Range Rover Evoque – ganz der Alte mit neuen Qualitäten

21.4.2019 - 00:00, dpa

Die Zeiten, in denen Geländewagen noch fürs Gelände gebaut wurden, sind lange vorbei: Range Rover Evoque.
Bild: Jaguar Land Rover/dpa

Er galt vom Start weg als der neue Schönheitskönig unter den kompakten SUV. Wenn Land Rover jetzt mit der zweiten Generation des Range Rover Evoque an den Start geht, ändert sich außen nicht viel. Doch sonst ist alles neu – bis hin zur Perspektive des Fahrers.

Die Zeiten, in denen Geländewagen noch fürs Gelände gebaut wurden, sind lange vorbei – kaum eine Modellfamilie macht das so deutlich wie die Range Rover-Reihe von Land Rover.

War der Smoking für die Schlammschlacht allerdings lange der Oberklasse vorbehalten, haben die Briten mit dem Evoque vor gut sieben Jahren auch in der Kompaktklasse einen Dreckspatz zum Designobjekt aufgerüstet – und so einen neuen Trend gesetzt.

Dabei kam der elegante Auftritt bei den Kundinnen und Kunden so gut an, dass sich weder an der Form noch am Format viel ändert, wenn dieser Tage zu Preisen ab 42'700 Franken die zweite Generation in den Handel kommt.

Innenleben aus dem Velar

Aussen muss man zweimal hinschauen, um alt und neu zu unterscheiden. Denn es sind nicht viel mehr als die schmaleren LED-Scheinwerfer und die Heckleuchten mit Tiefenwirkung, die dünneren Fugen zwischen den Blechen und der Verzicht auf ein paar weitere Falze und Sicken, die den Unterschied machen.

Die Instrumente des Evoque sind digital und die Materialauswahl ist feiner geworden.
Bild: Jaguar Land Rover/dpa

Doch innen erlebt man eine neue Welt: Die Mittelkonsole wurde radikal entrümpelt und übernimmt die Touchscreens aus dem Velar. Die Instrumente sind digital und die Materialauswahl ist feiner geworden.

Ausserdem bietet der Evoque trotz einer nahezu unveränderten Länge von 4,37 Metern nun spürbar mehr Platz: Im Fond kann man jetzt auch als Erwachsener halbwegs bequem sitzen und das Kofferraumvolumen legt um zehn Prozent auf 591 Liter zu.

Neue Plattform für mehr Souveränität

Ausserdem steht der Geländewagen jetzt auf einer völlig neuen Plattform und profitiert davon gleich mehrfach. Sie ermöglicht nicht nur die besseren Platzverhältnisse, sondern ist auch deutlich steifer und lässt den Evoque deshalb beim Fahren viel solider wirken. Damit fühlt er sich nun ähnlich souverän und erwachsen an wie das grösste Range Rover-Modell, selbst wenn er deutlich handlicher und entsprechend agiler ist.

Das merkt man vor allem beim vorläufigen Top-Modell, das an der Spitze der vorerst drei Diesel- und drei Benzinmotoren von 110 kW/150 PS aufwärts steht:

Mit 221 kW/300 PS und bis zu 400 Nm ist der Evoque so flott bei der Sache, dass man sich auf einer kurvigen Landstrasse sehr wohl über die elektronische Charakterregelung und die variablen Dämpfer freut. Dabei spürt man kaum etwas von der hohen Sitzposition und den knapp zwei Tonnen Leergewicht.

Im Gegenteil: Wenn man in 6,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt und bei Vollgas 242 km/h erreicht, fühlt sich der Evoque fast an wie ein Sportler aus der Kompaktklasse. Einzig beim Sound ist der Benziner vergleichsweise zurückhaltend.

Auch abseits der Strasse gerüstet

Zwar ist der Evoque fast schon das Sinnbild des Stadtgeländewagens und man mag sich nun wirklich keinen Schlamm auf dem blitzenden Blech vorstellen. Doch Land Rover wäre nicht Land Rover, wenn der Wagen nicht auch abseits der Strasse eine gute Figur machen würde.

Allradantrieb ist deshalb fast immer Standard und das so genannte Terrain Response System für die automatische Adaption an allerlei Untergründe wurde noch einmal verbessert. So soll sich der Evoque auf der Buckelpiste genauso gut schlagen wie auf dem Boulevard.

Kleiner Nachteil: Mit seiner betonten Coupé-Form schrumpft die Heckscheibe zu einem schmalen Schlitz und behindert die Sicht.
Bild: Jaguar Land Rover/dpa

Mit der neuen Plattform gibt es auch neue Antriebe und mehr Effizienz. Land Rover stattet alle Evoque mit Automatikgetriebe – und das ist der mit Abstand größte Anteil – mit einem Mild-Hybrid-System aus, das den Alltagsverbrauch durch eine elektrische Anfahrhilfe und mehr Rekuperation und um bis zu zehn Prozent senkt. Ausserdem kündigen die Briten schon jetzt neue Dreizylinder-Motoren und einen Plugin an.

Neue Perspektive für den Fahrer

Zwar bietet der neue Evoque auch im alten Format mehr Platz, hat mehr Finesse bei Materialauswahl und Verarbeitung und fühlt sich beim Fahren endlich nach Range Rover an. Doch ein Nachteil bleibt: Mit seiner betonten Coupé-Form schrumpft die Heckscheibe zu einem schmalen Schlitz und behindert die Sicht.

Macht nichts, lachen die Briten und verweisen stolz auf ihren «Smart View»-Spiegel. Der lässt sich mit einem Handgriff zum Video-Screen umschalten und zeigt dann das Bild einer aussen montierten Kamera. Und das ist nicht der einzige Trick aus der Abteilung «Durchblick». Mit zusätzlichen Kameras im Bug macht Land Rover auch die Motorhaube transparent und unterstützt den Fahrer so noch besser beim Rangieren.

Der Evoque sieht aus, als wäre er ganz der Alte. Doch hat sich im Detail viel getan. Das war auch bitter nötig. Schliesslich hat er mit seinem Erfolg so viele Konkurrenten auf den Plan gerufen, dass er sich jetzt in einem um so härteren Umfeld behaupten muss.

Der Ferrari unter den Elektroautos
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