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Jetzt meldenDie steigenden Preise für Liegestühle und Sonnenschirme an Italiens Stränden führen zu einem Rückgang der Besucherzahlen. Viele Italiener ziehen es vor, kostenlose Strände oder die Berge zu besuchen.
In diesem Sommer meiden viele Italiener die privaten Strände im eigenen Land. Der Grund: Die Preise für Liegestühle und Sonnenschirme sind in die Höhe geschossen. Für viele Familien belastet der Strandausflug das Budget mittlerweile zu sehr, wie der «Guardian» berichtet.
Die Besucherzahlen an den privaten Stränden entlang der italienischen Küsten seien im Vergleich zum Vorjahr um 15 bis 25 Prozent gesunken. Besonders unter der Woche seien die Strände weniger besucht. Viele der verbliebenen Strandbesucher geben zudem weniger Geld für Essen und Getränke aus.
Fabrizio Licordari, Präsident des Verbands Assobalneari Italia, führt den Rückgang auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten zurück. «Selbst mit zwei Gehältern haben viele Familien Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen», sagte er zur Nachrichtenagentur Ansa.
Viele Haushalte reduzieren Ausgaben für Freizeit und Ferien drastisch. Laut der Verbraucherorganisation Altroconsumo sind die Preise für Liegestühle im Durchschnitt um 17 Prozent gestiegen. In beliebten Badeorten wie Gallipoli in Apulien können die Kosten für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm bis zu 90 Euro pro Tag betragen.
Schauspieler Alessandro Gassmann hat die Debatte zusätzlich angeheizt, indem er auf Instagram ein Foto von leeren Liegestühlen teilte und die hohen Preise kritisierte. Maurizio Rustignoli von der italienischen Strandresort-Föderation Fiba hält die Berichte über drastische Preiserhöhungen für übertrieben und betont die Vorteile der angebotenen Dienstleistungen.
Während die Strände an Beliebtheit verlieren, verzeichnen die Berge, insbesondere die Dolomiten, einen Anstieg der Besucherzahlen. Viele Italiener suchen in den Bergen eine Alternative zu den heissen Sommern. Diese Entwicklung hat in einigen Gebieten bereits Bedenken hinsichtlich eines möglichen Übertourismus geweckt.