Jugendliche im Netz So stark beeinflussen Selfies das Körperbild

In Kooperation mit Swisscom

5.12.2025

Perfekt inszeniert: Im Netz verbreiteten Schönheitsidealen zu entsprechen, setzt besonders Mädchen unter Druck.
Perfekt inszeniert: Im Netz verbreiteten Schönheitsidealen zu entsprechen, setzt besonders Mädchen unter Druck.
Bild: Pexels, Antoni Shkraba Studio

Der neue JAMESfocus-Bericht zeigt, wie sehr soziale Medien den Selbstwert von Jugendlichen beeinflussen. Eltern helfen dabei, sich zwischen Filterwelt und Realität zurechtzufinden.

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der neue JAMESfocus-Bericht der ZHAW und Swisscom untersucht den Zusammenhang der Nutzung sozialer Netzwerke auf Körperbild und Selbstwert bei Jugendlichen.
  • Mädchen empfinden stärkeren Druck als Jungs, im Netz verbreiteten Schönheitsidealen zu entsprechen.
  • Prävention stärkt den Selbstwert und die Medienkompetenz von Teenagern.

Scrollen macht Spass und gehört für viele Jugendliche auf TikTok, Instagram oder YouTube zur täglichen Gewohnheit. Das eigene Handy fühlt sich dabei manchmal an wie ein spiegelndes Schaufenster: strahlende Selfies aus perfektem Winkel, glatte Haut und glitzernde Augen.

Wer sich im Internet mit der Lieblingsinfluencerin vergleicht, bemerkt manchmal, dass die eigene Haut daneben weniger glatt erscheint oder die eigenen Augen weniger funkeln. Was vielen nicht bewusst ist: Hinter jedem Selfie steckt eine Kamera, Licht, Geduld – und oft auch der eine oder andere Filter.

«Wir Eltern müssen unseren Kindern bewusst machen, dass sie in den sozialen Medien nicht ein Abbild der Realität finden. Nahezu alle Bilder bekannter Influencer*innen sind mehr oder weniger hemmungslos geschönt.»

Michael In Albon

Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom

Besonders für Mädchen sind Reaktionen auf diese «perfekten» Bilder mehr als nur ein Klick: Likes und Kommentare werden zu Kompassnadeln für Schönheitsideale, denen man auch gerne entsprechen würde. Wie sehr das den Selbstwert und das eigene Körperbild beeinflusst, zeigt der aktuelle  JAMESfocus-Bericht der ZHAW und Swisscom.

Soziale Medien: Schlankheitsideale und Bodybuilder

‹Die Ergebnisse des neuen JAMESfocus-Berichts, für den über 1100 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zum Thema «Soziale Netzwerke und Schönheitsideale» befragt wurden, zeigen: Mädchen empfinden einen grossen Druck, Schlankheitsidealen zu entsprechen. Jungs verinnerlichen muskulöse Idealbilder deutlich weniger.›

Je stärker sich Jugendliche durch Inhalte auf sozialen Netzwerken unter Druck gesetzt fühlen, ihr Aussehen zu verändern, desto geringer ist auch ihr Selbstwert. Die gute Nachricht: Mit dem Alter steigt auch der Selbstwert kontinuierlich an.

So wichtig ist Prävention

Nicht nur soziale Medien, auch Familie und Freund*innen prägen das Körperbild von Teenagern. Darum ist es wichtig, Heranwachsende bei der Mediennutzung zu begleiten und ihnen einen kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen beizubringen – beispielsweise, indem Online-Inhalte gemeinsam besprochen werden.

Eltern können ihre Kinder einfach unterstützen, indem sie selbst negative Kommentare über ihr eigenes Aussehen oder das Gewicht anderer vermeiden. Wer Fähigkeiten statt das Aussehen lobt, schafft Vertrauen und stärkt den Selbstwert des Kindes. Und: Online-Ratgeber wie der von Swisscom liefern viele Tipps, wie Eltern spielerisch Medienkompetenz fördern.



Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Swisscom entstanden

Swisscom setzt sich für ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein: für Klimaschutz, einen nachhaltigen Lebensstil und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Das führende ICT-Unternehmen der Schweiz wurde bereits mehrfach für sein langjähriges Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet und zählt gemäss «TIME Magazine» zu den 500 nachhaltigsten Unternehmen der Welt im Jahr 2025. Swisscom Campus bietet wertvolles Wissen und Tipps rund um digitale Medien und deren Nutzung im Alltag.