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Schöne Gartenhelfer: Marienkäfer fressen Blattläuse. Ein einzelner Marienkäfer kann pro Tag zwischen 50 und 150 Blattläuse verzehren.
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In deinem Garten tummeln sich nicht nur Schädlinge, die eine Gefahr für Ihre Pflanzen darstellen können, sondern auch Nützlinge, welche die Rettung für das Grün sein können.
Im Garten sind viele Insekten unterwegs – und das ist auch wichtig.
Doch nicht alle sind harmlos. Manche richten grossen Schaden an Pflanzen an. Doch für jeden Schädling gibt es einen passenden Nützling, der die Plage eindämmen kann. Aber wie erkennst du, welches Insekt dein Freund oder dein Feind ist? Ein Überblick.

Der Marienkäfer verdankt seinen Namen den sieben schwarzen Punkten auf seinen roten Deckflügeln. Im Mittelalter symbolisierten sie die sieben Tugenden oder Schmerzen Mariens.
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Marienkäfer gehören zu den wahren Helden im Garten. Die roten Käfer mit schwarzen Punkten sind kinderleicht zu erkennen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch nützlich. Denn sie fressen Schädlinge wie Blattläuse, die oft Rosen befallen. Auf dem Speiseplan des sechzehnfleckigen Marienkäfers steht sogar Mehltau – ein echter Helfer im Beet.

Blattläuse sind zirka 1 Millimeter gross und gehören zur Familie der Pflanzenläuse.
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Blattläuse sind winzig, manchmal geflügelt, und je nach Art grün, rotbraun oder schwarzbraun. Sie schlüpfen im Frühjahr und pflanzen sich schnell fort. Schon nach kurzer Zeit schädigen sie Nutz- und Zierpflanzen stark.
Um sie loszuwerden, musst du aber nicht gleich die Chemiekeule auspacken. Marienkäfer reichen völlig. Denn ein Siebenpunkt-Marienkäfer frisst bis zu 150 Blattläuse am Tag.

Die meisten erwachsenen Florfliegen-Arten ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau.
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Florfliegen sind ebenfalls nützliche Helfer im Garten. Sie fressen nicht nur Blattläuse, sondern auch Spinnmilben, Thripse und Raupen – allesamt Schädlinge. Die Insekten können Sie leicht an ihren schimmernd grünen Flügeln erkennen.
Ab September machen sie sich auf die Suche nach einem Winterquartier. Unterstütze die Florfliegen, indem du einen Überwinterungskasten im Garten aufstellst.

Um Spinnmilben erkennen zu können, reicht das blosse Auge nicht aus. Die gelblich bis rötlichen Schädlinge sind oft nur zwischen 0,2 und 0,5 mm gross und verstecken sich meist auf den Blattunterseiten der Pflanzen. Einen Befall erkennt man daher oft erst, wenn die Pflanze leicht kränkelnd wirkt und ihre Blätter weisslich-gelbe Sprenkeln haben.
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Spinnmilben zählen nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. Ihren Namen tragen sie, weil sie Blätter und Triebe mit feinen Gespinsten überziehen. Dabei schädigen sie die Pflanzen stark. Florfliegen können bei der Bekämpfung helfen. Zusätzlich wirkt auch hohe Luftfeuchtigkeit: Besprühe die betroffenen Pflanzen häufiger mit Wasser.

Thripse treiben vor allem auf verschiedenen Zimmerpflanzen ihr Unwesen.
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Thripse, auch Fransenflügler oder Blasenfüsse genannt, sind winzige Schädlinge, die häufig an Zimmerpflanzen oder im Gewächshaus vorkommen können.
Sie fressen Blätter an und sind oft so klein, dass man sie kaum sieht. Bei Befall hilft regelmässiges Besprühen mit einer milden Seifenlauge, um die Schädlinge loszuwerden.

Bei einem schwachen Befall der Pflanzen reicht es aus, die Raupen mit der Hand abzusammeln und zu entsorgen.
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Wenn du Würmer an Pflanzen, Obst oder Beeren bemerkst, sind es meist Schmetterlingsraupen wie der Apfel- oder Pflaumenwickler. Diese Schädlinge können grosse Schäden anrichten. Nützlinge wie Schlupfwespen, Laufkäfer oder Blumenwanzen helfen dabei, die Schmetterlingsraupen wieder in die Flucht zu schlagen.
Kleine grüne Raupen solltest du von Hand entfernen. Eine Mischung aus Essig, Öl, Spülmittel oder Seifenlauge wirkt zusätzlich abschreckend.

Um Schlupfwespen in den Garten zu locken, genügt ein ausgewogenes Nahrungsangebot an Nektar, Honigtau und Blütenpollen.
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Schlupfwespen gehören zu den vielseitigen Nützlingen im Garten. Je nach Art bekämpfen sie gezielt Schädlinge wie Blattläuse, Minierfliegen oder Apfelwickler. Sie lassen sich gut als biologische Schädlingsbekämpfer im Garten, Gewächshaus oder Wintergarten einsetzen.
Im Fachhandel gibt es dafür gezüchtete Schlupfwespen-Arten, die genau auf den jeweiligen Schädlingsbefall abgestimmt sind.
Lege die Eier der Schlupfwespen am besten frühzeitig an befallenen Pflanzen aus – oder auch vorbeugend im Garten. Pro Quadratmeter sind bis zu 50 Eier ideal.
Ein Tipp für mehr Nützlinge im Garten: Baue ein Insektenhotel. Es dient als Unterschlupf zum Überwintern, Nisten und Überleben – auch für Schlupfwespen.

Die Larven der Minierfliegen fressen spiralförmige Gänge in die Blätter von Nutz- und Zierpflanzen.
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Minierfliegen sind winzige Schädlinge, die vor allem bei hohen Temperaturen im Hochsommer aktiv werden. Sie fressen sich durch Blätter, was diese früh welken und abfallen lässt. Schlupfwespen helfen bei der Bekämpfung. Zusätzlich wirkt Brennnesseljauche abschreckend. Vorbeugend schützen Gemüseschutznetze zuverlässig vor einem Befall.

Was wie ein Wurm im Apfel aussieht, ist die Larve des Apfelwicklers, eines Nachtfalters.
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Der Apfelwickler ist ein typischer Schädling im Apfelanbau. Ein Befall zeigt sich durch die sogenannten «Wurmstiche» – kleine Frasslöcher im Obst, die von den Larven stammen.
Betroffene Äpfel fallen oft unreif vom Baum und beginnen am Boden zu faulen. Die Larven sind weiss-gelblich mit dunklem Kopf. Ausgewachsenen Falter können Sie anhand der gemusterten Flügel bestimmen.
Die ausgewachsenen Apfelwickler-Falter haben grau-braune Flügel mit hellen Streifen und kupferfarbenen Flecken an den Spitzen. Sie sind vor allem in der Dämmerung unterwegs. Bei Befall können Nematoden der Art Steinernema feltiae helfen. Diese winzigen Fadenwürmer werden in Tonpulver geliefert, in Wasser aufgelöst und ausgebracht. Eine Packung mit etwa sechs Millionen Nematoden reicht für drei grosse Apfelbäume.
Gegen den Dickmaulrüssler und seine Larven können Nematoden ebenfalls wirksam helfen. Typische Frassspuren erkennst du an den Blättern von Hortensien, Rhododendren oder Rosen – die Ränder wirken, als hätte man sie mit einem Locher ausgeknipst. Diese Löcher stammen vom Dickmaulrüssler. Die Larven fressen zusätzlich an den Wurzeln, was die Pflanzen stark schwächt oder sogar absterben lässt.

Der Laufkäfer ist ein Nachtwächter, der deinen Garten säubert.
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Laufkäfer zählen ebenfalls zu den nützlichen Gartenhelfern. Die kleinen, meist dunklen Käfer sind schnell unterwegs und stossen bei Gefahr ein übel-riechendes Sekret aus. Sie sind vor allem nachts aktiv und fressen dabei Schneckeneier, Kartoffelkäferlarven, Drahtwürmer, Läuse und Milben – alles Schädlinge, die sie zuverlässig in Schach halten.

Aufgrund ihrer unterirdischen Lebensweise und langen Lebensdauer sind Drahtwurme jedoch nur schwierig zu bekämpfen
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Drahtwürmer sind die Larven des Schnellkäfers und können bis zu drei Zentimeter lang werden. Besonders auf frisch angelegten Gemüsebeeten können Sie häufig vorkommen. Sie fressen bevorzugt an Wurzeln, Zwiebeln und Knollen von Blumen und Gemüse. Bei einem Befall solltest du schnell reagieren. Lege Eimer-Fallen mit frischen Kartoffelscheiben aus, um die Schädlinge anzulocken.

Es gibt weltweit um die 6000 Arten von Blumenwanzen, wovon 93 Arten in Europa und 50 Arten in Mitteleuropa vorkommen.
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Blumenwanzen halten sich, wie der Name schon vermuten lässt, gerne auf Blüten und Blättern von Bäumen und Sträuchern auf. Sie fressen am liebsten Insekten wie Blattläuse, Weisse Fliegen, Thripse und Spinnmilben. Winzer wissen um ihre Effektivität und setzen sie gezielt zur Schädlingsbekämpfung ein. Auch im eigenen Garten lassen sich die nützlichen Wanzen ansiedeln, um sie gegen Schädlinge einzusetzen.

Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Kartoffelkäfer ist ein gefürchteter Schädling. Er überwintert als Larve im Boden und entwickelt sich im Frühling zum Käfer.
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Der Kartoffelkäfer zählt zu den Schädlingen im Garten. Er befällt vor allem Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Paprika und kann dort für Schaden sorgen.
Die Käfer erkennt man an ihren gestreiften Flügeln, die Larven sind gelblich. Natürliche Feinde wie Kröten und Laufkäfer helfen bei der Bekämpfung. Auch ein paar Spritzer Brennnesseljauche können die Plage eindämmen.

Regelmässige Bodenbearbeitung hilft, die Schneckenplage zu begrenzen. Ist die Erde lockerer, gibt es keine Hohlräume oder groben Schollen, in denen sich Jungschnecken verstecken können.
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Nacktschnecken zählen zu den grössten Plagen im Garten. Die gefrässigen Schädlinge fressen fast alles und können über Nacht ganze Beete zerstören. Besonders junge Triebe von Gemüse, Stauden, Salat und Blumen sind betroffen.
Um die Schnecken fernzuhalten, helfen Bierfallen oder Barrieren aus Sand, Asche oder Kaffeesatz rund um die Pflanzen.

Weltweit sind etwa 250 Hummelarten bekannt – sie sind hauptsächlich in den kühleren und gemässigten Zonen der nördlichen Hemisphäre verbreitet.
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Hummeln leisten im Garten wichtige Bestäubungsarbeit. Neben Bienen übernehmen auch sie das Bestäuben der Blüten, etwa bei Obstbäumen. Dank ihrer langen Rüssel erreichen Hummeln sogar tief sitzende Blüten. Ausserdem sind sie schon früh im Jahr aktiv – denn im Gegensatz zu Honigbienen fliegen Hummeln auch bei kühleren Wetterverhältnissen.

Sie treten meist sehr zahlreich auf und schaben das Blatt regelrecht ab. Die Blattunterhaut bleibt aber erhalten, nur das Blattgewebe darüber ist angefressen.
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Die Larven der Blattwespen befallen meist schon im Frühjahr die Blattoberseiten von Pflanzen. Das lässt sich dann am sogenannten Fensterfrass an den Blättern erkennen. Am besten schneidest du die befallenen Pflanzenteile ab. Stelle Nistkästen oder Vogelhäuser auf, um Vögel in Ihren Garten zu locken. Die gefiederten Nützlinge fressen nämlich äusserst gerne Blattwespen.

Erzwespen sind darauf spezialisiert, Arten aufzuspüren, die sich im Korn oder Kokons verborgen entwickeln.
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Die Erzwespe ist ein äusserst winziges Insekt und misst nur etwa 0,6 Millimeter. Kopf und Brust sind schwarz, der Hinterleib ist gelb. Die Weibchen fressen die Larven von Vorratsschädlingen wie Käfern und Getreidemotten, die sich in Getreidekörnern oder Kokons entwickeln. Auch gegen die Weisse Fliege, die etwa Gurken oder Grünkohl befällt, kannst du die Erzwespe erfolgreich nutzen.