5 Verletzte über DeutschlandPlötzlich fliegt Flugbegleiterin durch die Kabine – Rätsel um Turbulenzen über Europa
Sven Ziegler
1.6.2026
Mit nun rund 120 Flugzeugen biete Eurowings wegen der weiter stark wachsenden Nachfrage 13 Prozent mehr Plätze an als im Vorjahr.
Soeren Stache/dpa
Ein Zwischenfall hoch über Europa beschäftigt nun die Ermittler. Auf einem Eurowings-Flug von Griechenland nach Deutschland werden fünf Menschen verletzt, nachdem das Flugzeug in starke Luftverwirbelungen gerät.
Als der Airbus A320 von Eurowings am Flughafen Köln/Bonn aufsetzt, warten bereits Rettungskräfte auf die Maschine. Vier Passagiere und eine Flugbegleiterin müssen medizinisch betreut werden. Die Verletzungen gelten als leicht, dennoch beschäftigen die Ereignisse nun die zuständigen Untersuchungsstellen.
Die Flugdatenschreiber wurden sichergestellt. Sie sollen zeigen, weshalb ein Routineflug plötzlich zu einem sicherheitsrelevanten Zwischenfall wurde.
Gewaltige Kräfte in grosser Höhe
Nach Informationen des Luftfahrtportals Aviation Herald befand sich der Eurowings-Jet auf dem Weg von Rhodos nach Köln, als die Besatzung die Freigabe erhielt, auf eine höhere Reiseflughöhe zu steigen. Während dieses Manövers wurde die Maschine von heftigen Erschütterungen erfasst.
Dem Bericht zufolge spielte das Wetter dabei keine Rolle. Stattdessen sollen die Luftverwirbelungen eines vorausfliegenden Airbus A380 die Turbulenzen ausgelöst haben. Die besonders schweren Langstreckenflugzeuge erzeugen hinter sich starke Wirbelschleppen, die noch weit entfernt Auswirkungen auf andere Maschinen haben können.
Für die Menschen an Bord hatte das unmittelbare Folgen. Eine Flugbegleiterin wurde durch die Wucht der Bewegungen gegen die Kabinendecke geschleudert.
Mindestabstand reichte offenbar nicht aus
Besonders interessant ist der Vorfall, weil die geltenden Sicherheitsvorschriften offenbar eingehalten wurden. Hinter einem Airbus A380 gelten grössere Abstände als hinter anderen Flugzeugtypen, da dessen Wirbelschleppen als besonders stark gelten.
Den verfügbaren Daten zufolge befand sich der Emirates-Jet mehrere Kilometer vor dem Eurowings-Flugzeug. Dennoch kam es zu den heftigen Bewegungen.
Solche Ereignisse sind selten, aber nicht beispiellos. Immer wieder berichten Untersuchungsbehörden von Fällen, bei denen Luftwirbel grosser Flugzeuge andere Maschinen unerwartet stark beeinflussten. In der Vergangenheit führten ähnliche Vorfälle teilweise sogar zu Kontrollverlusten und schweren Beschädigungen.
Warum die Sicherheitsreserven in diesem Fall nicht ausreichten, sollen nun die laufenden Untersuchungen klären.