Kreditkarten bis zum Limit belastet Paar gewinnt Luxus-Kreuzfahrt – dann folgt der grosse Albtraum

Sven Ziegler

4.2.2025

Ein Schiff der Norwegian Cruise Line in der Visualisierung. 
Ein Schiff der Norwegian Cruise Line in der Visualisierung. 
Bild: Norwegian Cruise Line/dpa-tmn

Ein Paar aus den USA gewinnt eine luxuriöse Karibik-Kreuzfahrt – doch am Ende bleibt eine Rechnung von 47'000 Dollar. Ihr Versuch, die Summe über die Versicherung abzuwickeln, endet in einem bürokratischen Albtraum.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein US-Paar gewinnt eine Karibik-Kreuzfahrt, doch Mike Cameron erkrankt an Grippe und muss sich an Bord behandeln lassen.
  • Die Reederei stellt eine Rechnung über 47'000 Dollar aus und belastet bereits zwei Kreditkarten des Paares bis zum Limit.
  • Die Reiseversicherung und die Krankenversicherung verweigern die Kostenübernahme.
  • Ob das Paar sein Geld zurückbekommt, ist unklar.

Mike Cameron und seine Freundin Tamra Masterman konnten ihr Glück kaum fassen, als sie eine kostenlose Kreuzfahrt mit Norwegian Cruises gewannen. Die Reise startete im Januar 2025 von Miami aus und sollte für das Paar ein unvergessliches Erlebnis werden. Doch dann wurde Mike krank.

Drei Tage lang lag er mit einer schweren Grippe flach und wurde im medizinischen Zentrum des Kreuzfahrtschiffes behandelt. Nach seiner Genesung folgte der Schock: Eine Rechnung der Reederei über 47'000 Dollar für die Behandlung.

Die Kreuzfahrtgesellschaft zog bereits zwei hinterlegte Kreditkarten bis zum Limit ein – dennoch blieben noch 21'000 Dollar offen.

Keine Versicherung will zahlen

«Die Reiseversicherung will den Betrag nicht zahlen, bis wir dies mit unserer Krankenversicherung abklären. Die Krankenversicherung will den Betrag nicht zahlen, weil der Aufenthalt im Ausland stattfand», erklärte Tamra Masterman gegenüber dem US-Nachrichtensender Fox 9.

Dabei hatte das Paar vor der Reise eine Versicherung bei Norwegian Cruises abgeschlossen, die medizinische Kosten bis zu 20'000 Dollar abdecken sollte. Doch der Versuch, den Anspruch geltend zu machen, scheiterte bislang.

Die Reederei verteidigte sich und teilte in einem Schreiben mit, dass die Preise «mit denen anderer Kreuzfahrtlinien vergleichbar sind und unserer Ansicht nach fair und angemessen sind».

Gegenüber Fox 9 erklärte Norwegian Cruises jedoch, dass man derzeit prüfe, ob die Gebühren für eine Grippebehandlung tatsächlich üblich sind. Ob das Paar ihr Geld zurückerhält, bleibt ungewiss.

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