Fehler gefunden?
Jetzt meldenDer Goldrausch im Amazonas ist zurück. Im brasilianischen Regenwald hinterlassen illegale Minen immer grössere Wunden – mit Folgen für indigene Gemeinschaften, seltene Tierarten und eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde.
Tief im brasilianischen Amazonasgebiet läuft ein Wettlauf um ein begehrtes Edelmetall.
Getrieben von hohen Preisen dringen Goldsucher immer weiter in abgelegene Regionen vor. Für Umweltschützer und indigene Gemeinschaften ist das eine alarmierende Entwicklung: Der Abbau hinterlässt nicht nur Spuren in der Landschaft, sondern bringt auch Konflikte, Umweltverschmutzung und gesundheitliche Risiken mit sich. Besonders umstritten ist der Einsatz von Quecksilber, das in Flüsse gelangen und ganze Nahrungsketten belasten kann.
Gegen die Eindringlinge regt sich jedoch Widerstand. Indigene Anführer organisieren Patrouillen, dokumentieren Verstösse und versuchen, ihre Gebiete vor weiteren Eingriffen zu schützen. Gleichzeitig warnen Umweltorganisationen vor einem lukrativen System, das es ermöglicht, illegal gefördertes Gold in legale Handelsketten einzuschleusen.
Wie gross das Ausmass der Zerstörung bereits ist, zeigen eindrückliche Luftaufnahmen aus dem Bundesstaat Pará: Aus der Vogelperspektive werden die tiefen Narben sichtbar, die Bagger und Maschinen mitten in eine der artenreichsten Regionen der Erde geschlagen haben.
Die Bilder im Video oben verdeutlichen, weshalb der Kampf um den Amazonas längst nicht entschieden ist.