort ändern, ein Antivirenprogramm einsetzen und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Die Einladung zur Institutsfeier, Nachrichten von einem Online-Shop oder Chats mit der besten Freundin: Internetnutzer*innen erhalten viele Nachrichten pro Tag – per E-Mail, SMS oder über Social-Media-Netzwerke. Da fällt es schwer, den Überblick zu bewahren.

Gerade im E-Mail-Verkehr wirken Zahlungserinnerungen oder Mitteilungen von Banken oft echt. Dies nützen auch Cyberkriminelle für ihre Betrugsmaschen aus.

Betrüger*innen senden gefälschte Nachrichten, um an persönliche Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten zu gelangen. In solchen Fällen spricht man von Phishing.

Phishing-Mails sollen Empfänger*innen dazu verleiten, persönliche Daten preiszugeben oder schädliche Links zu öffnen. Mit vermeintlichen Gewinnen und unglaublich klingenden Schnäppchen versuchen Betrüger*innen ihre Opfer in die Falle zu locken.

Dabei wird auch versucht, Zeitdruck aufzubauen. Wer die Betrugsmethoden frühzeitig erkennt und Absenderadressen überprüft, schützt sich besser.

Phishing: neue Methoden, alte Gefahren

«Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein neues Smartphone gewonnen!» oder «Wichtige Mitteilung: Ihr Kontozugang wurde vorübergehend gesperrt. Bitte bestätigen Sie Ihre Daten».

Solche gefälschten Nachrichten landen nicht immer im Spam-Ordner. Das liegt daran, dass die E-Mail-Adressen oder Logos täuschend echt wirken und sich vom Original häufig nur durch einen vertauschten Buchstaben unterscheiden.

Moderne Betrüger nutzen zunehmend KI, um Angriffe effektiver zu gestalten. Früher liessen sich Betrugsversuche anhand von Rechtschreibfehlern leicht entlarven. Heute erstellt KI fehlerfreie Nachrichten, erkennt Muster und passt Texte gezielt an bestimmte Gruppen an.

KI-Technologien ermöglichen inzwischen auch täuschend echte Phishing-Anrufe mit geklonten Stimmen. Ob ältere Personen mit wenig technischem Wissen, Studierende oder Politiker*innen, die mit sensiblen Daten arbeiten – Phishing kann jeden treffen.

Wer im Zweifel auflegt, schützt sich vor Datendiebstahl. Im Allgemeinen gilt: Immer misstrauisch sein bei überraschenden Nachrichten, die Links oder Anhänge enthalten und in denen schnelles Handeln und die Angabe von Daten verlangt wird.

Das Gleiche gilt für Nachrichten über ungewohnte Kanäle, wie beispielsweise Online-Banking-Anfragen über WhatsApp.

Schnell handeln nach falschen Klicks

Egal, wie aufmerksam wir sind – ein falscher Klick ist schnell passiert. Wer Opfer eines Phishing-Angriffs wird, sollte schnell handeln und den Vorfall bei der Polizei oder dem Bundesamt für Cybersicherheit melden.

Nach einem Phishing-Vorfall gilt: Passwörter sofort ändern, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und Kontobewegungen prüfen. Anschliessend das Gerät mit einer vertrauenswürdigen Antiviren-Software vollständig scannen.

Wer sich künftig besser vor Phishing-Angriffen schützen will, findet in Ratgebern oder Online-Kursen zu Medienkompetenz und Online-Sicherheit wichtige Informationen. Swisscom stellt kostenlos Informationen und Tipps für Gross und Klein bereit.


Typische Phishing-Nachrichten

E-Mails

  • Bankmitteilung:
    «Sehr geehrter Kunde, wir haben verdächtige Aktivitäten auf Ihrem Konto festgestellt. Bitte bestätigen Sie Ihre Identität sofort, indem Sie auf den folgenden Link klicken: [Link].»
  • Gewinnbenachrichtigung:
    «Herzlichen Glückwunsch! Sie haben ein neues Smartphone gewonnen! Klicken Sie hier, um Ihre Lieferung zu bestätigen: [Link].»
  • Passwort-Reset:
    «Ihr Passwort wurde geändert. Wenn Sie diese Änderung nicht veranlasst haben, klicken Sie bitte hier, um Ihr Konto zu sichern: [Link].»
  • Kundendienst:
    «Lieber Nutzer, wir haben Probleme mit Ihrem Konto. Um Unterbrechungen zu vermeiden, klicken Sie bitte auf diesen Link, um Ihre Kontoinformationen zu überprüfen: [Link].»

SMS

  • Bank:
    «Wichtige Mitteilung: Ihr Kontozugang wurde vorübergehend gesperrt. Bitte bestätigen Sie Ihre Daten unter [Link].»
  • Kurierdienst:
    «Ihr Paket kann nicht zugestellt werden. Bitte bestätigen Sie Ihre Adresse hier: [Link].»

Nachrichten in Sozialen Netzwerken

  • Freundschaftsanfrage:
    «Hey, schau dir dieses Video an! Ich habe es so gefunden! [Link].»
  • Direktnachricht:
    «Ich habe irgendwie deinen Account gesehen, und da stimmt etwas nicht. Überprüfe ihn hier: [Link].»

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Swisscom entstanden

Swisscom setzt sich für ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein: für Klimaschutz, einen nachhaltigen Lebensstil und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Das führende ICT-Unternehmen der Schweiz wurde bereits mehrfach für sein langjähriges Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet und zählt gemäss «TIME Magazine» zu den 500 nachhaltigsten Unternehmen der Welt im Jahr 2025. Swisscom Campus bietet wertvolles Wissen und Tipps rund um digitale Medien und deren Nutzung im Alltag.