Selbst für uns teuerWer in dieses Land reist, zahlt mehr als in der Schweiz
Redaktion Mycation
30.11.2025
Island bietet traumhafte Natur.
Mycation / Jannina Stüben
Traumhafte Natur, Eis und Feuer: Island ist auf jeden Fall eine Reise wert. Doch eine Reise in den Inselstaat gilt als ausgesprochen teuer. Mit diesen Tipps sparst du garantiert.
Redaktion Mycation
30.11.2025, 15:59
01.12.2025, 19:36
Sven Ziegler
Island ist ein absolut traumhaftes Reiseziel. Nicht umsonst bezeichnet man es auch als Land von Eis und Feuer. 11 Prozent der Fläche in Island bestehen aus Gletschern. Doch unter der Oberfläche brodelt es, das Land hat 30 aktive Vulkane.
Es gibt aber einen Haken: Neben Hongkong und Australien ist Island eines der teuersten Länder zum Reisen. Das zeigen mehrere Statistiken. Zwar sind wir in der Schweiz hohe Preise gewohnt, doch selbst im Vergleich dazu gilt Island als ausgesprochen teuer. mycation Redaktorin Jannina hat Island bereist und macht den Kassensturz für ihre neuntägige Reise. Was sie dabei gelernt hat und welche Spartipps sie allen Island-Reisenden an die Hand gibt, liest du hier.
Flüge: 420 Franken
Jannina hat ihre Flüge relativ spontan einen Monat vor der Reise gebucht. Hin und zurück hat sie 420 Franken ab Zürich gezahlt. Sie reiste im September. Wer im Sommer in das Land von Feuer und Eis will, zahlt deutlich mehr.
Island bietet eine traumhafte Natur – zu gesalzenen Preisen.
Jannina Stüben / Mycation
Hotels: Rund 230 Franken pro Nacht
In der Hauptstadt ist eine Unterkunft wesentlich teurer als ausserhalb. Für zwei Nächte in Reykjavík hat Jannina im Hotel 480 Franken bezahlt. Für die sieben Nächte ausserhalb der Hauptstadt hat sie 1500 Franken gezahlt, also immer noch 217 Franken die Nacht. Allerdings waren darunter auch echte Bijoux-Hotels.
Ihr Tipp: Das Siglo Hotel im Fischerörtchen Siglufjörður. Dort gab es sogar direkt eine heisse Quelle vor dem Hotel.
Mietauto: 125 Franken pro Tag
Wer nach Island reist, muss ein Auto mieten. Oder mit dem Camper durch die Landschaft fahren. Die Natur, durch die man mit dem Auto reist, fühlt sich an, als wäre man mitten in einen Dokumentarfilm getreten. Janninas Mietwagen hat 125 Franken pro Tag gekostet. Hier kommt es natürlich darauf an, was für ein Auto man wählt. Ihre 2.600 Kilometer-Route quer durch das Land findest du hier.
Bei knapp 3.000 Kilometern um die Insel zahlt man für das Benzin circa 500 Franken. Nicht gerade günstig. Bei der Autofahrt sollte man nicht sparen, der Roadtrip durch Island gehört bei der Reise einfach dazu.
Anhalten wird teuer: 7 Franken pro Parkplatz
Obwohl die Landschaft kostenlos und wunderschön ist, wird in Island jedes Parken zum Investment. Bei jeder Attraktion, bei der man auch nur fünf Minuten anhält, muss man oft sieben Franken zahlen. Auf den Tag verteilt kommt so eine ordentliche Menge zusammen. Es lohnt sich, vorher zu prüfen, wo man günstig oder sogar gratis parken kann.
Für die Landschaft muss man nichts bezahlen – für die Parkplätze schon.
Mycation / Jannina Stüben
Steinschlag: 700 Franken
Wer denkt, mit Vollkasko kann nichts passieren, hat falsch gedacht. Schäden am Glas sind da leider nicht abgedeckt. Während Janninas Reise passierte ein kleiner Riss, der sie 700 Franken kostete. Da die Strassen unberechenbar sind, empfiehlt sie jedem, der durch Island tourt, eine Gravel Road Versicherung abschliessen. Mit ihr sind auch Schäden am Glas abgedeckt.
Verpflegung: 40 bis 60 Franken pro Mahlzeit
Beim Essen wird es ziemlich teuer. Für eine Pizza Margherita von mittelmässiger Qualität in der Hauptstadt musste Jannina 38 Franken hinblättern. Generell zahlt man pro Mahlzeit mindestens 40 Franken, auch wenn man auf luxuriöse Restaurants verzichtet.
Insgesamt hat Jannina 3’200 Franken für neun Tage in Island gezahlt, also 360 Franken pro Tag. Die 700 Franken für die Reparatur am Auto kamen noch dazu. Ein paar Spartipps hat sie aus dem Land von Feuer und Eis mitgebracht:
Janinas Spartipps für Island
Hahnenwasser trinken: Island hat eines der saubersten Trinkwasser-Systeme der Welt. Das Leitungswasser stammt direkt aus klaren Quellen und Gletscherflüssen und ist von bester Qualität. Es lohnt sich also, eine wiederverwendbare Trinkflasche mitzunehmen und diese einfach an Wasserhähnen oder Quellen aufzufüllen.
Unterkunft mit Küche buchen: Auswärts essen kann in Island schnell ins Geld gehen. Wer im Camper reist oder eine Unterkunft mit Küche bucht, spart deutlich, wenn dann selbst gekocht wird. In Supermärkten wie Bónus oder Krónan gibt’s Lebensmittel zu vergleichsweise fairen Preisen.
Naturwunder kostenlos erleben: Die Natur Islands ist die grösste Sehenswürdigkeit – und sie kostet keinen Eintritt. Geysire, Wasserfälle, Strände und Nationalparks sind im Gegensatz zu vielen anderen Ländern frei zugänglich (abgesehen von den Parkgebühren). Mit der Parka-App spart man wenigstens Zeit vor dem Parkautomaten.
Eine geführte Nordlichter-Tour kann schnell über 100 Franken pro Person kosten – und die Chancen, tatsächlich Polarlichter zu sehen, sind genauso hoch wie bei einer selbst organisierten Suche.
Viele Hotels und Gästehäuser bieten kostenlose Aurora-Alarme an: Sobald Nordlichter sichtbar sind, wirst du benachrichtigt. Noch flexibler bist du mit einem 4x4 Mietwagen. Mit einer Aurora-App oder Websites zur Polarlicht-Vorhersage kannst du dich gezielt in Gegenden mit klarer Sicht bewegen.
Nebensaison statt Sommer und Winter
Die Sommermonate sind nicht nur überlaufen, sondern auch am teuersten. Wer im Mai, Juni oder im September und Oktober reist, profitiert von günstigeren Preisen für Flüge, Unterkünfte und Mietwagen. Ausserdem sind die beliebten Spots deutlich leerer.
Island ist das perfekte Land für einen Roadtrip in die Wildnis. An vielen Tankstellen gibt es Rabattkarten oder Apps, mit denen du pro Liter sparst. Bei längeren Strecken summiert sich das schnell. Auch die Autovermietungen geben Rabattbatches für bestimmte Tankstellen heraus, wenn man danach fragt.
Hot Springs abseits der blauen Lagune besuchen
Contentpartnerschaft blue News und Mycation
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Mycation.ch. Die Expert*innen von Mycation suchen nicht nur die besten Geheimtipps für aussergewöhnliche Destinationen, sondern auch spannende Geschichten, die Lust auf mehr machen. Die Inhalte werden von erfahrenen Reisejournalist*innen, Blogger*innen oder Content Creatoren erstellt. Es handelt sich nicht um bezahlte Inhalte. Mehr dazu findest du auch im Newsletter. (red)
Die berühmte blaue Lagune in Island kostet mindestens 115 Franken Eintritt. Alternativ lohnt sich ein Besuch der Myvatn Nature Baths im Norden (ab 48 CHF) oder kleinerer Hot Pots wie der Secret Lagoon in Flúðir (1,30 CHF).
Die Hellulaug Hot Spring liegt direkt an der Küste im Westen Islands und ist kostenlos zugänglich – ein natürlicher Felsenpool mit Blick aufs Meer. Statt Eintritt und Menschenmassen gibt’s hier heisses Quellwasser, Ruhe und echtes Island-Feeling.
Wale und Attraktionen abseits von Reykjavik
Wer Wale beobachten möchte, zahlt in Reykjavík oft mehr – in Húsavík oder Akureyri sind die Touren nicht nur günstiger, sondern auch die Chancen, tatsächlich Wale zu sehen, höher. Jannina hat für ihr Whale Watching Tour in Húsavík 75 Franken gezahlt und Wale gesehen.
Auch beim Reiten gilt: Abseits der Hauptstadtregion bieten viele Bauernhöfe authentische Reittouren zu faireren Preisen an. Was du sonst vor deiner Island Reise wissen musst, liest du in diesem Artikel.