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Jetzt meldenDie Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen auslösen.
Bild: Keystone
Die Eichenprozessionsspinner-Raupe sorgt für deutlich mehr Alarmmeldungen als sonst. Erstmals haben Fachleute in der Ostschweiz einen mehrere Hektaren grossen Befall festgestellt. Einzelne Badis im Kanton Zürich mussten wegen der Raupe Bereiche absperren.
Der Eichenprozessionsspinner sorgt in diesem Sommer für deutlich mehr Alarmmeldungen als in den vergangenen Jahren. Erstmals haben Fachleute in der Ostschweiz einen mehrere Hektaren grossen Befall festgestellt. Auch einzelne Badis im Kanton Zürich mussten bereits Bereiche absperren.
Doch weshalb bereitet die Raupe so grosse Sorgen? blue News erklärt dir das Wichtigste.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein heimischer Nachtfalter. Problematisch sind seine Raupen: Sie leben auf Eichen und bilden winzige Brennhaare, die bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen auslösen können.
Die Art gilt als wärmeliebend. Fachleute vermuten deshalb, dass die steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels die zunehmende Häufigkeit und Intensität der Befälle begünstigen. Gleichzeitig profitieren die Tiere von günstigen Witterungsbedingungen und können sich in manchen Jahren massenhaft vermehren. Von einer solchen Massenvermehrung spricht Waldschutz Schweiz, die Fachstelle der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), in diesem Jahr.
Das lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Die hohe Zahl an Meldungen im Jahr 2026 zeigt aber, dass die Art derzeit von günstigen Bedingungen profitiert. Fachleute empfehlen deshalb, bekannte Eichenbestände künftig noch genauer zu überwachen.
Nein. Der Eichenprozessionsspinner ist einheimisch. Bis etwa zur Jahrtausendwende trat er vor allem in der Genferseeregion, im Wallis und auf der Alpensüdseite auf. Seither werden zunehmend auch Befälle in nördlicheren Regionen registriert.

Immer mehr Eichenprozessionsspinner breiten sich in der Schweiz aus.
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Typisch sind die dichten Gespinstnester an Stämmen und stärkeren Ästen. Sie können bis zu einem Meter lang werden. Nachts ziehen die Raupen in langen Kolonnen – den sogenannten Prozessionen – zu den Baumkronen, um dort die Blätter zu fressen.
Die Brennhaare können Hautausschläge, Juckreiz, Augenreizungen und Beschwerden der Atemwege auslösen. In seltenen Fällen sind auch schwere allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock möglich.
Nein. Die Brennhaare werden mit dem Wind verbreitet und können sich in der Umgebung von befallenen Bäumen ablagern. Deshalb können Beschwerden auch ohne direkten Kontakt mit den Raupen auftreten. Die Brennhaare bleiben über Jahre hinweg wirksam. Auch alte Gespinstnester sowie Brennhaare im Unterholz oder auf dem Boden können noch gesundheitliche Probleme verursachen.
Gespinstnester und Raupen sollten nicht berührt werden. Besonders aufmerksam sollte man an Waldspielplätzen, Grillstellen, Vitaparcours sowie entlang von Wegen in Eichenbeständen sein. Bei Verdacht auf einen Befall sollten die zuständigen Behörden oder Forstdienste informiert werden.