Die schönsten Spaziergänge durchs Blumenmeer

#Von Sulamith Ehrensperger

12.5.2021

Eine Hummel naehrt sich an einer Azaleen-Bluete, am Mittwoch, 22. April 2015, im botanischen Garten Gambarogno in Piazzogna. Baumschularbeiter Otto Eisenhut hat auf ueber 17'000 Quadratmetern tausende Pflanzen gezogen, darunter an die 950 Arten und Sorten Kamelien, 350 verschiedene Magnolien, Azaleen, Pfingstrosen und Rhododendren. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)
Auch die Hummel freut sich an der Azaleen-Pracht.
Bild: Keystone/Ti-Press/Carlo Reguzzi

Höchste Zeit, die Wanderschuhe aus dem Winterschlaf zu wecken und nach draussen zu gehen. Die Schweiz zeigt sich gerade von ihrer farbenprächtigsten Seite. Unsere Tipps für blumige Spaziergänge.

#Von Sulamith Ehrensperger

12.5.2021

Les Jardins des Château de Vullierens VD

People are observing iris flowers next to the sculpture
Ein Erlebnis zwischen Blumengärten, Skulpturen und einem Weingut.
Bild: Keystone

Les Jardins des Château de Vullierens sind die wohl spektakulärsten Gärten der Schweiz mit Blick auf die Alpen, den Mont Blanc und den Genfersee. Im Frühling blühen in den Gärten rund 50'000 Iris und Taglilien, denen die Gartenanlagen hauptsächlich gewidmet sind. Die grosse Parkanlage bietet verschiedene wechselnde Themenbereiche, die immer wieder aufs Neue verzaubern. Das hundert Hektar grosse Anwesen ist schon seit 700 Jahren in Besitz der gleichen Familie.

Parco San Grato in Lugano-Carona

Parco San Grato
Eine botanische Wunderwelt am Luganersee.
Bild: Parco San Grato

Der Parco San Gratoumfasst die grösste und artenreichste Sammlung von Rhododendren, Azaleen und Koniferen der Insubrischen Region. Die blühenden Büsche bilden jetzt im Mai einen  farbenreichen und duftenden Teppich. Durch die Azaleen- und Rhododendrengehölze führen fünf Themenpfade. Dabei geniesst man die Sicht auf den Luganersee und auf die Gipfel der Alpen.

Park Seleger Moor in Rifferswil ZH

Das Seleger Moor in Rifferswil mit Rhododendren und Teichen am 17. Mai 2014. (KEYSTONE/Sigi Tischler)
Das Seleger Moor mit Rhododendren und Teichen. 
Bild: Keystone, Sigi Tischler

Im Frühling verwandeln Rhododendren und Azaleen den Park in ein Blütenparadies. Der Park Seleger Moor ist eine wildromantische Landschaft auf einer Fläche von rund 14 Fussballfeldern. Viele der in der Moorlandschaft wachsenden Sorten hat der Gründer des Parks, Robert Seleger, selber gezüchtet. Es soll die umfangreichste Rhododendren- und Azaleensammlung der Schweiz sein. Quakende Frösche gibt es ebenso zu entdecken wie Vögel und Wildbienen. 

Den aktuellen Stand der Blüte im Park finden Sie hier. Angesichts der anhaltenden Corona-Massnahmen können Eintritts-Tickets bis auf weiteres ausschliesslich online erworben werden. 

Merian Gärten in Basel

Farbenpracht im Rhododendrontal, Merian Gärten, Basel
Farbenpracht im Rhododendrontal.
Bild: Christoph Merian Stiftung, Kathrin Schulthess

Der grosszügige botanische Garten am Stadtrand von Basel ist ein Eldorado für Blumenfreunde und Botaniker. Das «Rhododendrontal» erinnert an einen verwunschenen Märchenwald  – ganz besonders im Frühling, wenn die Rhododendronsammlung in seiner Farbenpracht blüht. Unter den verschiedensten Pflanzenarten und Sorten gibt es in den Merian Gärten auch besonders alte Pflanzen zu entdecken.

Narzissen in den Höhen von Montreux und Vevey

Narzissenfeld oberhalb des Genfersees
Narzissenparadies oberhalb des Genfersees.
Bild: Getty Images/imageBROKER RF

Ein Blumenmeer von wilden Narzissen färbt im Mai die Wiesen oberhalb von Montreux und Vevey in eine schneeweisse, duftende Landschaft. Der «Maischnee» lässt sich am besten bei einer selbstständigen oder geführten Wanderung auf markierten Wegen bewundern. Auf dem Spaziergang vorbei an Wiesen und Wäldern schweift der Blick über den Genfersee. 

In der Belle Epoque waren die Narzissen die wichtigste Touristenattraktion der Montreux Riviera. Heutzutage ist das Pflücken auf einen kleinen Strauss pro Person begrenzt. Am besten sollte man aber überhaupt keine Blumen mitnehmen, denn die Pflanzen stehen unter Naturschutz. 

Narzissenweg Seewis im Prättigau GR

Narzissenfeld in Seewis Prättigau Graubünden
Narzissenfeld in Seewis Prättigau Graubünden.
Bild: Ernst Gredig

Mitte Mai bis Anfang Juni erblühen auf den Wiesen und Weiden in Seewis und Fanas Hundertausende von Bergnarzissen. Die duftenden weissen Blumenfelder leuchten mit den letzten Schneeflecken am Schesaplanamassiv um die Wette. Auf dem 14 Kilometer langen Narzissenweg erwartet einem eine Rundtour, die entsprechend ausgeschildert ist. 

Wo blüht's aktuell? Auskunft gibt das Narzissentelefon von Peter Aebli: +41 79 195 07 23 oder die Seite vom Kur- und Verkehrsverein Seewis.

Wildtulpen von Grengiols VS

Wildtulpen  oberhalb von Grengiols
Wildtulpen oberhalb von Grengiols.
Bild: Landschaftspark Binntal, Tourismusbüro Ernen

Diese hübsche grosse Wildtulpe ist nur in Grengiols zu finden. Bis zu 3500 Tulpen blühen im Mai jeweils auf einem Roggenacker oberhalb des Dorfes. Die Grengjer Tulpen gibt es in drei Farbvariationen zu entdecken. Der zwei Kilometer lange «Tulpenring» führt nicht nur zu den Blumenfeldern, sondern bringt einem auch wegen der Aussicht zum Staunen. 

Ob es schon blüht, zeigt die Webcam auf dem Grengiols Tulpenhügel. 

Schwertlilien rund ums Ruggeller Riet FL

Schwertlilien, Liechtenstein, Ruggell
Das Flachmoor Ruggeller Riet ist die artenreichste Naturfläche Liechtensteins.
Bild: Getty Images/EyeEm

Im Mai leuchten im Ruggeller Riet die blauen Blüten der sibirischen Schwertlilie. Wie intensiv das blaue Meer erblüht, hängt  stark vom Wetter im Frühling ab. Wenn es nass ist, wachsen mehr der Schwertlilien. Ganz gleich, wie viele blühen, ein Anziehungspunkt ist das Blumenmeer immer. Allerdings dürfen die blauen Blüten nur angeschaut und fotografiert werden. 


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus.