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Im Internet sind zahlreiche Betrüger unterwegs. (Symbolbild)
Fabian Sommer/dpa
Handy-Zahlungen vereinfacht den Alltag – doch genau das nutzen Betrüger aus. Acht typische Fallen, die dich um dein Geld bringen können.
Scammer geben sich auf Plattformen wie tutti.ch oder Facebook Marketplace als Käufer oder Verkäufer aus. Dann schicken sie einen Link oder QR‑Code, der angeblich zur Twint‑Zahlung führt. Wer darauf klickt, gelangt auf eine gefälschte Login‑Seite und gibt unwissentlich Zugangsdaten und mTAN frei.
Öffne nie Links aus Chats oder E‑Mails, wenn du etwas verkaufen oder kaufen möchtest. Zahle oder kassiere Twint‑Zahlungen ausschliesslich über die Twint‑App. Bei der App ist erkennbar, dass du dich im offiziellen Zahlungsprozess befindest. Misstraue QR‑Codes, die dir per Messenger zugeschickt werden.
Betrüger verschicken Nachrichten mit allgemeiner Anrede («Sehr geehrter Kunde») und verlangen aus angeblichen Sicherheitsgründen, dass du auf einen Link klickst und dich einloggst. Im Hintergrund wird deine Identität gestohlen.
Erkenne Phishing an der schlechten Sprache, unbekannten Absendern und Aufforderungen zur sofortigen Handlung. Banken und Twint kontaktieren dich nicht per SMS oder E‑Mail, um Passwörter zu erfragen. Lösche solche Nachrichten und informiere dein Finanzinstitut.
Betrüger überkleben im Restaurant oder beim Parking offizielle QR‑Codes mit eigenen. Wenn man den Code mit der Kamera scannt, wird man auf eine gefälschte Bezahlseite umgeleitet. Dort werden persönliche Daten oder Kartendetails abgefragt.
Scanne QR‑Codes immer über die Twint‑App und nicht mit der Smartphone‑Kamera. Vertraue nur QR‑Codes, die in der App generiert werden. Prüfe die URL der Zahlungsseite – diese sollte auf twint.ch enden. Wenn dir etwas verdächtig vorkommt, brich die Zahlung ab.
Eine besonders perfide Masche sind gefälschte WhatsApp‑Nachrichten, in denen sich Betrüger als Familienmitglied ausgeben. Sie behaupten, das Handy verloren zu haben und dringend Geld zu brauchen. Der Betrag soll via Twint überwiesen werden. Viele ältere Personen fallen auf diese emotionalen Nachrichten herein.
Rufe die Person zurück oder kontaktiere sie über eine bekannte Nummer, bevor du Geld schickst. Bleibe wachsam, wenn dich jemand um eine sofortige Zahlung bittet. In den meisten Fällen handelt es sich um Betrug.
Eine weitere Falle: Du erhältst eine Nachricht, jemand habe dir versehentlich Geld via Twint geschickt und bittet um Rückzahlung. In Wirklichkeit hat keine Zahlung stattgefunden. Der Betrüger hofft, dass du aus Hilfsbereitschaft Geld überweist.
Prüfe immer deine Twint‑Transaktionen. Wenn kein Eingang verzeichnet ist, überweise auch kein Geld zurück. Twint zeigt dir in der App alle Zahlungen an – verlasse dich nicht auf SMS oder Messenger‑Mitteilungen.
Viele Nutzer teilen Login‑ oder E‑Banking‑Daten leichtfertig mit Dritten. Dabei gilt: Banken fragen niemals nach Passwörtern oder mTAN. Wer seine Daten preisgibt, ermöglicht Unbefugten, das Konto zu plündern.
Gib deine Zugangsdaten niemals weiter – weder telefonisch noch schriftlich. Bewahre PIN und Passwörter getrennt auf. Nutze unterschiedliche Passwörter für Twint, E‑Banking und E‑Mail. So kannst du den Schaden begrenzen, falls ein Passwort gestohlen wird.
Eine der wichtigsten Sicherheitsregeln lautet: QR‑Codes nur mit den Apps scannen, die für die Zahlung benötigt werden – sei das Twint oder die App des jeweiligen Finanzinstituts. Wer mit der normalen Kamera scannt, landet schnell auf einer Phishing‑Seite.
Nutze zudem niemals manuell eingegebene Zahlencodes aus unbekannten Quellen. Sie könnten betrügerisch sein. Vermeide es auch, deine Zahlungsinformationen in Kleinanzeigen zu veröffentlichen – Betrüger könnten diese missbrauchen.
Viele Nutzer verzichten auf Sicherheitsfunktionen wie Transaktionslimiten oder Push‑Benachrichtigungen. Dabei kann man in den Apps der Finanzinstitute oder auch bei Twint eine tägliche Limite einstellen. Ausserdem solltest du die Push-Benachrichtigungen unbedingt aktivieren. So erkennst du sofort, wenn unberechtigte Zahlungen erfolgen und kannst schnell reagieren.
Überprüfe deine Einstellungen regelmässig. Setze ein Limit für einzelne Zahlungen und den Tagesumsatz. Aktiviere Push‑Mitteilungen, damit du über jede Transaktion informiert wirst. Sollte etwas verdächtig sein, sperre den Zugang sofort – du erreichst deine Bank im Normalfall rund um die Uhr, um Konten zu sperren.