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Jetzt meldenWas braucht es, um einem Frosch das Leben zu retten? Eine Leuchtweste, eine gute Portion Mut – und die Erkenntnis, dass Rücksicht im Strassenverkehr mehr bedeutet als Tempo 50.
21 Uhr, irgendwo zwischen Wetzikon und Bäretswil. Ich treffe Katja und Katja – zwei freiwillige Amphibienretterinnen, die heute Nacht Dutzenden Fröschen, Kröten und Molchen das Leben retten wollen.
Unsere Ausrüstung: Warnwesten, Stirnlampen und zwei Kübel. Einer für Kröten und Molche, der andere – mit Deckel – für die Frösche. Weil die gerne wieder hinaushüpfen.
Schon nach wenigen Minuten drückt mir eine der Katjas eine Erdkröte in die Hand. Ich ziehe den Handschuh aus – ja wirklich – und spüre das Tier auf meiner Haut. Warzig und erstaunlich «unglitschig».
So lerne ich an diesem Abend nicht nur, wie sich eine Kröte anfühlt, sondern auch den Unterschied: Kröten krabbeln. Frösche springen.
Während wir Tiere auflesen und sicher auf die andere Seite bringen, rauschen Autos mit Tempo 80 an uns vorbei. Trotz Leuchtweste fühlen wir uns oft übersehen.
Was viele nicht wissen: Schon die Druckwelle eines Autos kann einen kleinen Frosch töten.
Nach drei Stunden bin ich müde – und beeindruckt. Vom Engagement dieser Helferinnen. Vom Überlebensinstinkt der Tiere. Und davon, wie wenig es eigentlich braucht, um Leben zu retten. Manchmal reicht es, einfach mal vom Gas zu gehen.
Wie viele Tiere wir retten konnten – und welche überraschenden Szenen sich am Strassenrand abgespielt haben – siehst du im Video.