Einbrüche und ÜberfälleKriminelle Banden bedrohen Auswanderer im Seniorenparadies
Samuel Walder
2.12.2025
Costa Rica zählt immernoch zu den beliebtesten Auswanderungszielen. Doch nun schlägt die Regierung Alarm.
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Die Warnung ist deutlich: Die US-Botschaft in San José schlägt Alarm wegen wachsender Gewalt gegen Feriengäste und Langzeitbewohner in Costa Rica. Einbrüche und Überfälle gefährden Auswanderer und Touristen im Paradies.
Costa Rica bleibt ein Sehnsuchtsort für Auswanderer und Ruhesuchende – grüne Dschungellandschaften, angenehmes Klima und vergleichsweise tiefe Lebenshaltungskosten machen das zentralamerikanische Land zur «Schweiz Mittelamerikas». Kein Wunder also, dass es im «Global Retirement Index 2025» erneut auf dem Podest landet: Platz 3 weltweit für den Ruhestand.
Doch der Tropen-Traum bekommt Risse. Die US-Botschaft in San José schlägt Alarm und warnt Reisende und Auswanderer eindringlich vor einer Zunahme von Gewaltverbrechen – insbesondere gegen ausländische Touristen und Langzeitgäste, wie der «Blick» zunächst berichtet.
Ein Paradies, das zur Zielscheibe wird
In den letzten Wochen häufen sich laut US-Behörden Einbrüche und bewaffnete Überfälle auf Ferienunterkünfte. Besonders im Visier: ausländische Gäste in Ferienhäusern und Airbnbs. Kriminelle Banden agieren professionell – sie dringen in Unterkünfte ein, bedrohen Touristen und zwingen sie, hohe Geldbeträge an Automaten abzuheben oder per Überweisung zu übermitteln.
Betroffen sind auch viele Schweizer Rentner, die sich in Costa Rica einen Lebensabend unter Palmen gönnen. Mit ihrer Vorliebe für unabhängiges Wohnen und einem gewissen Wohlstand fallen sie genau in das Beuteschema der Täter.
Sicherheitsratschläge – und Warnung vor sozialer Mediennutzung
Die US-Botschaft rät dringend zur Vorsicht: Teurer Schmuck, Uhren oder elektronische Geräte sollten nicht offen getragen werden. Mietwagen bergen ebenfalls Gefahren – Täter setzen Signalblocker ein, um das Verriegeln zu verhindern. Und sollte es tatsächlich zu einem Überfall kommen, gilt: Keinen Widerstand leisten! Das eigene Leben geht vor.
Auch digitale Vorsicht ist geboten: Die Behörden warnen davor, in sozialen Netzwerken zu offenherzig mit dem neuen Tropenleben zu prahlen. Fotos vom Haus, Hinweise auf Vermögen oder Standortangaben könnten Kriminellen als Einladung dienen.