HilfsaktionNach Dauerschneefall in Arosa – Bär Napa eingeschneit
Bruno Bötschi
11.12.2018
Lebt seit Juli 2018 im Bärenland Arosa: der ehemalige Zirkusbär Napa.
Bild:zVg
In den letzten 36 Stunden hat es im Bündner Skiort Arosa über einen Meter Neuschnee gegeben – die Sorge um Bär Napa war gross, denn er ist eingeschneit.
Vor ein paar Tagen hat es sich Napa in seiner Schlafbox im Bärenland Arosa gemütlich gemacht. Er trat die Winterruhe an. Und weil man schlafende Bären nicht wecken darf, bleibt das Bärenland über den Winter geschlossen.
Aber es wird weiterhin täglich kontrolliert, wie es dem ehemaligen Zirkusbären Napa geht und ob er – friedlich schnarchend – seine Winterruhe geniessen kann.
Als die Tierwärterin Daria Jörg jedoch heute Morgen zu ihrem Kontrollgang zum Bärenland unterhalb der Mittelstation aufbrach, musste sie feststellen: Es führt kein Weg dorthin. Das drei Hektar grosse Gehege und die Stallungen waren, laut Tourismusdirektor Pascal Jenny, nach dem 36-stündigen Dauerschneefall und dem heftigen Sturm, der gleichzeitig tobte, völlig eingeschneit.
Nach 36 Stunden Schneefall und Sturm total eingeschneit: das Bärenland Arosa.
Bild:zVg
Jörg handelte schnell und organisierte eine grossangelegte Hilfsaktion mit mehreren Helfern. Sie wollte sichergehen, dass Napa in seiner Box wohlauf ist – und nicht etwa draussen mit den Schneemassen kämpft.
Als der Schnee endlich weggräumt war und die Wärterin endlich zu Napas Box vordringen konnte, war ihre Freude gross – Napa lag dort tatsächlich: friedlich schnarchend.
Ende gut, alles gut. Es ist wahrscheinlich, dass der ehemalige Zirkusbär gar nichts vom schneeweisen Tohuwabohu mitbekommen hat, dass in den letzten Stunden um sein Gehege herum tobte.
Trotz Unmengen Schnee vor seiner Box geniesst Bär Napa seine Winterruhe.
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