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Jetzt meldenEinst als Wunderkind beschrieben, ist der Wädenswiler Äneas Humm heute ein erfolgreicher Bariton. Seit zwei Jahren lebt der 30-Jährige in Berlin – schuld daran ist sein Ehemann, ein eineiiger Drilling.
Als er mit sechs Jahren den Zürcher Sängerknaben beitrat, hiess es bald, er sei ein Wunderkind – längst ist Äneas Humm erwachsen und hat auf der halben Wert Konzerte gegeben.
Der 30-Jährige ist ein Musiker, der seine Stimme nicht nur während eines Konzertes erhebt. Er ist ein Mensch, der eine klare Meinung hat, und diese auch vertritt – unter anderem in Interviews.
Kürzlich erschien sein Album «Libertas». Auf diesem dem Thema Freiheit gewidmeten Werk verbindet der Bariton bekanntes Repertoire – von Beethoven bis Schubert – mit Werken von Komponisten, die bisher eher im Schatten standen.
blue News traf Äneas Humm in Berlin, wo er seit zwei Jahren lebt. Und dies aus einem liebevollen Grund: Sein Ehemann ist eineiiger Drilling und hatte einen Herzenswunsch. Er wollte in der gleichen Stadt wie seine beiden Brüder leben.
Tausende Schweizer*innen verlassen ihre Heimat jedes Jahr. Sie verwirklichen ihren Traum und wandern aus. Die blue News Redaktoren Christian Thumshirn und Bruno Bötschi begleiten diesen Sommer drei junge Menschen, die nach Berlin gezogen sind: Heute besuchen wir Opernsänger Äneas Humm. Bereits erschienen sind die Folgen über Journalistin Bettina Bestgen und Schauspielerin und Gastronomin Jeniffer Mulinde-Schmid.
«Berlin ist eine super lässige Stadt», sagt Humm. «Ich mag das Tohuwabohu.» Gleichzeitig sei aber auch spürbar, wie sich die deutsche Hauptstadt verändere – und nicht nur zum Guten.
Unterkriegen lässt sich der politisch interessierte Opernsänger deswegen nicht.
Denn für ihn wäre «ein Leben in der Deckung keine Option», sagt er. Auch wenn er zugibt, dass «man aktuell nicht wisse, woher der Hass kommt».
In der zweiteiligen Video-Reportage gibt Äneas Humm einen Einblick in den Alltag in seiner neuen Heimatstadt.