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Die Fürstenfamilie wohnt im Schloss Vaduz, besucht werden kann das Gebäude daher nicht.
Unsplash/christianandalex
Die Schweiz hat fünf Nachbarländer. Doch eines davon ist für viele ein Mysterium: Über Liechtenstein weiss so kaum jemand etwas. blue News liefert 55 Fakten, die dir das Fürstentum näherbringen.
Mein Nachname verrät es schon – ich komme aus Liechtenstein, Büchel ist das gängigste Geschlecht dort. Und nein, ich bin nicht mit Marco Büchel verwandt. Obwohl ich ihn als Kind auch schon mal getroffen habe. Bei uns kennt man sich eben.
Ich bin in diesem Mysterium, dem kleinen Nachbarn der Schweiz, über den kaum jemand etwas weiss, aufgewachsen, lebe und arbeite aber schon seit mehr als acht Jahren in Zürich. Und sobald ich hier auch nur schon den Mund aufmache, kommt meist die Frage: «Hä, woher kommst denn du? Bist du Bündnerin?» Nicht ganz, aber geht in etwa in die richtige Richtung.
Ich verstehe schon, weil es von uns eben nicht so viele gibt, durften die meisten von euch auch nie einem dieser seltenen Exemplare begegnen. Aber zugegeben, eigentlich sind wir doch gar nicht so viel anders als Schweizer*innen: Wir zahlen mit Franken, haben offene Grenzen zur Schweiz, sprechen ungefähr gleich – auch wenn sich darüber streiten lässt. Aber doch mutet das Liechtenstein irgendwie exotisch an.
Ja, wir haben noch einen Fürsten. Ja, wir duzen uns alle. Und ja, bei uns kann man nicht einfach so wohnen. Es ist eben alles sehr klein und sehr, sehr familiär. Und irgendwie freue ich mich immer, wenn es wieder heisst: «Waaaaas, du bist aus Liechtenstein? Du bist die erste Person, die ich von dort kennenlerne.» Ein echtes Unikat eben.
Weil ein bisschen Nachhilfe nie schadet und die Schweiz ihren Nachbarn besser kennenlernen sollte, hier ein paar interessante Fakten über das kleine Fürstentum nebenan:
Fangen wir mit etwas Einfachem an: Liechtenstein besteht aus elf Gemeinden, die in das Ober - und Unterland aufgeteilt sind.
Die beiden Gebiete nehmen die Trennung sehr ernst und sticheln gerne gegenseitig, welcher Teil besser ist – go Unterland 😉 –, aber das ist ja mit den Schweizer Kantonen nicht viel anders.
In der Landesverfassung heisst es, dass «den einzelnen Gemeinden das Recht zusteht, aus dem Staatsverband auszutreten». Entschieden wird darüber, wenn «die Mehrheit der dort ansässigen wahlberechtigten Landesangehörigen» sich dafür ausspricht.
Obwohl das Fürstentum nicht sehr gross ist, gibt es drei unterschiedliche Mundarten. Im Unterland sprechen die Einwohner anders als im Oberland. Und dann gibt es da noch den Triesenberg, dessen Sprache ganz anders klingt. Der Dialekt dort lehnt sich ans Walserdeutsche an. Um ein Beispiel zu geben: Schtoo im Unterländischen, Schtaa im Oberländischen, Schtei im Triesenberg – bedeutet auf Hochdeutsch Stein.
Flächenmässig belegt Liechtenstein den sechsten Platz der kleinsten Länder der Welt. Das Fürstentum misst 160 Quadratkilometer – die Schweiz im Vergleich dazu 41’285 Quadratkilometer. Mit zwei Quadratkilometern ist Monaco zwar kleiner, hat dafür aber beinahe gleich viel Einwohner*innen.
Von den 160 Quadratkilometern werden laut der Universität Liechtenstein nur elf Prozent als Siedlungsraum verwendet. Die restliche Fläche dient als «landwirtschaftliche Nutzflächen, Waldgebiete, Gebirge und Gewässer».
Hauptstadt von Liechtenstein ist Vaduz. Ob sich der Ort wirklich eine Stadt nennen kann, ist die andere Frage – Vaduz zählt über 5000 Einwohner*innen und ist damit eine der kleinsten Hauptstädte Europas.
Die Schweiz hat keinen Anschluss ans Meer, muss aber nur in eines der Nachbarländer reisen, um an den Strand zu gelangen. Wollen dagegen Liechtensteiner*innen ans Meer, müssen sie zuerst einen anderen Binnenstaat durchqueren, um dorthin zu kommen 🌊 Neben Usbekistan ist das Fürstentum der einzige Binnenstaat, der ausschliesslich von anderen Binnenstaaten umgeben ist.
Nachdem zuerst in den Medien das Gerücht in Umlauf gebracht wurde, dass der Fürst von Liechtenstein im Jahr 1867 vom russischen Zar Alaska zum Kauf angeboten bekommen haben soll, bestätigte dies Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein in einem Leserbrief an die liechtensteinischen Zeitungen. «Es ist sicher kein Gerücht», stellte er damals klar.
Hans-Adam II. ist seit 1989 Fürst und Staatsoberhaupt Liechtensteins sowie Chef des Fürstenhauses Liechtenstein. Die Regierungsgeschäfte hat er aber seit längerem an seinen erstgeborenen Sohn und Thronfolger Erbprinz Alois abgetreten.
Liechtenstein nennt sich eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch parlamentarischer Grundlage. Das musste ich mir früher in der Schule erst einmal gut einprägen. Obwohl das Volk sein Mitspracherecht hat, obliegt dem Fürsten am Ende das letzte Wort. 2003 gab es zum Vetorecht des Monarchen eine Abstimmung – doch die Staatsbürger*innen entschieden sich dazu, es ihm zu lassen.
Eines der grössten Wahrzeichen des Landes ist das Schloss Vaduz. Da die Fürstenfamilie darin lebt, kann es aber nicht besucht werden. Ausser…
Jedes Jahr findet die Jungbürgerfeier statt, bei der Bürger*innen gefeiert werden, die volljährig werden 🥂 Zu diesem Anlass lädt die Fürstenfamilie ins Schloss ein. Mit einem Händedruck gratulierten mir Erbprinz Alois und Erbprinzessin Sophie. Auch beim Abschluss der Maturität bekommt, wer einen Liechtensteiner Pass hat, die Chance, im Schloss mit der Fürstenfamilie anzustossen.
Vor der ersten Begegnung mit der Fürstenfamilie gilt es Wichtiges zu klären: Was ist die richtige Ansprache? Den Fürst und Erbprinz grüsst du mit «Seine Durchlaucht» und Erbprinzessin Sophie mit «Ihre Königliche Hoheit».
Die Frau von Hans-Adam II. ist im August 2021 gestorben. Marie von und zu Liechtenstein war seit 1967 mit dem Fürsten verheiratet.
Obwohl sie den Namen des Landes tragen und im Schloss über Vaduz wohnen, sind die Angehörigen der Fürstenfamilien wie du und ich. Meine beste Freundin ging beispielsweise für eine Zeit lang mit dem Sohn des Erbprinzen zur Schule. Und meine Arbeitskollegin hat sie auch schon in der Pizzeria, in der ich während der Schulzeit arbeitete, bedient.
Unser Staatsfeiertag fällt auf den 15. August und wird von den mehr als 40'000 Einwohner*innen Liechtensteins Fürstenfest genannt. Hintergrund: Da der Geburtstag von Fürst Franz Josef II. am 16. August war und Mariä Himmelfahrt als einer der wichtigsten Feiertage der katholischen Kirche auf den 15. August fällt, entschied man sich für dieses Datum. Das Volksfest wird abends mit einem grossen Feuerwerk, das vom Schloss aus abgefeuert wird, gefeiert.
In Liechtenstein duzen wir uns alle. Egal, welches Alter – wir sagen uns «Hoi» und sprechen uns per Vornamen an 👋 Auch meinen Zahnarzt nenne ich einfach bloss Philipp.
Laut dem Statistikportal der Liechtensteinischen Landesverwaltung sind Beck (761 Mal), Büchel (758 Mal) und Marxer (681 Mal) die gängigsten Nachnamen im Ländle. Also habe ich anfangs ein bisschen zu viel versprochen 🤫 Auf Landesebene ist Büchel eben doch nicht das häufigste Geschlecht, aber: in meinem Dorf Ruggell auf jeden Fall.
Gerüchten zufolge gibt es in Liechtenstein nur eine Rolltreppe. Die befindet sich im Mühleholzmarkt in Vaduz, eines der Einkaufszentren im Land.
Zugegeben, von Ruggell aus gehen wir oft nach Österreich einkaufen – ist ja gleich um die Ecke. Auch ennet des Rheins in der Schweiz hat es so einige Möglichkeiten. Doch die gibt es auch in unseren Gemeinden. Das REC (Ruggeller Einkaufszentrum) ist beispielsweise ein gefragter Hotspot, weil es auch sonntags geöffnet hat. So auch andere Migros-Partner im Land. Und wir haben ausserdem Coop und Denner 🤯 Wir leben also nicht hinter dem Mond.
Liechtenstein hat zwar ein eigenes Spital, doch dort können aktuell keine Kinder mehr geboren werden. Im Jahr 2014 wurde die Geburtenstation geschlossen und seither kommt der Nachwuchs im Ausland zur Welt.
Laut dem Netz gibt es nur fünf Länder, die keinen eigenen Flughafen haben. Und Liechtenstein ist neben Andorra, Vatikanstadt, Monaco und San Marino eines davon. Auch eine eigene Autobahn hat das Fürstentum nicht. Wir dürfen die von den Schweizer*innen mitbenutzen.
1868 beschloss der Fürst, aus Kostengründen die Armee aufzulösen. Damit gehört Liechtenstein neben Costa Rica, den Salomonen und Tuvalu zu den vier Ländern, die komplett ohne Militär auskommen. Aber es gibt ein Abkommen mit der Schweiz, das besagt, dass zivile und militärische Einheiten aus der Schweiz Hilfe leisten könnten.
2007 kam es vor, dass sich bewaffnete Infanteristen der Schweizer Armee im Grenzgebiet verirrten und mehrere Kilometer bis ins Nachbarland hineinmarschierten. Aber die Regierung wusste ja: Sie kommen in Frieden.
1866 stritten sich Preussen und Österreich um Schleswig-Holstein. Es war das letzte Mal, dass Liechtenstein Soldaten aussenden musste. Glücklicherweise kehrten die Männer ohne Verluste zurück. Ganz im Gegenteil brachten sie sogar noch jemanden mit und hatten einen österreichischen Leutnant als Freund gewonnen.
So einiges gibt es in Liechtenstein nicht, aber Casinos hat es zur Genüge. Im Jahr 2017 durften die ersten Casinos ihre Tore öffnen – und mittlerweile ist die Dichte an Spielautomaten auf die Anzahl Einwohner*innen bezogen im weltweiten Vergleich rekordverdächtig. Seit Anfang dieses Jahres dürfen Personen, die in Schweizer Casinos gesperrt sind, auch im Fürstentum nicht mehr spielen, wodurch die Umsatzzahlen stark eingebrochen sind.
Trotz seiner kleinen Grösse hat Liechtenstein ein eigenes Skigebiet. Auf 23 Pistenkilometer finden Schneesportbegeisterte einfache bis anspruchsvolle Abfahren. Insgesamt zählt Malbun, wie das Skigebiet heisst, vier Skilifte.
Wie «Liechtenstein Business» schreibt, zählt das Fürstentum zu den reichsten Ländern der Welt. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund sieben Milliarden Franken rangiert das Land zwar nicht in den Top Ten, doch pro Kopf ergibt sich ein sagenhaftes BIP von über 165'000 Franken. Neben Luxemburg der wohl höchste Wert.
Doch Liechtenstein ging es nicht immer so gut. Einst war das Fürstentum ein armer Bauernstaat. Dank der richtigen Entscheidungen konnte das Überleben gesichert und Hungersnöte überstanden werden.
Nicht immer war Liechtenstein so begehrt, während der Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu einer grossen Auswanderungswelle – 160 Personen verliessen das Land, wie es in der offiziellen Broschüre zum 300. Jubiläum hiess.
Entgegen allen Überzeugungen, dass in Liechtenstein nur stinkreiche Menschen leben: Das stimmt nicht, auch im Fürstentum gibt es Normalverdiener. Vor allem sind die Menschen aber sehr bodenständig.
Unser Fürst soll dagegen der reichste Monarch Europas sein. Das Fürstenhaus nennt riesige Ländereien, Industriebeteiligungen, ein grosser Immobilienbesitz und eine der wertvollsten privaten Kunstsammlungen der Welt sein Eigen.
Radio Liechtenstein stützte sich im vergangenen Jahr auf eine Statistik aus dem Jahr 2023, die aufzeigte, dass mehr Menschen in Liechtenstein arbeiten als wohnen. Demnach zählte die Auswertung 43'162 Beschäftigte auf 39'584 Einwohner*innen.
Nicht nur viele Beschäftigte kommen auf die Anzahl Einwohner*innen. Auch die Unternehmensdichte ist extrem hoch, wie die Zeitschrift «Capital» meint, hat Liechtenstein gar die höchste Unternehmensdichte weltweit. Per Ende 2023 zählte das Land insgesamt 5508 Unternehmen.
In Sachen grosse Industrieunternehmen kann Liechtenstein durchaus mithalten. Zu einer der grössten Firmen gehört Hilcona. Wie die Universität Liechtenstein vermeldet, stamme jede sechste Tiefkühlpizza, die Deutsche verspeisen, aus dem Ländle.
Aber auch in anderen Bereichen hat sich Liechtenstein einen Namen gemacht. Hilti versorgt die Welt mit bester Baugerät-Technologie und Ivoclar Vivadent ist der führende Hersteller für Zahnprothesen 🦷
Wer ohne Staatsbürgerschaft im Fürstentum leben will, muss einige Hürden meistern. Wie «Liechtenstein Business» aufklärt: «Ausländische Staatsangehörige können nicht ohne weiteres Wohnsitz nehmen, es bedarf dazu einer Aufenthaltsbewilligung, die nur in gewissen Fällen erteilt oder bei einer jährlichen Verlosung an eine kleine Anzahl von Glückspilzen vergeben wird.» Dies betrifft auch Schweizer*innen.
Zwar hast du gerade gelernt, dass es nicht so einfach ist, in Liechtenstein wohnen zu dürfen, dennoch beläuft sich der Anteil der ausländischen ständigen Bevölkerung auf etwa 34 Prozent. Den grössten Anteil machen hier Schweizer*innen aus, gefolgt von Österreicher*innen und Deutschen.
Reisen mit dem Liechtensteiner Pass ist immer ein bisschen ein Erlebnis ✈️ Manchmal dauert es länger, weil es genauer Überprüfung bedarf, dann wieder freuen sich Zollangestellte am Flughafen, weil sie eine Art Länder-Bingo spielen und die Liste endlich voll haben. Witzig: Auf der ersten Seite des Reisepasses ist die Europakarte abgedruckt und das Land genau eingezeichnet, damit auch jeder weiss, wo es liegt.
Gibt es bei der Einreise keinen Stempel in den Reisepass, ist das für manch ein Reisefüdli ärgerlich. Im Fürstentum gibts dafür im Liechtenstein Center in Vaduz einen Souvenir-Stempel. Kostet drei Franken.
Ribel war im Rheintal ein verbreitetes Essen, das irgendwann aber durch wachsenden Wohlstand und dem Wunsch nach «Besserem» irgendwie ein bisschen vertrieben wurde. Bis heute gilt Ribel, der aus Rheintaler Ribelmais – eine einheimische Maissorte – hergestellt wird, als Traditionsgericht Liechtensteins. Dazu gibts Apfelmus oder die Menschen rührten den Ribel früher gar in ihren Kaffee.
Nicht nur in Luzern oder in Basel ist Fasnacht ein grosses Ding, auch in Liechtenstein zieht gerne die Guggenmusik durchs Ländle. Und davon gibt es eine Menge – angeblich kommt auf 5000 Einwohner*innen eine Guggengruppe.
Aber generell mit Feiern hat es sich nicht so einfach im Land. Auch Vaduz ist abends beinahe ausgestorben. Es gibt in verschiedenen Gemeinden diverse Bars, richtige Nachtclubs gibt es aber nur einen in Schaan. Aktuell heisst dieser Noir.
Ein bisschen Geschichte darf natürlich nicht fehlen. Liechtenstein, wie wir es heute kennen, war früher in zwei Bereiche aufgeteilt: die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg. Der Fürst kaufte beide Teile nacheinander und vereinte sie im Jahr 1719. Daher rührt wohl die noch heute anhaltende Unterteilung in Unter- und Oberland.
Schon die Schweiz war im Jahr 1971 eines der letzten europäischen Länder, die das Frauenstimmrecht einführten. Doch Liechtenstein zog noch später nach: Erst seit 1984 dürfen die Bürgerinnen des Landes wählen.
Während Schwangerschaftsabbrüche in den meisten westeuropäischen Staaten erlaubt sind – bis zu einer gewissen Frist –, schaut das im Nachbarland Liechtenstein anders aus. Dort wurden lange Zeit noch die Frauen selbst bestraft, heute sieht das Gesetz vor, dass Ärzt*innen, die eine Abtreibung vornehmen, eine Haftstrafe von einem bis zu drei Jahren droht. Treibt eine Frau selber ab oder hilft jemand ohne ärztliche Ausbildung, könnten auch sie mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden. Viele Liechtensteinerinnen gehen in die Schweiz, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen.
Das Landtagsgebäude in Vaduz wurde 2008 eröffnet, hat aber nicht nur mit seiner Ähnlichkeit mit einem Toblerone-Würfel schon Schlagzeilen gemacht, sondern vor allem auch, weil es zu bröckeln begann. Wie auch die «NZZ» berichtete, wurde das Gebäude zu einem «bautechnischen Problemfall». Vor allem das Steildach war der Übeltäter, da sich Steine lösten und abfielen.

Das Landtagsgebäude nennen viele einen «Toblerone-Würfel».
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Etwas, wofür mich die meisten Schweizer*innen beneiden: Mein Nummernschild, das ist nämlich schwarz – und schaut ganz schön schick aus 😎
Liechtenstein ist so ziemlich sicher, die Kriminalitätsrate eine der geringsten im weltweiten Vergleich. Viele fühlen sich so wohl, dass sie den Autoschlüssel stecken lassen. Ein Fahrradschloss? Das braucht es hier nicht.
Die Melodie der liechtensteinischen Nationalhymne «Oben am jungen Rhein» ist die gleiche wie die der britischen Nationalhymne «God Save the King».
Weil Liechtenstein an den Olympischen Sommerspielen im Jahr 1936 bemerkte, dass die Flagge des Landes – zwei gleich grosse, horizontale Streifen, oben blau und unten rot – identisch mit der Flagge von Haiti war, wurde links oben der Fürstenhut hinzugefügt, um mögliche Verwirrungen in Zukunft zu vermeiden.
Die Marketingagentur Xnet bot unter dem Namen «Rent a Village» an, Liechtenstein als Eventlocation zu vermieten. Dies sorgte vor einigen Jahren für Schlagzeilen, da sich Rapper Snoop Dogg für das Angebot interessierte. «Seine Manager haben uns kontaktiert», bestätigte Karl Schwärzler von Xnet – die Agentur bietet österreichische, deutsche und Schweizer Dörfer als Eventlocations an – im Jahr 2010 im Gespräch mit «20 Minuten».
Das Fürstentum hat ein dichtes Wandernetz 🏔️ Kein Wunder, dass es auch einen sogenannten Liechtenstein-Weg gibt, der auf 75 Kilometern durchs ganze Land führt. Unterwegs gibt es laut der offiziellen Tourismuswebsite «Geschichten, Sehenswürdigkeiten, herrliche Ausblicke, idyllische Rastplätze und vieles mehr» zu entdecken.
Laut dem Jahresbericht der Liechtensteinischen Polizei gab es im Jahr 2023 134 Angestellte. Im Vergleich dazu fanden sich im Jahr 2020 rund 2800 Milchkühe im Land.
Liechtenstein führt jedes Jahr einen eigenen Fussball-Cup durch. Sieben Vereine nehmen teil, von denen zwei noch nie gewonnen haben. Vorwiegend holt sich der FC Vaduz den Sieg.