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Forscher lösen jahrtausendealtes Geheimnis um ägyptische Mumien
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Holzig, würzig oder süsslich

Forscher lösen jahrtausendealtes Geheimnis um ägyptische Mumien

  • Bestimmte Geräte können Duftstoffe erkennen.
  • Emma Paolin und Abdelrazek Elnaggar von der Universität Ljubljana nahmen Luftproben im Ägyptischen Museum in Kairo.
  • Menschliche Schnüffler und technische Geräte analysierten den Duft dieser Mumien.

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Bestimmte Geräte können Duftstoffe erkennen.

Bild: dpa

Eine Studie analysiert systematisch die Gerüche altägyptischer Mumien, die vor Jahrtausenden gestorben und einbalsamiert worden sind. Dabei kamen auch ausgebildete menschliche Schnüffler zum Einsatz.

Redaktion blue News
DPA

Redaktion blue News, DPA

14.02.2025, 08:51•16.02.2025, 09:47

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine Studie untersuchte erstmals systematisch die Gerüche altägyptischer Mumien mithilfe chemischer Analysen und geschulter menschlicher Schnüffler.
  • Die häufigsten Duftnoten waren «holzig», «würzig» und «süsslich», während einige Mumien auch «ranzig» oder «verdorben» rochen.
  • Die Ergebnisse könnten Museen ermöglichen, den Geruchssinn in Ausstellungen einzubeziehen und Mumien multisensorisch erlebbar zu machen.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Holzig, würzig oder süsslich: So riechen einer Studie zufolge viele altägyptische Mumien. Es sei die erste Untersuchung zu den typischen Gerüchen einbalsamierter mumifizierter Körper, schreibt die Gruppe um Emma Paolin vom University College London (UCL) und der Universität Ljubljana im «Journal of the American Chemical Society».

Dabei wurden neun menschliche Mumien aus dem Ägyptischen Museum in Kairo, die überwiegend aus dem 1. und 2. Jahrtausend vor Christus stammen, mit verschiedenen Methoden analysiert. 

«Der Duft mumifizierter Körper erregt seit Jahren beträchtliches Interesse bei Fachleuten und Öffentlichkeit», sagt Studienleiter Matija Strlič in einer Mitteilung der Londoner Hochschule. «Aber bisher gab es keine wissenschaftliche Studie, die Chemie und Wahrnehmung miteinander kombiniert hat.»

Teaser image

Neue Erkenntnisse

Warum so vielen ägyptischen Statuen die Nasen fehlen

Trainierte Schnüffler kamen zum Einsatz

Unter anderem beschrieben eigens trainierte menschliche «Schnüffler» die Gerüche mit Blick etwa darauf, wie intensiv und angenehm sie waren. Häufigste Geruchsnoten waren «holzig», gefolgt von «würzig» und «süsslich», aber teilweise wurden die Ausdünstungen der Mumien auch als «ranzig» oder «verdorben» eingestuft.

Zudem wurden die beteiligten Moleküle und Verbindungen etwa per Gaschromatographie und Massenspektrometrie gemessen. So konnte das Team auch ermitteln, ob diese Komponenten etwa von Konservierungsstoffen, Mikroorganismen oder Pestiziden stammen. 

Generell sollten Leichname im Alten Ägypten einst etwa mit Ölen und Harzen unter anderem von Kiefern, Zedern und Wacholder so präpariert werden, dass Körper und Seele im Jenseits erhalten bleiben und angenehm duften. Dazu wurden verschiedene Methoden verwendet. 

Innovation für Museen

Die nun gewonnenen Erkenntnisse sollen es nun Museen ermöglichen, Mumien nicht nur zu zeigen, sondern auch die Nasen der Besucher einbeziehen zu können. Würdest du dich bei einem Museumsbesuch darüber freuen, Mumien auch riechen zu können?


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