07.01.2017 - 08:30

Diese Reiseziele kennen Sie bestimmt noch nicht

von Markolf Hoffmann, Redaktor
 

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Wenn Sie einmal fernab des Massentourismus verreisen wollen, haben wir ein paar Vorschläge. Denn diese 14 Orte kennen Sie bestimmt noch nicht – und jeder wird Sie um die Fotos beneiden, die Sie dort schiessen.

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Wer auf Reisen geht, will manchmal auch überrascht werden. Doch das ist gar nicht so einfach: Viele Ziele kennt man schon. Um etwas wirklich Neues zu sehen, muss man also immer weiter entfernte, exotischere Länder anvisieren – und ist oft trotzdem enttäuscht, wenn diese Orte von anderen Reisegruppen belagert werden.

Dabei gibt es sie durchaus noch: Reiseziele, die von den grossen Touristenströmen verschont geblieben sind. Dabei sind sie es allemal wert, entdeckt zu werden. Denn sie bieten eine besonders spektakuläre Natur, reizvolle Gegensätze und verblüffende Sehenswürdigkeiten: Verborgene Inselwelten im Norden der USA, farbenprächtige Blumenfelder in der afrikanischen Steppe oder traumhafte Gebirgslandschaften auf dem Balkan.

Die 14 originellsten Ziele, die bisher nur wenige Besucher anziehen – obwohl sie es mehr als vedient haben – zeigen wir auch in unserer Bildergalerie.

1. Laguna Colorada, Bolivien

Was für Farben: Die Laguna Colorada im bolivischen Nationalpark Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa verzaubert die Sinne mit seinem bizarr-blutroten Wasser. Die Färbung ist auf eine spezielle Algenart des Sees sowie den hohen Mineralstoffgehalt des Wassers zurückzuführen. Nur wenige Touristen finden den Weg zu dem magischen See. Dafür kann man umso mehr Flamingos dort antreffen, die mit ihrem Federkleid zur Farbenpracht beitragen.

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Diese Landschaft würde man eher in Neuseeland vermuten als in Austin, Texas: Der Hamilton Pool.
Bild: dibrova

2. Der Krumme Wald von Gryfino, Polen

Kreuz und quer wachsen die Baumstämme des Krummen Walds von Gryfini in Westpolen. Bis zu 90 Grad beträgt die Krümmung der Kiefern, die ansonsten vollkommen gesund sind. Warum die bis zu 80 Jahre alten Bäume so schief gewachsen sind, ist unbekannt. Vermutlich wurden sie aber von Menschenhand in ihre Form gezwungen, um sie im Schiffbau zu verwenden. Auch wenn sie also keine Laune der Natur sind: Gesehen haben sollte man sie auf jeden Fall.

3. Insel Sokotra, Jemen

Sokotra besteht aus mehreren Inseln im Indischen Ozeans. Die Inselgruppe gehört zu der Republik Jemen, unterscheidet sich klimatisch jedoch wesentlich von dem arabischen Staat: Sokotra gehört zur tropischen Zone, ergänzt durch einige Halbwüstengebiete. Die reiche Flora und Fauna haben Sokotra zurecht den Namen Galapagos des Indischen Ozeans eingebracht. Seltene Schlangen- und Vogelarten sowie der eindrucksvolle Drachenbaum verzaubern die wenigen Besucher, die sich auf dieses Abenteuer einlassen.

4. Liebestunnel bei Klewan, Ukraine

Klewan in Nordwesten der Ukraine besitzt eine ganz eigene Sehenswürdigkeit: Eine stillgelegte Eisenbahnstrecke im Wald, die früher zu einer Fabrik führte, ist von der Natur zurückerobert worden. Der Lichteinfall durch die Zweige, die die ehemalige Schienenstrecke beschirmen, verwandelt sie in einen romantisch-wehmütigen Hohlweg, der als Liebestunnel zahlreiche frischverliebte Pärchen anzieht. Wenn Sie also gerade jemanden kennengelernt haben, wissen Sie, wohin die nächste Reise führt.

Die spektakulärsten Naturaussichtspunkte der Welt

  • Horseshoe Bend
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  • 5 Fingers
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5. Cerro de los Siete Colores, Argentinien

2460 Meter hoch ragt der Cerro de los Siete Colores empor und kann schon allein deshalb von keinem Reisenden übersehen werden. Doch vor allem verblüfft der Berg im Nordwesten Argentiniens mit den Farbschattierungen seines Gesteins: Die hohe Konzentration verschiedener Mineralien lassen den Felsen kostbar und unwirklich schön erscheinen. Von Pink über Gelb, von Tiefrot bis ins Bläuliche spielen die sieben Farben des Bergs. Bei guten Lichtverhältnissen fühlt man sich wie in einem Märchen.

6. Das Höllentor von Derweze, Turkmenistan

Der Krater, das Höllentor oder einfach «das Tor» – so wird ein Schlund in der Nähe des Dorfs Derwaze in Turkmenistan bezeichnet. Vor allem am Abend ist das ihm entweichende, brennende Erdgas zu sehen, das ihn stets mit rotgoldenem Feuer füllt. Dabei geht die Sehenswürdigkeit auf einen Bergbauunfall zurück: Beim Aushub des Kraters entzündete sich das Gas und konnte nicht mehr gelöscht werden. Derweze selbst wurde 2004 aufgegeben und ist praktisch unbewohnt. Dafür finden sich gelegentlich Touristen ein, um das Höllentor zu sehen, wenn es auch bislang nur wenige sind.

7. Hamilton Pool Preserve, Texas, USA

Einen solchen See würde man eher auf Island vermuten als in der Nähe von Austin, Texas: Ein von Kalksteinfelsen und Zypressenbäumen gesäumtes Kleinod mit glasklarem Wasser, das rauschend über die Felsnasen stürzt. Tatsächlich war der Hamilton Pool früher eine unterirdische Grotte, die durch Erosionskräfte eingestürzt ist. Der zauberhafte Ort ist selbst vielen Texanern unbekannt, auch wenn er zunehmend Badefreunde anzieht.

Diese Landschaften regen zum Träumen an

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  • Oberriet-Grube Loo
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8. Zhangjiajie National Forest Park, China

Der Zhangjiajie National Forest Park liegt in der chinesischen Provinz Huan und punktet mit einer überwältigenden Szenerie: Mächtige Steinfelsen ragen aus dem dichten Blätterdach, und mehrere Wasserströme durchziehen den Park. Durch das schwierig zugängliche Gelände fanden früher nur wenige Besucher den Weg in den Nationalen Waldpark. Inzwischen hat die Regierung durch Seilbahnstrecken sowie eine im August 2016 eröffnete Glasbodenbrücke die Attraktivität für Touristen verbessert. Sie sollten einen Besuch bei einer Chinareise auf jeden Fall einplanen.

9. Namaqaland, Namibia/Südafrika

Vergessen Sie alles, was Sie über den Süden Afrikas und seine Wüsten und Steppen zu wissen glauben: Das Namaqualand am Ufer des Oranje-Flusses liegt teilweise in Namibia und teilweise in Südafrika – und ist für seine Blütenpracht berühmt. In der Regenzeit zwischen August und September wird die sonst karge Landschaft binnen weniger Tage vom Farbenreichtum zahlreicher Blumen verwandelt. Den Gazellen und anderen Wildtieren kann es nur recht sein, da sie in dieser kurzen Zeit reiche Nahrung finden.

10. Svalbard, Nordatlantik

Svalbard im Nordatlantik besteht aus mehreren Inseln, deren arktische Schönheit mit ihren Gletschern, Eislandschaften und glasklaren Gewässern. Nicht nur die grösste Insel Spitzbergen, sondern auch die anderen der insgesamt 400 Inseln und Schären sind für unerschrockene Reisende eine Offenbarung. Denn hier kann man nicht nur Wale und Robben beobachten, sondern auch regelmässig den grünen Schein des Nordlichts – einer Faszination, der sich niemand entziehen kann.

11. Saint-Pierre und Miquelon, Kanada

Saint-Pierre und Miquelon, eine kleine Inselgruppe vor der östlichen Küste Kanadas, ist das letzte Überseegebiet Frankreichs auf dem nordamerikanischen Kontinent. Knapp 6'400 Einwohner leben auf den beiden Inseln und nur wenige Besucher finden den Weg zu ihnen. Aber das ist ein Fehler: Die europäische geprägte Architektur lässt die kleinen Siedlungen so aussehen, als lägen sie am Ärmelkanal. Der alles dominierende Leuchtturm von Saint-Pierre ist ebenso wie die wunderschöne Küstenlinie und die Tierwelt absolut sehenswert – und dieses Reiseziel kennt wirklich kaum ein Kanadabesucher.

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  • Neuseeland
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  • Alaska
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12. San Juan Islands, Washington, USA

Wale und Haie lassen sich in den verwinkelten Buchten und Fjorden der San Juan Islands im US-Bundesstaat Washington beobachten. Die 172 Inseln liegen in einer abwechslungsreichen Wasserwelt, die für Bootsausflüge geradezu einlädt. Wenn Sie also bei einer Reise durch die USA etwas ganz anderes sehen wollen, ist ein Besuch der San Juan Islands eine echte Empfehlung.

13. Bjelasica-Gebirge, Montenegro

Eine der schönsten Gebirgswelten Europas fern unserer Alpen liegt im kleinen Montenegro: Das Bjelasica-Gebirge mit seinen sanften Tälern, immergrünen Hügeln und idyllischen Bergseen ist trotz seiner Schönheit so gut wie unbekannt. Dabei finden Wanderer hier Touren für jeden Schwierigkeitsgrad, und in den kalten Monaten kommen auch Skifahrer und Snowboarder auf ihre Kosten. Bislang ist die Region trotzdem von den grossen Tourismusströmen verschont geblieben – beeilen Sie sich also.

14. Halbinsel Kamtschatka, Russland

Wen es wirklich in die Ferne zieht, sollte sich in den äusseren Osten Russlands begeben. Die Halbinsel Kamtschatka ist mit 370'000 Quadratkilometern grösser als Deutschland – und vereint auf diesem Raum Vulkanlandschaften, unerschlossene Waldgebiete, eisklirrende Schneesteppen und verborgene Täler, in denen Geysire in die Höhe schiessen. Erst seit den 1990er Jahren hat sich die Region zaghaft dem Tourismus geöffnet – bislang haben dieses Juwel jedoch nur wenige entdeckt. Die atemberaubende Natur ist es auf jeden Fall wert.

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