Drei Ärzte leisteten Erste HilfeSwiss gibt neue Infos zu Notlandung in Kasachstan bekannt
Sven Ziegler
8.5.2026
Die Swiss-Maschine drehte ausserplanmässig nach Almaty ab.
Nach der ausserplanmässigen Landung eines Swiss-Flugs in Kasachstan gibt es nun ein Update: Die Maschine aus Seoul ist am Freitagmorgen sicher in Zürich gelandet. Der Co-Pilot, der zuvor einen medizinischen Notfall erlitten hatte, bleibt jedoch vorerst in Almaty.
Der Airbus A350 der Swiss, der am Mittwoch wegen eines medizinischen Notfalls im Cockpit ausserplanmässig in Almaty landen musste, ist wieder zurück in der Schweiz.
Wie die Airline mitteilt, landete die Maschine am Freitagmorgen um 6.45 Uhr unter der Flugnummer LX7123 sicher in Zürich.
An Bord befanden sich 221 Passagiere sowie 13 Crewmitglieder. Sechs Reisende hätten ihre Weiterreise ab Almaty selbst organisiert, schreibt Swiss.
Co-Pilot bleibt in Kasachstan
Auslöser für die ausserplanmässige Landung war ein medizinischer Notfall des Co-Piloten während des Flugs von Seoul nach Zürich.
Laut Swiss befanden sich zufällig drei Ärzte an Bord, die sofort Erste Hilfe leisteten. Auf Empfehlung der Mediziner entschied sich die Crew schliesslich zur Umleitung nach Almaty in Kasachstan, damit der Pilot rasch medizinisch versorgt werden konnte.
Der erkrankte Co-Pilot befindet sich weiterhin vor Ort in Almaty. Ein weiteres Crewmitglied blieb ebenfalls bei ihm. Die Airline erklärt, man stehe in engem Austausch mit dem Kollegen und sei «erleichtert und sehr froh, dass er wohlauf ist».
Notruf über Kasachstan ausgelöst
Der Vorfall hatte am Mittwoch grosse Aufmerksamkeit ausgelöst. Auf Flightradar24 war zu sehen, wie die Maschine plötzlich von ihrer Route abwich und den Transpondercode 7700 aktivierte. Dieser signalisiert eine allgemeine Luftnotlage.
Kurz danach setzte der Airbus zum Landeanflug auf Almaty an und landete dort sicher.
Swiss entschuldigt sich bei Passagieren
Swiss räumt ein, dass die ungeplante Zwischenlandung und der mehrtägige Aufenthalt in Kasachstan für die Passagiere erhebliche Auswirkungen auf ihre Reisepläne gehabt hätten.
Die Airline betont jedoch, dass die Gesundheit des Crewmitglieds oberste Priorität gehabt habe. Gleichzeitig bedankt sich Swiss beim eigenen Personal sowie bei Mitarbeitenden der Lufthansa Group in Almaty für den Einsatz während der aussergewöhnlichen Situation.
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