Mysteriöser Fall auf Kreuzfahrt Mutter erfährt auf Google von Tod ihrer Tochter (18)

Sven Ziegler

24.11.2025

Die Carnival Horizon ist Schauplatz eines mysteriösen Todesfalls. 
Die Carnival Horizon ist Schauplatz eines mysteriösen Todesfalls. 
KEYSTONE

Eine 18-jährige US-Schülerin wird auf einer Karibik-Kreuzfahrt tot in ihrer Kabine gefunden. Während das FBI wegen Mordes ermittelt, erhebt die Mutter schwere Vorwürfe: Sie habe erst über eine Google-Suche vom Tod ihrer Tochter erfahren.

Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine 18-jährige Amerikanerin wurde tot auf der «Carnival Horizon» entdeckt; das FBI ermittelt wegen Mordverdachts.
  • Die Mutter sagt, sie habe die Todesnachricht nicht von Behörden, sondern über Google erhalten.
  • Im Fokus steht nun der 16-jährige Stiefbruder – laut Zeugen soll das Mädchen Angst vor ihm gehabt haben.

Der Tod der 18-jährigen Anna K. an Bord des Kreuzfahrtschiffs «Carnival Horizon» erschüttert derzeit die USA. Die junge Frau war mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und drei Stiefgeschwistern auf einer Karibikreise unterwegs, als sie in ihrer Kabine leblos aufgefunden wurde. Ein Zimmermädchen entdeckte die Leiche unter dem Bett – in eine Decke gewickelt und unter mehreren Schwimmwesten versteckt.

Für besondere Irritation sorgt jetzt die Darstellung ihrer Mutter. Heather Wright sagte dem US-Sender NewsNation, niemand aus der Crew oder den Behörden habe direkt mit ihr Kontakt aufgenommen. «Ich habe gegoogelt: ‹18-Jährige stirbt auf Kreuzfahrtschiff› – und dann sah ich überall das Gesicht meiner Tochter», erklärte sie. Wright lebt in Oklahoma; zu ihrer Tochter hatte sie seit Jahren nur sporadisch Kontakt.

Nach Informationen von ABC News wurde die Schülerin erwürgt und anschliessend erstickt. Ermittler sollen zudem zwei deutliche Hämatome am Hals festgestellt haben. Das FBI hat den Fall übernommen und spricht von laufenden Mordermittlungen. Die Reederei bestätigte den Todesfall und erklärte, die Familie zu unterstützen und eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Familienmitglied ist im Visier

Laut US-Medien rückt nun der 16-jährige Stiefbruder der 18-Jährigen in den Fokus. Ein Ex-Freund der Schülerin sagte, Anna habe grosse Angst vor dem Jugendlichen gehabt und sich belästigt gefühlt. In den letzten Monaten habe sie deshalb häufig bei Freundinnen übernachtet. Offiziell bestätigt ist der Verdacht bislang nicht; die Ermittler äussern sich zurückhaltend.

Unklar ist auch, weshalb die Mutter nicht direkt informiert wurde. Wright kritisierte ihren Ex-Mann und die Behörden scharf. Sie habe das Gefühl, erst sehr spät und nur zufällig von dem Todesfall erfahren zu haben. Der Vater reagierte bislang nicht öffentlich auf die Vorwürfe.

Die Ermittlungen zu den Umständen, zur möglichen Tatwaffe und zur Rolle der Familienmitglieder dauern an. Das FBI befragt derzeit Crewmitglieder und Passagiere. Ergebnisse werden frühestens in den kommenden Tagen erwartet.


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