Fehler gefunden?
Jetzt melden
Rauchwolken von den Waldbränden südöstlich des Badeortes Lacanau-Ocean (hinten, r) verdunkeln den Himmel, während sie über die Dünen am Nordstrand hinwegziehen.
Keystone
Flammen zerstören Campingplätze und Häuser: Urlauber fliehen auf Boote, Züge und in Messehallen. Wer hilft jetzt den Betroffenen?
Der Waldbrand an Frankreichs Atlantikküste greift immer weiter um sich und führt zur Evakuierung weiterer Orte und Tausender weiterer Touristen. Inzwischen seien in der beliebten Ferienegion bei Bordeaux 44'000 Menschen evakuiert worden, teilte die Präfektur mit. Das Feuer habe sich auf 12'500 Hektar Fläche ausgedehnt und 53 Häuser und einen Campingplatz zerstört. Die Feuerwehr sei mit 1000 Einsatzkräften, neun Löschflugzeugen und zwei Löschhelikoptern im Einsatz. Bisher wurden 42 Feuerwehrleute verletzt.
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Wie die Grossstadt Bordeaux mitteilte, wird die Aufnahme weiterer Evakuierter in den Messehallen der Stadt vorbereitet, wo bis zu 10'000 Menschen einquartiert werden können. Ab dem Morgen waren Feriengäste und Bewohner von Cap Ferret aus auch mit Schiffen evakuiert und nach Arcachon gebracht worden. Von dort setzte die Bahn zum Weitertransport zusätzliche Züge nach Bordeaux ein. Um bei den Evakuierungen zu helfen, boten die Austernfischer der Region auch ihre Boote an. Die Landwirte unterstützten die Löscharbeiten auf Bitten der Feuerwehr mit der Bereitstellung von 40 Tankwagen.
Wegen eines weiteren Brandes an der Atlantikküste südlich von Bordeaux im Bereich des Ortes Biscarrosse wurden 23'000 Menschen evakuiert. Auch hier waren vor allem Campingplätze und Urlaubsquartiere betroffen. Ein in der Region gelegenes Einkaufszentrum mit einem Elektromarkt brannte vollkommen nieder.
Dramatische Szenen gab es auch bei einem Reitgestüt in Biscarrosse. Wie auf Videobildern der Zeitung «Le Figaro» zu sehen war, wurden die Pferde aus ihren Stallungen gelassen, damit sie sich über die Strasse galoppierend vor dem heranrückenden Brand retten konnten.
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.