Haushalt: Von diesen 9 Stromfressern sollten Sie sich schleunigst trennen

18.9.2018 - 10:17, Marius Schlegel, Nachhaltigkeitsblog

Klimaanlagen haben einen hohen Stromverbrauch. Es sind aber nicht nur Geräte, die unsere Energiebilanz verschlechtern, sondern auch Verhaltensweisen, die wir aber zum Glück ändern können.
Bild: iStock/Ivan Marjanovic
Ventilatoren sorgen auch für Abkühlung, verbrauchen aber im Vergleich zu Klimageräten viel weniger Strom, selbst auf hoher Stufe.
Bild: Keystone/Ennio Leanza
Kühlschränke und Tiefkühler mit Jahrgang 2000 oder älter sollten Sie durch neue Geräte ersetzen, welche bei der Energieeffizienz den höchsten Standard A+++ aufweisen.
Bild: Keystone/Gaëtan Bally
Haben Sie oder Ihr Vermieter schon in eine gute Wärmedämmung des Hauses investiert? Über ein Drittel des gesamten Schweizer Energieverbrauchs entfällt nämlich aufs Heizen.
Bild: Keystone/Gaëtan Bally
Die ganz grösse Hitzewelle ist zwar vorbei, setzen Sie aber auch bei der nächsten auf simple Hausmittelchen wie Storen tagsüber schliessen und in der Nacht intensiv lüften, feuchtes Tuch auf den Nacken legen und ein kühles Fussbad nehmen.
Bild: Keystone/Peter Klaunzer
Wer regelmässig auf ein Auto angewiesen ist, sollte möglichst rasch auf ein Elektro- oder Gasauto umsteigen.
Bild: Keystone/Sven Hoppe
Wählen Sie den Strom aus Ihrer Steckdose selber! Inzwischen bieten viele Stromproduzenten ihren Kunden eine Auswahl an Energiequellen, so dass Sie sich für erneuerbare Energie aus Wasser, Wind oder Sonnenkraft entscheiden können.
Bild: Keystone/Martin Rütschi
Löschen Sie das Licht, wenn Sie den Raum verlassen und setzen Sie konsequent auf Leuchtmittel der Effizienzklasse A++ oder höher.
Bild: Keystone/Fabrice Coffrini
Kochen Sie mit Pfannendeckel! Das braucht halb so viel Energie. Nutzen Sie zudem die Restwärme und schalten Glaskeramik- oder Gussherdplatten früher aus.
Bild: Keystone/Gaëtan Bally
Wäschewaschen nur bei 20 bis 30 Grad und ohne Vorwäsche? Ja, heutige Waschmittel waschen auch bei weniger hohen Temperaturen sauber und Sie sparen Strom und schonen das Gewebe Ihrer Kleider.
Bild: Keystone/Marcel Kusch
Viren und Bakterien in den Kleidern werden durchs Trocknen an der Sonne viel effektiver und effizienter abgetötet als durch eine höhere Waschtemperatur.
Bild: Keystone/Alessandro Della Bella
Nur absolute Abwaschprofis benötigen beim Abwasch von Hand weniger Wasser als ein Geschirrspüler. Gute Einbaugeräte reinigen das Geschirr eines Vier-Personen Haushaltes mit weniger als 11 Liter und geringem Energieverbrauch.
Bild: Keystone/Martin Rütschi
Allgemeine Tipps für jede und jeden zur Verbesserung unserer Klimabilanz bietet der WWF in seiner Gratis-App.
Bild: WWF

Heizen, Kochen oder Unterhaltung: Wofür wird in Schweizer Haushalten am meisten Energie verbraucht? Ein Profi sagt, wo die grössten Energie- und Geldfresser in den eigenen vier Wänden lauern.

Ein hoher Stromverbrauch zu Hause ist nicht nur schlecht fürs Portemonnaie, sondern hat auch negativen Einfluss auf unsere Umwelt. Mit unseren 9 Tipps wollen wir Ihnen die besten Sparmöglichkeiten zum Energiesparen aufzeigen  – kommentiert von Energieexperte Christoph Meili von der Umweltorganisation WWF.

Vorab ist zudem wichtig zu wissen: Es sind nicht nur Geräte, die unsere Energiebilanz verschlechtern, sondern auch unserer Verhaltensweisen, die wir aber zum Glück ändern können.

1. Kühlschränke und Tiefkühler mit Jahrgang 2000 oder älter sollten Sie durch neue Geräte ersetzen, welche bei der Energieeffizienz den höchsten Standard A+++ aufweisen. «Auf Kühlgeräte entfallen 20 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt, weil sie rund um die Uhr in Betrieb sind», sagt Christoph Meili vom WWF.

2. Bald fallen die Temperaturen draussen wieder. Haben Sie oder Ihr Vermieter schon in eine gute Wärmedämmung des Hauses investiert? Über ein Drittel des gesamten Schweizer Energieverbrauchs entfällt nämlich aufs Heizen. Und, so Christoph Meili: «Wärmepumpen- oder Pelletsheizung statt einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung – so profitieren längerfristig sowohl Mieter, Vermieter und die Umwelt sehr stark.»

3. Die Hitzewelle ist zwar vorbei, setzen Sie aber auch bei der nächsten auf simple Hausmittelchen wie Storen tagsüber schliessen und in der Nacht intensiv lüften, feuchtes Tuch auf den Nacken legen und ein kühles Fussbad nehmen. Wenn es nicht ohne Wind im Gesicht geht: «Ventilatoren sorgen auch für Abkühlung, verbrauchen aber im Vergleich zu Klimageräten viel weniger Strom, selbst auf hoher Stufe», so Meili.

4. Wer regelmässig auf ein Auto angewiesen ist, sollte möglichst rasch auf ein Elektro- oder Gasauto umsteigen. «Damit spart man viel Geld bei Wartung und ‹Mostkonsum›», sagt der WWF-Experte und ergänzt «Wer überdies mit Ökostrom fährt, macht sich unabhängiger von Erdöl und Kohle, was dringend notwendig ist, um den fortschreitenden Klimawandel zu bremsen.»

5. Wählen Sie den Strom aus Ihrer Steckdose selber! Inzwischen bieten viele Stromproduzenten ihren Kunden eine Auswahl an Energiequellen, so dass Sie sich für erneuerbare Energie aus Wasser, Wind oder Sonnenkraft entscheiden können. Liegenschaftsbesitzern rät Christoph Meili zudem, das eigene Haus einer Energieberatung zu unterziehen und sich gründlich über Photovoltaikanlagen, Warmwasseraufbereitung, energetische Gebäudesanierungen und Smart-Grid-Tauglichkeit der Geräte zu informieren. Alle Kantone verfügen über entsprechende Beratungsangebote.

6. Löschen Sie das Licht, wenn Sie den Raum verlassen und setzen Sie konsequent auf Leuchtmittel der Effizienzklasse A++ oder höher. Energieexperte Meili: «Eine 9,5-Watt-LED-Lampe leuchtet hell wie eine 60-Watt-Glühbirne, spart pro Jahr aber 10 Franken Stromkosten.» Der Ersatz von Glühbirnen und Halogenlampen durch A++ Leuchtmittel lohne sich aus ökologischer Sicht unter Berücksichtigung von Herstellung und Entsorgung jederzeit, auch wenn diese noch funktionstüchtig wären.

7. Kochen Sie mit Pfannendeckel, das braucht halb so viel Energie. Nutzen Sie zudem die Restwärme und schalten Glaskeramik- oder Gussherdplatten früher aus. «Können Sie wählen, entscheiden Sie sich für einen Gas- oder Induktionsherd, diese nutzen die Energie 15 bis 40 Prozent effizienter», rät Meili.

8. Wäschewaschen nur bei 20 bis 30 Grad und ohne Vorwäsche? Ja, heutige Waschmittel waschen auch so sauber und Sie sparen Strom und schonen das Gewebe Ihrer Kleider. Die Temperaturangaben darauf sind ja bekanntlich Maximalwerte und keine Empfehlung. Bei fiesen Flecken ist eine Vorbehandlung mit dafür geeigneten Mitteln effizienter als eine höhere Temperatur. Ein interessantes Detail vom Energieexperten: «Viren und Bakterien in den Kleidern werden durchs Trocknen an der Sonne viel effektiver und effizienter abgetötet als durch eine höhere Waschtemperatur.» Sparen Sie zudem Zeit und Geld indem Sie nur waschen, wenn Sie genug Wäsche für eine optimal gefüllte Maschine beisammen haben.

9. Nutzen Sie Ihren Geschirrspüler. Der WWF meint: «Nur absolute Abwaschprofis benötigen beim Abwasch von Hand weniger Wasser als ein Geschirrspüler. Gute Einbaugeräte reinigen das Geschirr eines Vier-Personen Haushaltes mit weniger als 11 Liter und geringem Energieverbrauch.»

Beim Neukauf von Geräten im Allgemeinen gilt: Vergleichen – aber nicht nur Preis, sondern auch Energieverbrauch. topten.ch bietet diesen Service und der WWF empfiehlt den Vergleichsdienst, weil er unabhängig und neutral ist. Allgemeine Tipps für jede und jeden zur Verbesserung unserer Klimabilanz bietet der WWF in seiner Gratis-App, massgeschneidert auf Ihre persönliche Situation übernimmt dies der Fussabdruck-Rechner. Swisscom unterstützt als Partnerin diese beiden Angebote.

Über den Nachhaltigkeitsblog

Hier erhalten Sie von Swisscom-Mitarbeitenden und Experten aktuelle Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil und für einen kompetenten Umgang mit neuen Medien. Wir porträtieren Unternehmen und Technologien, die innovative Lösungen bieten für die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und bleiben Sie informiert. Das Bluewin-Portal ist eine Unternehmenseinheit der Swisscom (Schweiz) AG.

Marius Schlegel ist im CR-Team von Swisscom Experte für klimafreundliche Services, Mobile Aid sowie Energie- und Klimapolitik.
Swisscom
Zurück zur Startseite

Weitere Artikel