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Eichenprozessionsspinner: Giftige Raupen breiten sich aus: Erstmals ganzer Wald in der Schweiz befallen
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Haut, Augen und Atemwege gefährdet

Gefährliche Raupen breiten sich aus – erstmals ganzer Schweizer Wald befallen

Eichenprozessionsspinner breiten sich in der Schweiz aus. (Archivbild)

Eichenprozessionsspinner breiten sich in der Schweiz aus. (Archivbild)

Keystone

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Schweiz stärker aus als bisher. Erstmals wurde ein mehrere Hektaren grosser Wald befallen. Die Raupen stellen nicht nur für Bäume ein Problem dar, sondern können bei Menschen und Tieren auch allergische Reaktionen auslösen.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

09.06.2026, 13:55•09.06.2026, 14:18

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Schweiz weiter aus, erstmals wurde ein ganzer Wald auf mehreren Hektaren befallen.
  • Die Raupen bilden giftige Brennhaare, die Hautreizungen, Augenprobleme und Atembeschwerden verursachen können.
  • Fachleute vermuten, dass die steigenden Temperaturen die Ausbreitung des wärmeliebenden Schädlings begünstigen.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der Eichenprozessionsspinner ist in der Schweiz auf dem Vormarsch. Erstmals ist laut Fachleuten ein ganzer Wald befallen. Die Raupenhaare können bei Menschen und Tieren Allergien auslösen.

Bei der Fachstelle Waldschutz Schweiz gingen in den vergangenen Wochen deutlich mehr Meldungen über den Schädling ein als in früheren Jahren, wie die Eidgenössische Forshcungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Dienstag mitteilte.

Bisher waren vor allem sonnige Eichen im Siedlungsraum und an Waldrändern in der Genferseeregion, im Wallis und auf der Alpensüdseite betroffen. Anfang Juni 2026 wurde nun aber im Kanton Schaffhausen zum ersten Mal ein Befall registriert, der sich über mehrere Hektaren in einem Eichenwald erstreckte.

Gesundheitsrisiko

Die Raupen mit dem wissenschaftlichen Namen Thaumetopoea processionea stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Ab Ende Mai bilden sie tausende winzige Brennhaare, die das Protein Thaumetopoein enthalten. Bei Kontakt können sie bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen wie Hautreizungen, Augenrötungen oder Atembeschwerden auslösen.

Die Raupen leben gesellig und ziehen sich tagsüber in dichte Gespinstnester an Stämmen und Ästen zurück. Die Brennhaare bleiben auch in alten Nestern über mehrere Jahre giftig und stellen eine Gefahr dar. Während Massenvermehrungen können die Raupen zudem ihre Wirtsbäume völlig entlauben.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine wärmeliebende Art. Waldschutz Schweiz vermutet, dass die zunehmende Ausbreitung mit den steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels zusammenhängt.

Die Fachstelle empfiehlt, Eichenbestände an stark frequentierten Orten wie Waldspielplätzen oder Vitaparcours sorgfältig zu untersuchen. Im Siedlungsraum sollten spezialisierte Firmen die Nester entfernen. In Wäldern können betroffene Gebiete abgesperrt werden.

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